Herr Weiss an Ronaldo: ‚Erleben Sie die blauen Pillchen aus Europa.‘

Was für ein Wortwitz: Blaue Pillen für eine Tröpfcheninfektion!

Mit Statistik stehe ich gerade ein bisschen auf Kriegsfuss. Jeden Tag gibt des die absoluten Corona-Zahlen, verbunden mit gespielter Betroffenheit und den mahnenden Worten auf Abstand. Und Mundschutz mit Korken im Arsch. Natürlich steigen die Zahlen, jetzt sogar wieder in China. Spannender ist die relative Änderung. Da könnte ihr euch das scheinheilige Tränchen verdrücken sparen. Ist weniger Sensation und Panik, ich verstehe, aber der durchschnittliche Bildungsbürger könnte damit etwas mehr anfangen.

Der Herr Weiss macht sich sorgen um meine Erektion. Ob die ansprechend ist, kann ich nicht sagen. Es fühlte sich aber schon hart an … irgendwie könnte ich mir vorstellen.

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Heute ist bekannt, dass in Europa ca. dreißig % aller Männer nicht schaffen, wie sie es wünschen. Zwischen dem 21 und dem 45 Lebensjahr sei ca. jeder fünfte betroffen, über 60 bereits über Hälfte der Männer, dies sagen Experten. Hilfe wirkt aber nicht ohne eine gesunde Libido, sondern in dem Fall, wenn eine ansprechende Erregung vorhanden ist.
Der Versandt durch DHL in Ihren Postkasten. Ihre Bestellung ist diskret verpackt.
Heiße Stimulation können wir Ihnen leider nicht verschaffen aber einen Harten garantiert!!!

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Leinwandfoto.de an Ronald: ‚Jetzt Lieblingsfotos für Zuhause gestalten‘

Aussergewöhnliche Zeiten erfordern aussergewöhnliche Massnahmen.
Keine Frage, ein Land im Stillstand, eine Meinung, alles andere sind ’steile‘ und ‚abgefahrene‘ Thesen.
Schön, wenn alle Ahnungslosen noch im freien Fall befindlich behaupten, wir sind auf dem richtigen Weg.
Auf der Strecke bleiben Unternehmen, zum Nichtstun verdonnert, den Pleite-Brückenpfeiler auf sich zu driften sehend.
Was tut oder macht man?
Richtig!
Werbung: ‚Für Zuhause & zum Verschenken – Deine schönsten Fotos als Collage!‘.
Und weil ich zuerst nicht darauf reagiere, gibt es die Botschaft am vierten Tag noch einmal.
Halt, Stop!
Wann habe ich das letzte Mal etwas von Leinwandfoto gehört?
Ich befrage Mail und siehe da: 09. November 2015.
Dann war Ruhe und das ist gut so.
Denn man stelle sich bitte meine analogen Abartigkeiten als großes Poster UND Collage vor!
Als Erinnerung für die Lieben!
Freunde.
Bekannte.
Die werden sich freuen!
Markenbotschafterin Catharina Passow, jetzt Bretschneider, ist sich nicht bewusst, damit eine zweite Pandemiewelle loszutreten.
Ab 17,90 Euro.
OMG!

Zitat Anfang
Hallo Ronaldo Capybara
Jetzt helfen Fotos sich an gemeinsame Zeiten zu erinnern. Erstelle ganz einfach deine individuelle Collage auf Leinwand: Für dein Zuhause oder zum Verschenken.
ACHTUNG: Mit dem Leinwandfoto.de Lieferservice kannst du deine Collage auch an Freunde und Verwandte verschicken, die du aktuell nicht besuchen kannst.
z.B.: Als Poster
ab 17,90 EUR
Lieblingsfotos als Collage
Mach dirs Zuhause schön: Wir sind für dich da!
Catharina Bretschneider

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In den April geschickt

Elf Uhr elf, erster April.
Es haben sich wieder Gedankenfetzen in meiner Notiz-App angesammelt.
Alle natürlich um ein Thema.
Das Thema.
Leider kann ich mich dem nicht entziehen.
Die Lauten und Wissenden tun alles, mich mit ihrer Weisheit zu penetrieren.
Nun denn: Alles ist ungefiltert, nicht auf politische Korrektheit und Mitte geprüft.

Ich versuche eine Distanz zum aktuellen Geschehen zu wahren, ist es doch getrieben von Angst und Gewalt: Eine politische Partei digtiert, das politische Restleben schaut in Schockstarre zu und die Wissenschaft der Virologen schwelgt in Grossmachtfantasien. Dummerweise lässt sich dieser Albtraum nicht damit beenden, dass wir uns alle eine rote Pappnase aufsetzen und laut rufen: April, April!

Der Denunziant hat wieder seine Daseinsberechtigung!

Der Moralapostel, Weltenretter und Bessermensch ist in seinem Wesen und Tun um vieles schlimmer als das, was er mit seinem Handeln zu bekämpfen versucht.

