test@acrossthefader.com schreibt an mich: „Weitere Details dringend!!!“

Kurzer Spam ist guter Spam!
Fast zwei Milliönchen Euronen für mich, damit ich meine finanzielle Stärke wiedergewinne.
Wer ist da nicht interessiert: Viel Geld für wenig Arbeit!

Da hab ich viele neue Fragen, die ich in die weite Welt hinausposaunen möchte:
Warum soll ich meine Freizeit wie meinen Job gestalten müssen?
Wie geht es über Probleme zu reden, wenn man nicht miteinander spricht?
Was ist Volltitan?
Seit wie vielen Jahrzehnten ist das Essen frittierter Insekten jetzt schon der ultimative Trend?

Ein paar Antworten hätte ich auch. Wer hat die passenden Fragen dazu?
Schrieb ich über die zweite Gravität, es hätte nichts mit einer weiteren Erdanziehung zu tun.
Ich bin keiner, der etwas zu sagen hat und euch gratis die Universallösung bietet.
Ich kann auf den Lärm- und Lichtsmog einer Kulturindustrie gut verzichten!
Ich möchte meine Rechnung selbst zahlen.
Der frühe Wurm fängt den Spatz.

Damit ist alles geklärt. Wozu brauche ich also noch 1,8 Mionen?

Zitat Anfang
Hallo, ich habe dringend eine Spende in Höhe von 1,8 Millionen Euro für Sie, die Sie benötigen, um Ihre finanzielle Stärke wiederzugewinnen. Antworten Sie nur, wenn Sie interessiert sind
Zitat Ende

infonas@wisharabia.me schreibt an mich: „Spende“

Wenn das heute nicht mein Glückstag ist oder noch wird: Die berühmte Familie Robinson aus Munford in Tennessee hat meine Mailadresse ausgewählt und möchte mir jetzt eine wohltätige Spende spenden. Ich brauche nur zurückzuschreiben und schon rollen die amerikanischen Rubel auf mein Konto! Es gibt so etwas wie Gerechtigkeit auf dieser Erde und heute hat sie mich liebkost!

Mich würde interessieren, wer auf diesen verbalen Dünnpfiff reinfällt. OK, wer kennt nicht Familie Robinson. Simon und sein Garfunkel haben ja über die Frau Robinson hinreichend gesungen. Gut, ich nenne es nicht gesungen, stattdessen gejammert. Dann hört es aber auch schon auf. Wer soll warum auch immer dem selbsternannten Dilettanten Lichtbildprophet nur einen Cent spenden, selbst wenn es wohltätig ist. Sicherlich ist die Gier bei dem einen oder anderen Zeitgenossen groß genug den einen Schritt zu wagen und nachzuhaken. Es könnte ja doch sein. Eher gewinne ich ohne je einen Tippschein abgegeben zu haben im Lotto als das die nachfolgende Botschaft Realität wird:

Zitat Anfang
Hallo, Ihre E-Mail-Adresse wurde für eine wohltätige Spende in Höhe von 7,8 Millionen US-Dollar (7.800.000 US-Dollar) von der Robinson-Familie in Munford, Tennessee, ausgewählt. Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen unter:
lisarobinson014701@gmail.com
Mit freundlichen Grüßen,
Frau Lisa Robinson für die Robinson Familie.

Zitat Ende

Hollis, Jarrod schreibt an mich: „Re: Spende“

Endlich mal wieder was zu lesen, auch wenn es billiger Spam aus dem Werbung-Ordner ist. In Sachen Mitteilungsfreude ist die Botschaft zugegeben ziemlich eingeschränkt und erinnert mich alten Herren an den Telegrammstil oder eine Kontaktanzeige. Aber wer will heute noch an solch antiquiertes Zeugs denken. Nun denn. 4,5 Mionen (richtig: Mionen) harte Trump-Dollar und direkt zum Spendenmanager für mehr Informationen. Wer auf den Quatsch abgeht, der ist der pappigste Chip in der Tüte.

Zitat Anfang
Es gibt eine Spende in Ihrem Namen (4,5 Millionen US-Dollar). Jetzt müssen Sie sich nur noch direkt an Ihren Spendenmanager wenden, um weitere Informationen zu erhalten
Zitat Ende

Ihre Kinderpatenschaft schreibt an mich: „Gemeinsam können wir viel verändern, Herr Capybara“

Wie kann man zeigen, dass man eine Botschaft, das Bitten und Betteln für die gute Sache wirklich Ernst meint? Man dreht einen TV-Spot und zeigt ein abgemagertes Afrikakind, das wie ein hungriger Welpe ins Kameraauge schaut. Allein die Überlegung, dass die Hilfsorganisation Geld für TV Werbung in die Hand nimmt, macht die emotional sensibilisierte Über- und Gutmenschmutti nicht stutzig. Kohle raus, Spendenquittung und das Gewissen beruhigt.

Das Plan International auf unerwünschte E-Mail-Werbung setzt, ist für die Hilfe von armen ausgebeuteten Mädchen unerheblich. Genauso wie die missglückte Anrede. Da muss und kann ich drüber hinwegsehen. Zugegeben, bei Plan ist man etwas lieblos unterwegs, aber man ist dort bemüht. Und das zählt doch, zumal alles auch noch so nachhaltig ist. Gibt es eine geschenkte Variante mit der ich ausschließlich nur vegane bildungsbefreite Mädchen als Pate herzlichst gewaltfrei unterstützen kann?

Zitat Anfang
LIEBE{ANREDE} {TITLE} {LASTNAME},
als Mädchen in einem Entwicklungsland geboren zu werden, bedeutet für viele von ihnen lebenslange Armut und Chancenlosigkeit. Denn in
vielen Ländern werden Mädchen immer noch diskriminiert und benachteiligt. Zum Beispiel gehen 130 Millionen Mädchen weltweit nicht zur Schule.
Plan International unterstützt diese immer noch stark benachteiligten Mädchen, um die Spirale aus Armut und Perspektivlosigkeit zu durchbrechen.

Vieles ist schon erreicht – doch noch ist viel zu tun.
Deshalb unsere herzliche Bitte: Werden Sie jetzt Plan-Pate!
– Zusammen mit uns ermöglichen Sie Mädchen einen Schulabschluss als Ausweg aus der Armut und Ausbeutung.
– Sie sorgen dafür, dass Ihr Patenkind gesund und gewaltfrei aufwächst.
– Sie unterstützen eine nachhaltige und kindorientierte Entwicklung der Gemeinde Ihres Patenkinds.

Machen auch Sie mit: Schenken Sie als Pate einem Mädchen eine Zukunft! Wir freuen uns, wenn Sie sich mit uns gemeinsam für die Rechte der Mädchen einsetzen!
Zitat Ende