Ab in den Urlaub, oder auch nicht

‚Ich wünsche dir einen schönen Urlaub. Und wo geht’s hin? Fährst du weg?‘

Warum muss man im Urlaub immer wegfahren? Also ich habe das Gefühl, dass es gar nicht anders geht als Urlaub und wegfahren. Warum? Ist der Deutsche so reisegeil? Muss er, nach den gescheiterten Großmachtfantasien, unbedingt die Welt für sich erobern? Wie ein räudiger Rüde Stamm für Stamm das Bein heben? Natürlich würde ich auch gern auf Tour gehen. Erst Neuseeland, dann Japan. Doch das ganze Programm in nicht einmal drei Wochen? Ich möchte keine Entdeckungsreise im Schnelldurchlauf. Es soll Zeit sein, Land und Leute zu entdecken. Mit der Kamera versteht sich.

Nein, ich fahre nicht weg. Die Herren Doktoren haben geladen, meine Rentner wollen bespaßt werden und, das ist am Wichtigsten, ich möchte meiner Fatigue nach Herzenslust frönen. Zugegeben, es wird wohl mindestens eine Woche dauern bis ich so runtergefahren bin, dass das Ermüdungssyndrom als Folge der Chemo-Therapie vollends zuschlagen kann. Ich möchte mich die nächsten Tage nicht jeden Morgen kräftigst in den Hintern treten, an die leidige Pflichterfüllung und Erwartungshaltung meiner Mitmenschen denken müssen.

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Heute im Super-Sparangebot: Viel Redundanz!

Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla! Bla bla bla bla bla bla du bist so gemein bla bla!

Bla bla bla bla bla bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla! Bla bla bla bla bla bla die anderen machen das doch auch bla bla, bla bla bla bla!

Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla! Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla. Bla bla bla, bla bla bla bla bal, bla bla. Bal bla bla bla? Bla bla bla bla bla bla bla bla, bla bla bla bla bla, bla bla bla! Bla bla bla bla bla bla ich bin das Schärfste, weil ich trag ne Pepperoni in meinem Hintern spazieren bla bla! Bla bla bla bla, bla bla bla bla?

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Warum ich meinen eigenen Stil erfinden musste

Blicke ich zurück in meine Kindheit, da waren die Schinken der Berg- und Tallandschaften, röhrende Hirsche oder das Segelschiff in rauer See. Die Motive waren und sind auch heute noch für mich grauenhaft. Was mich aber an den Meisterwerken aus einer Hinterhof-Massenproduktion fasziniert, ist die unruhige Malweise im Detail und doch das erkennbare Motiv auf Distanz. So grausam kitschig das Motiv auch war und ist, ich konnte mir es trotzdem ansehen. Im Bezug auf solch Wohnzimmer-Meisterwerke sprach Horst Lichter in ‚Bares für Rares‘ von der Stilrichtung des Depressionismus und der Begriff trifft es auf den Kopf: Im biederen Ambiente an die Wand – über der gemütlichen Couch – genagelte Sehnsüchte!

Bei manch moderner, in den sozialen Sammelpunkten hochgelobter Arbeit, schmerzt mich der ebenso kitschige wie klischeebehaftete Inhalt umso mehr. Pseudo HDR, explodierte Farbeimer und eine unerträgliche Schärfe sind nicht nur eine Beleidigung menschlichen Sehens, dieser Schund und Schmutz der Fotografie ist eine regelrechte Vergewaltigung des Betrachters. Ich sehne mich nach der Imperfektion, danach dass der sogenannte Fotograf bereit ist, die brachiale Präzision und nahezu unendlich steile Schärfe aufgibt. Der Vortänzer einer Meisterklasse, ohne selbst Lehre und Lehrbefähigung zu besitzen, soll nicht dem Betrachter möglichst alles vordenken, nur weil dieser keine Zeit zum Sehen und Denken hat. Kunst lebt von Emotionen, die gibt es jedoch nicht als Instantsuppe ohne kochendes Wasser und mit dem Schneebesen aufgeschlagen. Kunst muss Fragen stellen, muss sich deshalb aller möglichen Facetten bedienen.

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Notiz an mich: Die DSGVO ist ein voller Erfolg!

Endlich habe ich die volle Kontrolle über meine Daten!

Beispiel: In ein paar Wochen läuft mein Mobilfunkvertrag aus, der ist gekündigt und ich schaffe das Handy/Smartphone komplett ab. Ich behalte lediglich mein Tablet mit SIM-Karte und Datentarif, damit ist der Empfang von SMS und Anrufen aber nicht möglich.

