Vor ein paar Monaten habe ich mit der Plattenstube einen Testballon gestartet: Was fange ich mit meiner Freizeit in Phase III an? Über 1000 Schallplatten sollten Material genug sein, um über die Musik zu schreiben, die ich persönlich gerne höre oder wo der Kauf einer LP ein Griff in die Kloschüssel war. Ich merkte schnell, dass ich zwar gern und viel Musik höre, über das Machen und die Details des musikalischen Lautseins jedoch wenig weiß. Also habe ich das Helium aus dem Ballon gelassen und den Test Plattenstube kurzerhand für beendet erklärt.
Ab 2001 arbeitete ich nebenberuflich als Freier Autor für (gedruckte) Fotofachzeitschriften. Nach nach meiner Krebstherapie und der stetig wachsenden Honorardrückerei durch die Verlage, gab ich 2016 den Nebenjob schließlich auf. In den letzten Jahren meiner Autorentätigkeit hatte ich für die PhotoKlassik gelegentlich über Fotografen und ihre Arbeiten philosophiert. Mir gefiel diese Art und Weise des Herangehens und Schreibens, ganz ohne den neusten Technikklatsch oder einem Schwanzlängenvergleich im fotografischen Breitensport. Genau hier setzt die Leseecke an: In diesem Segment brilliere ich mit etwas mehr Erfahrung und weiß bestens bescheid, wie man schlechte Fotos richtig gut macht.
Über die Jahre haben sich bei mir ein paar Bildbände angesammelt. Die Menge erreicht zwar nicht die tausender Fabelzahl wie bei den Schallplatten und zugegeben, in erster Linie handelt es sich um Veröffentlichungen, in denen weibliche Frauen am ganzen Körper barfuß dargestellt sind. Da das Sujet jedoch ideal zum Magazin Lichtbildprophet paßt, stelle ich in unregelmäßigen Abständen die guten und die schlechten Bilderbücher vor, die ich mit meinen Gedanken des alten weißen Mannes kombinieren werde. Es werden wohl auch Bildbände dabei sein, die es wohl nicht mehr zu kaufen gibt. Makkerrony (ich) und sein Magazin Lichtbildprophet ist nachhaltig und verweist an der Stelle auf die Suche in einschlägigen Online-Antiquariaten, Gebrauchtwarenbörsen und dem klassischen Trödelmarkt. Vielleicht hilft die Nachfrage, ob ich mein Exemplar verkaufe oder gegen ein anderen Bildband tausche.
Zum Schluß der Hinweis: Wer Einblick in die vorgestellten Bücher wünscht, dem empfehle ich KI und eine gewisse Datenkrake.