Viertelgeviertstrichelt

Es wird in der deutschen Sprache gnadenlos gegendert und die, die das bereitwillig tun werden nicht als Sprachvergewaltiger standrechtlich bestraft. Das ist Ohrenkrebs, ihr Sprachbanausen! Eine weitere Missetat ist das Viertelgeviertstricheln, das vorallem als Propagandainstrument der Qualitätsmedien für den bildungsschwachen Bevölkerungsanteil Deutschlands vorbehalten ist. Offensichtlich sind für Umschreibungen Worte knapp oder es gab diese Bindestriche im Super-Mega-Sonder-Angebot. Eine Sprache muss so belastbar sein, dass sie den einen oder anderen verbalen Fusstritt aushalten kann. Drum lasst uns das rollende R einführen und dem Gutmenschtum mit der Frakturschrift sprachliche Härte demonstrieren! Nach diesem ganzen Coronacoup braucht der Mensch neue sinnlose Ziele. Lesen können wir schon nicht mehr, wozu dann sprechen, wenn es ein paar viertelgeviertstrichelte Urlaute gibt:

Hammer-Warnung
Impf-Attest
Corona-Haar
Corona-Krise
Impfstoff-Debakel
AstraZeneca-Frust
Corona-Schulden
Impf-Strategie
Horror-Unfall
Mega-Golfstar
Brutalo-Bankräuber
Hochverrat
Corona-Infektionsgeschehen
Impfstoff-Lieferung
Prozess-Schlacht
Verbrecher-Leben
Gratis-Haarschnitt
Klein-Betrieb
Impfstoff-Nachricht
Friseur-Termin
Hightech-SUV
ISIS-Deutschland-Chef
Corona-Mutante
Knochen-Fund
Schwanen-Drama
Corona-Antigen-Schnelltest
Corona-Probe
Home-Office
Wohnungs-Strassenbahnen-Vergleich
Corona-Minister
Bundestags-Verhör
Merkel-Klatsche
Impf-Schlacht
Corona-Paradies
Impf-Debakel
Test-Wirrwarr
Corona-Party-Jugend
Querdenken-Geheimtreffen
Volksverpetzer-Hater
Foto-Attentäter
Möchtegern-Putschisten
Vakzin-Wahnsinn
Klartext-Ausraster
Winter-Comeback
Verschwörungs-Koch
See-Grundstück
7-Tage-Inzidenz
Digi-Wahlkampf
Corona-Zoff
Corona-Zahlen
Liebes-Zwickmühle
Impf-Termin
Islamisten-Szene
Groß-Razzia
Masken-Deal
RTL-Plan
Outdoor-Sportart
Corona-Korruptions-Skandal
Impfstoff-Wunder
Partei-Kollege
Mord-Falle
Macht-Demonstration
Popo-Kollaps
Nackt-Show
Piks-Tag
Pädo-Vergangenheit
Nicht-Vergewaltiger

Wann kommt endlich die Mutation der Mutation, also die Mutation-Mutation?

30 Minuten Medien

Impf-Held
Impf-Neid
Impf-Tourismus
Impf-Drängler
Migranten-Hotspot
Bio-Deutscher
Nazi-Deutschland
Ethno-Germane
Lockdown-Lockerungen
Instagram-Comeback
Wutwelle
Penis-Panne
Realisation
Vakzin-Abgabe
Öffnungs-Cluster
Corona-Förderung
Corona-Lockerung
Schnelltest-Start
Kreml-Kritiker
„Fast gar nicht“
Wochenend-Lockdown
Elitismus
„Fahrräder sind das neue Klopapier“
Schlafschaf
Kinder-Gipfel
Gaga-Queen
Provisionsschmerz
Corona-Testversprechen
„Dritte Welle“
„Rolle rückwärts“
Wechselmodell
Hygienekonzept
Lieferkette
Impfdose
Impfreihenfolge
Testgüte
Innovationskonferenz
Mobilität
Mutation
Corona-Krisenmanager
Wertig
„Super super leicht“
„Wir sind gekippt“
„Völlig krass“
Kombinierbar
„Das ist der“
„Einmaliger Auftritt“
„Teure Sportschuh-Sohle“
Spontankauf
Endpreis
Penisneid
Orgasmuspflicht
„Geheimer Mac-Virus“
„Neue Realität“
Cluster-Erkennung

Zerberstung

Gedanken zum Entstehen einer Arbeit

Vor 365 Tagen, als vor einem Jahr, war viel Achterbahn angesagt. In der Folgezeit sind Dinge geschehen, die einfach passiert sind. Jedenfalls für mich und das, ohne über ein einziges Detail nachzudenken. Und doch zog sich alles wie ein zäher kalter Kaugummi in Zeitlupe in die Länge. Quälend langsam zog sich, was bis in jeden Krumen zerlegt und beredet werden musste. Was für ein Drama und ein explosives Gemisch aus Plan, Angst und Liebe. In der Zeit entstanden ein paar für mich verstörende Arbeiten, die wiederum Aussenstehende ziemlich interessant fanden. Und so kam es vor, dass die Farbe noch garnicht richtig trocken ist und ich das Bild bereits los war. Auf der anderen Seite halte ich auf Wunsch Arbeiten zurück, worin eine besondere Bedeutung für die Zeit gesehen wird, die mich mittlerweile viel eher belastet.