Amazon: Ich möchte meine Mobilfunknummer entfernen, werde aber von den Programmierern des Bezos-Imperiums gezwungen eine neue Nummer einzugeben. Andere Optionen gibt es nicht!

ebay: Dasselbe Trauerspiel wie bei Amazon. Das Entfernen einer ‚alten‘ Mobilfunknummer ist nur mit der Eingabe einer neuen Mobilfunknummer möglich. Ich kann noch nicht einmal eine Fake-Rufnummer eintragen, da sie ja unbedingt verifiziert werden muss.

Ist das nicht fantastisch wie gut meine Daten in solch sicheren Händen ist! Auch diese Obhut und Fürsorge, die man mir semi-alten und schwer kranken Greis entgegenbringt. Vor Freude werde ich bei dem Gedanken ganz feucht im Schlüppi.

Beispiel: In meinem lichtbildprophetischen Blog zeige ich barfüßige Menschen. Diese moralische Entgleisung möchte ich Google, Facebook & Co. nicht zumuten. Dasselbe gilt auch für meine verbalen Entartungen, die in keinem sozialen Kanal auftauchen soll.

WordPress/Google+: Zu jedem Artikel/Beitrag kann ich wählen, in welchen sozialen Medium (Twitter, Tumblr, Google+ und Facebook) er gepostet werden soll. Egal was ich einstelle: Google+ holt sich jeden Beitrag des Lichtbildprophet und postet ihn in meinem Profil.

Das ist der totale Wahnsinn. Ich kann machen was ich versuche zu wollen und die monopolistischen Giganten des digitalen Zeitalters tun was sie für richtig halten. Natürlich kann ich mich von allem abmelden und die Segnungen der großen weiten Internetwelt ablehnen. Aber dann kann ich mich doch gleich sozial-medial erschießen. Heute gibt es doch schon kein Feedback mehr. Das kostet Zeit und hier müsste der hippe Schnell-Kommentator damit rechnen, verbal verrissen zu werden. Ohnehin gibt es keine Kommentarfunktion, nur den Mail- oder Realkontakt. Folglich weiss der arbeitsscheue Influencer nicht, ob sein Einsatz überhaupt fruchtet. Ein Like ist schnell gesetzt, die richtigen Worte finden ist da schon etwas komplexer.

Was sich unsere europäischen Neuland-Politiker ausgedacht und in der genialen DSGVO (das könnte auch die Abkürzung der neuen StVO für selbstfahrende Autos sein) in Stein gemeißelt haben ist einfach fantastisch und absolut wunderbar. Ich weiß seit heute: Meine von Europäern gesicherten Daten sind ganz sicher in amerikanischer Hand.

Über die sozialen Tricks – Update

LinkedIn heute wieder nach dem Login: ‚Lichtbildprophet, mehr als 400 Personen in Berlin und Umgebung, Deutschland heißen mit vollem Namen so wie Sie. Foto hinzufügen

Soziale Netzwerke sind terroristische Lügen- und Propagandavereinigungen! Sie versuchen mit jedem beliebigen Trick mich unnötige lang im Internet zu halten, nötigen mich möglichst viel Informationen über mich preiszugeben und haben als soziale Fehlkompetenz für das reale Leben keinen zwischenmenschlichen Nutzen. Versuche ich mich gegen solche Fake-Neuigkeiten wie diese von LinkedIn durch das Deaktivieren selbiger Botschaften zu wehren, ignoriert man das einfach. Es kommt wieder der Hinweis, das Bedrängen, ein Foto von mir hochzuladen. Ich hätte Lust und Laune den Schnappschuss meines pickligen Hinterteils zu posten. Mal sehen, wann das einem Vasallen oder der automatisierten Gesichtskontrolle von LinkedIn auffällt.

Terrorzwerg Facebook ist genauso Scheiße drauf. Hier soll ich wieder und wieder Geld in die Hand nehmen, um die Reichweite meines Unternehmens zu erhöhen. Mein Unternehmen? Reichweite erhöhen? Was soll der Mist? Ich bin eine Fiktive Person (mittlerweile akzeptiert Facebook diese persönliche Einschätzung nicht mehr) und Künstler, nenne den Luxus eines Atelier nebst eigener Adresse mein Eigen. Mehr nicht. Daraus ein Unternehmen zu zimmern ist vom Facebook-Vermarktungsautomaten sehr mutig. Wenn ich einen Euro-Cent investiere, dann in Hilfsmittel zur handgemachten Bildherstellung. Vor geraumer Zeit wollte mir Facebook fette 30 Euro zur Selbstvermarktung schenken. Den Kuhhandel habe ich abgelehnt. Denn in Wirklichkeit war Mark Zuckerberg und sein Spackos nur auf meine reale Bankverbindung ganz heiß. Mark kann mal ein halbes Milliönchen an einen notleidenden Ausnahmekünstler wie mich rüberwachsen lassen. Zinslose Starthilfe ohne Rückzahlungsverpflichtung für mich.

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