
Nr. 10615
Langzeitprojekt ‚Menschen in der Großstadt‘
Original, Einzelstück, überlagertes ORWO-Fotopapier, Lith-Print, ca. 13 x 18 cm
(c) 2026 Makkerrony
Das Magazin für die tägliche Dosis Bild – garantiert menschgemacht!

Nr. 10615
Langzeitprojekt ‚Menschen in der Großstadt‘
Original, Einzelstück, überlagertes ORWO-Fotopapier, Lith-Print, ca. 13 x 18 cm
(c) 2026 Makkerrony
Echte Helden rauchen. Du bist kein echter Held, denn du paffst nur.
Eine Frage an die grünen Schlaubi Schlümpfe unter den Lesern und Hatern des großen „Der Lichtbildprophet“: Mit welcher Zeitstrafe muss ich rechnen, wenn die Klimabilanz meiner Urlaubsreise nicht CO2-neutral ist und ich zu viele Fussabdrücke hinterlasse? Sind es fünf oder zehn Sekunden? Muss ich einmal durch die Boxengasse oder gibt es nur eine Long Lap Penalty?
Ich beginne mit einem Zitat. Unter der Überschrift „Ganz schlimm“ steht geschrieben: „Darf man eine Satire über den Holocaust schreiben? Die Antwort lautet ‚Nein‘. Tova Reich versucht es trotzdem und scheitert.“ Ich erlaube mir ein paar formale Undinge an dem Zitat zu ändern. Der Deutsche tut sich, erwartungsgemäß, schwer mit seiner Vergangenheit. Die einen sehen darin einen Fliegenschiss, andere wiederum ein ewiges Makel, welches in der Zeitachse lieber in ein Nazideutschland verschoben wird. Angesichts der Übermacht einer politischen Korrektheit darf ich fragen, worüber noch gelacht werden darf? Deutsche Comedian sind mittlerweile nur noch lächerlich, das politische Kabarett im linken Morast versunken und menschliche Fehlbarkeiten völlig gleichgestellt. Es ist kein Wunder, auf der Straße nur noch wandelnde Miesmuscheln auf zwei Beinen zu begegnen.
Eine Jüdin beschließt, Christin zu werden und in ein Kloster zu gehen. Dieses Kloster steht unweit des Vernichtungslagers Auschwitz, einem wichtigen Standbein der jüdischen Erinnerungsindustrie in den USA. Zu allem Überfluss ist die Novizin die Enkelin des Direktors des prestigeträchtigen US-amerikanischen Holocaust Memorial Center. Es ist die klassische Story um das Schwarze Schaf einer Familie, die über Generationen alles daran setzt, das Gedenken an die Opfer der industriellen Vernichtung von Menschen aufgrund ihrer religiösen Zugehörigkeit am Laufen zu halten. Dieser Kreis der Opfer erweitert sich im Laufe des Buches und nimmt kuriose Züge an, wenn Empfindungen und Wachstumsdenken statt Verstand und Vernunft überhand nehmen. Ich greife noch einmal auf ein Zitat zurück: „Das alles ist verquaster Nonsens und außerdem geschmacklos.“
Es gibt Gewinn und Verlust. Gäbe es einen Übergewinn, müßte es, der Dualität wegen, auch einen Überverlust geben. Aber den will selbst Google und seine KI nicht kennen.