Zwischenzeitlich dachte ich, auf wundersame Weise meine Blase verlassen zu haben. Erst zeitweise, offener Vollzug sozusagen. Dann fühlte ich nichts mehr, so als sei ich urplötzlich entlassen. In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass sich nichts geändert hat. Meine Blase hat lediglich einen mobilen Filmvorführer engagiert und für Tamtam in der Blase gesorgt. Das hat mich vom eigentlichen Problem abgelenkt: Egal was da in mir drin geschieht, ich muss damit alleine klar kommen. Oder ich warte, bis da die eine Hoffnung sich erfüllt oder platzt, doch wann das ist, ist völlig offen. Anfänglich war es „mein Gekleckse“, was jedoch dafür reichte, Bilderrahmen mit aufgezogenem Kitsch ins Atelier vorbeizubringen und mir zum Übermalen zu geben. Inklusive der Wünsche nach Farbe und mehr Ruhe in der Arbeit. Ich upcycle Kitsch und mache zeitgenössische Kunst daraus. Fairerweise gab es auch die Frage nach dem Geld, wenigstens für die Farben & Co.. Nun denn, ich entwickle einen Gedanken und beginne.

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Über Dinge, die sich ändern könn(t)en

Bis vor einiger Zeit hat mich „Sabine Alex“ und ihre „Mobile Dunkelkammer“ nicht einmal mit ihrem Arsch angeguckt. Heute folgt sie mir auf Instagram. Die Welt ist verrückt und die Dinge können sich eben ändern. Da fällt mir sofort „analogue now“ ein. War die zuvor genannte Dame dort nicht auch aktiv? Mit ständig wechselnder Besetzung versucht die Berliner Meute um einen Verein herum die analoge Fotografie hochzuhalten. Noch zu meiner Autorenzeiten hätte und wollte ich das positive Ansinnen sofort unterstützen. Doch man lieferte sich lieber Grabenkämpfe und ich war wohl nicht elitär genug. Entsprechend dümpelt die Truppe genüsslich vor sich hin, schmort im eigenen Saft und feiert grossartige Erfolge, die der analoge Aussenstehende nicht wahrnimmt. Manche Dinge ändern sich eben nie.

Ansichten ändern sich. Standpunkte eher selten. Meinungen ändern sich. Meinungen können sich stündlich ändern, wenn der Richtige die richtige Meinung hat, die zu meinem Gusto passt. Darf sich ein Standpunkt ändern? Ich frage jetzt nicht wegen der demonstrierten menschlichen Schwäche, die ein Standpunktwechsel für den Rest der besseren Welt offensichtlich offenbart: Da hat jemand plötzlich einen ganz anderen Standpunkt!? Fotografen müssen den Standpunkt wechseln, sonst wird es langweilig. Sind sie deshalb menschliche Schwächlinge? Interessante neue Perspektive aber menschlich absolut schwach! Den Standpunktwechsel also bitte ganz langsam und viel Geduld, so dass der Weltenrest es garnicht mitbekommt. Nur der Tod ist sofort. Oder auch gleich. Standpunktwechsel betont cremig. Daran ändert sich nichts. Er, der Tod, wartet nicht oder lässt sich absolut nicht von seinem Vorhaben abbringen. Irgendwie grausam, oder? Über alles andere lässt sich vortrefflich reden, kann durch Diskutieren ins feinste Pulver zermahlen werden, doch das Arschloch Tod ist kompromisslos konkret.

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Quichotte

Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, warum der deutsche Zweitehand-Markt nicht von Fotomaterialien aus dem ehemaligen Ostblock überschwemmt ist. Ich nehme das Beispiel ORWO. Über 30 Jahre nach Ende der DDR gibt es heute immer noch Material auf dem Markt. Dank Ni Bombo a.k.a. ZweifelnHochZwei und ihrem Talent fürs Handeln wächst mein Vorrat an und das Lager alten ORWO-Fotopapiers ist mittlerweile größer als das moderner Papiere. Natürlich muss man beim Kauf genau hingucken. Zum einen werden Preise aufgerufen, die einfach unanständig sein. Zum anderen machen gerade private Verkäufer Angaben, die entweder gelogen oder schlicht weg falsch sind. Unverständlich in einem Land, wo jeder alles weiß … und kann.

Vielleicht taucht aus dem Ostblock in der Bucht mal altes Foma-Material auf. Oder Slavich. Foma (Tschechien) ist heute noch aktiv, Slavich (Litauen) auch. Der Dominator ist eindeutig Foma, was ich verstehe, denn diese Materialien sind nicht das überteuerte Hightech-Zeugs der westlichen Hersteller. Foma erinnert mich an ORWO, so als ob ORWO in Foma weiterlebt. Bei Slavich wird es für meinen Geschmack allmählich kritisch. Hier merkt man die Nähe zur ehemaligen Sowjetunion und das Erbe hat man, bestimmt der Firmentradition wegen, nicht wirklich abgestreift.

Neben dem ORWO-Material packt Ni Bombo drei weitere Pakete aus, die allein ihrer Aufmachung wegen mein Interesse wecken. Irgendwann habe ich angemerkt, ich würde gern mehr experimentieren wollen, auch mit exotischen Fotomaterialien. Gesagt, getan und da liegt das Material. Das muss Liebe sein. Eine Packung, später stellt sich heraus, sie enthält drei unbelichtete Bögen, stammt von Slavich. Alles noch in kyrillischer Schreibweise, also noch vor der Unabhängigkeit Litauens hergestellt. Eine weitere Packung stammt von Smena aus „Leningrad“, die rote Verpackung aus irgendeiner Kiever Fabrik, damit der Ukraine. Ebenfalls kyrillische Schrift.

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