Heute muss es ein absoluter Exot sein, den ich dem geneigten Leser der Plattenstube in den Gehörgang legen möchte. Nicht, weil ich kurz davor war, die schwarze Scheibe Vinyl wegzuschmeißen und der musikalische Inhalt einfach schrecklich ist. Nein, „Los Llamas“ ist der Beweis, dass ich, der große Makkerrony, absolut für Vielfalt und bedingungslose Gleichheit stehe. Auch die größte musikalische Absurdität soll und muss gehört werden, egal wie weh es im Ohr und Kopf auch tut.
„Los Llamas“ war eine in Kuba in den 1970er Jahren aktive Band, sagt Google. Damit ist meine Vinylothek um eine Scheibe aus Kuba und dem Label Areito reicher. Den musikalischen Stil beschreibt Google KI mit lateinamerikanischen Pop und Balladen. Ich, in meiner grenzenlosen Unkenntnis, würde die musikalische Darbietung als Gehörgangsvergewaltigung beschreiben. Es gibt die schlechtesten Filme aller Zeiten, mit der „grupo los llamas“ die schlechteste Schallplatte aller Zeiten. Die Scheibe mag getragene lateinamerikanische Lebensfreude a la Kuba widerzuspiegeln, aber bitte keinen Überschwang oder gar ausufernde Ekstase.