Amazon priorisiert Waren und deren Versand nach der Notwendigkeit für den ‚lieben Kunden‘. Das bedeutet für mich als Prime-Kunde konkret: Fünf Flaschen Allzweckreiniger kommen in drei Tagen, ein Set mit acht Boxershorts in 28 Tagen. Dann werde ich mir wohl die Flaschen des Allzweckreiniger über den Arsch ziehen müssen. Wie? Ich soll die Boxershorts zwischendurch waschen? Ich muss erst einmal gucken, welche Priorität Waschmittel hat!

Ich bin ja nicht nur für den Mundschutz für alle, auch den Korken im Arsch sollten alle tragen!

Für den Gutmenschen ist es unvorstellbar, dass Regeln über Tage und Wochen gelten können.
Noch nicht einmal eine Woche Ausgangsbeschränkung und es wird gejammert, wann es denn zu Ende ist.

Geht es nicht vielmehr darum, euren vergoldeten Arsch zu retten weil wir merken könnten, dass er nur kupfern oder gar blechern ist?

Das sind keine Tomaten, das sind rote Wasserbälle im Naturdarm. Ohne Geschmack, damit es der Masse mild genug ist.

Bald übersetzt Google nur noch nach vorheriger Anmeldung. Hühnerficker, amerikanische.

Warum wollen mich soziale Medien pausenlos ablenken und unterbreiten Vorschläge, was mir gefallen könnte? Ich stecke mitten im Leben und da rennen genug Kasperköppe rum die meinen, das Zentrum des Lebens zu sein und mit Nichts mir meine Zeit stehlen zu müssen.

Wenn ‚Dem deutschen Volke‘ am Portal des Reichtags-Gebäude steht, dann sollte über dem Eingang der Abgeordneten des Bundestages ‚Jeder ist sich selbst der Nächste‘ zu lesen sein.

Diese kühlen Stars von heute sehen so manisch depressiv aus, als wächst ihnen beim Laufen Efeu um die Beine.

Die Befehle der Politik werden darin münden, dass wir uns alle rote Pappnasen mit Schnurbärte aufsetzen müssen und auf allen Vieren fortzubewegen haben. Oder jeder muss sich ein Kackeklümpchen in die Mitte der Stirn zerdrücken, damit er vor Corona wirklich sicher ist.

Es wundert mich, dass das Farbfernsehen noch nicht notabgeschaltet wurde. Dann alles in Schwarzweiss, ein nettes Rauschen in Bild und Ton, wandernde Streifen und ein rollendes R mit Knackgeräuschen untermalt. Auftritt der Markus oder Jens.

Ich sehne nicht das Ende des Hausarrestes herbei. Das Vernunft und Verstand ins Handeln der Menschen einzieht wäre mir viel lieber.

Corona-Drama, Corona-Drama: Nach Österreich-Urlaub und Gruppenfoto mit Chinesen konnte Frau keine Baby-Scheiße, der Mann keine Gewürze mehr riechen. Das muss Corona sein, denken sie. Krankenhaus lässt Corona-Denkenden zwei Stunden stehen und schickt den Mann wieder weg. Dann hört ein Arzt den Husten des Mannes – Test positiv. Wahnsinn, ich kriege mich vor Weinkrämpfchen nicht mehr ein.

Die politische Bühne wird gerade von zwei Schauspielern dominiert, die vor Kurzem noch ungeliebte Statisten waren und jetzt alles daran setzen, der deutsche Erlöser und nächste Kanzler zu sein.

Was macht eigentlich Greta Thunberg? Heult sie Grönland voll weil niemand mehr Klima will und Schule sowieso alle ist? Wenn euch das Klima wirklich so am Herzen liegt, warum streikt ihr nicht trotzdem? Zeigt den Kontakt- und Ausgangsverbietern euren klimatischen dicken Daumen?

Die kleinste Randnotiz um einen Z-Promi, den kein Arsch kennt aber die aktuelle Ideologie irgendwie untermauert, wird zur TOP-News gepusht, um schnell wieder vergessen zu werden. Letzteres ist total OK, der Rest davor nicht.

Ich und ein Verschwörungstheoretiker? Nee, dafür hat sich aktuell zu viel Dummheit zusammen getan. Dass da draussen ist alles echt, leider.

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Ludmilka an Ronaldo: ‚Ich verstehe alles, was du mir schreibst, mein Prinz.‘

Ich habe ja echt gedacht, dass in dieser heißen häuslichen Coronaphase mein Spam-Werbung-Filterpostfach nur so vor sehnsüchtig, sich nach Liebe sehnende Botschaften unbefriedigter Frauen, überquellen wird. Aber nein. Nichts geschieht dergleichen. Um ehrlich zu sein habe ich eher den Eindruck, trotz Mutti Merkels Zuhause-Kampagne scheinen die Leute noch weniger Zeit zu haben. Lese ich, dass gestern der Kollwitzplatz Rappel voll war, verstehe ich warum die Hipsterbezirke Berlins die Infizierten-Hitparade der Stadt anführen. Elitäre Arschlöcher halt. Damit kann der Nordosten Berlins mit seinen Betonpalästen nicht mithalten. Wobei gestern auch hier viel Bewegung war, vor allem Rentner und Rollatoren. Warum?

Nun denn, jetzt schreibt mich also diese Lyudmila-Ludmilka an. Auf Ausländisch und ich lasse Google Translator die Worte sprachtransformieren. Ludi lebt niedergelassen in Russland, ist 38 Jahre alt und sucht jemand der im Vergleich zu ihr älter wird. Bingo, das passt und trifft auf mich genau zu. Beton ist kein Problem für sie, genauso wenig spricht sie ein Nacktfoto-Verbot aus. Heute könnte folglich mein Glückstag sein. Nur ich habe keine Lust auf Schreiben, Reden und Süßholzraspeln. Langweilig. Und dann der Mega-Fauxpas: Prinz! Ich? Ich bin gewohnt das Frauen ‚Oh mein Gott‘ zu mir sagen! Da nutzen auch die Kulleräuglein nichts, die Nummer hat das Plaudermäuschen echt versaut. Ich verkrieche mich wieder in mein Kingsize-Bett und genieße einen Tag mit mir allein und nur das Pummeleinhorn schaut Kekse knabbernd zu.

Zitat Anfang
Mir scheint, du bist derjenige, nach dem ich suche. Erzähl mir mehr über dich. Mailen Sie mir Ihre Bilder darüber.
Ich bin Lyudmila, jetzt bin ich 38 Jahre alt. Ich frage mich dein Alter? Ich versuche nur, jemanden zu finden, der im Vergleich zu mir älter wird.
Ich lebe und habe mich außerdem in Russland niedergelassen. In welchem Bereich bist du? Ich muss einen Mann treffen, mit dem ich gemeinsame Vorlieben finde.
Ich bin auf der Suche nach jemandem mit Motiven als festem Beton. Ich würde wirklich gerne ein Gespräch mit Ihnen beginnen.
Ich hoffe, Sie sind wirklich interessiert und diese E-Mail bleibt nicht ohne Antwort.
Ich muss Sie bitten, nicht zu vergessen, mir Ihre Schnappschüsse zu schicken, damit wir uns spürbar schneller lernen können.
In dieser Nachricht werde ich ein Bild von mir persönlich senden, und vielleicht wirst du es lieben.
Wenn Sie mich nicht mögen, können Sie meine Nachricht loswerden.

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Scam mit Ludmilka

Für das oben gezeigte Machwerk zeichnet Ronaldo Capybara nicht verantwortlich. Das Zeug wurde ihm unaufgefordert zugeschickt und wird nur zum dokumentarischen Zweck hier veröffentlicht!

Mein Corona-Tagebuch

Ich versuche mich soweit es geht der Hysterie um die Corona-Krise zu entziehen. Geht natürlich nicht. Denn im Verfolgten- und Verfolgerfeld meiner noch erlaubten virtuellen sozialen Kontakte zieht der Wahnsinn seine Kreise: Homeoffice, Selbstquarantäne, vorbeugende Quarantäne und fehlendes Klopapier. Ganz vorbildliche Influencer führen sogar Tagebuch und ich muss mir quasi per Liveschalte anhören, wie blöd der Mensch sein kann, um in den Zeiten der großen Not witzig herüberzukommen.

Ich kann mich dem Gewissensterror um das #Zuhausebleiben nicht entziehen. Fast jeder Fernsehsender pappt solch einen Spruch auf den Bildschirm und meint nun, etwas Gutes zu tun. Selbst mein Bespaßungssender Nummer Eins 1-2-3 TV verkloppt alles was im Lager rumliegt mit dem Hinweis, dass der Schranz wohl wegen dem da draussen nicht mehr auf Sendung kommen wird.

Auch wenn ich mich wiederhole: Die Mutti hat Deutschland in Tiefschlaf versetzt, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und wir, die solidarische Gemeinschaft, die Alten und Vorgeschädigte schützen. Nur noch Systemrelevantes darf weitermachen. Also so wichtige Sachen wie Germany Next Top Model, Lets Dance, Deutschland sucht den Superstar, Big Brother und/oder Masked Singers. Das verstehe ich. Allmählich kocht jedoch in den Medien des Gleichklangs ein Gedanke hoch, ob dieser – wie der gebildete Bildungsbürger sagen würde – Shutdown in der Wirkung nicht verheerender ist als die Quarantäne der Corona-Zielgruppen. Bitterböse formuliere ich um: Also lieber Alte und Vorerkrankte isolieren als eine Wirtschaft bewusst gegen den Baum fahren lassen, damit alles bis auf das total wichtige Systemrelevante stehen und zu Hause bleibt.

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