Homo digitalis

Lebensmotto: Digitalisiert euch!
Beziehungsstatus: Die Alte geht mir voll auf den Sack
Sexuelle Orientierung: egal, voll gender
Hobby: Schlafen
Drogen: Bloß kein Alkohol, ist ja voll gefährlich
Lieblingsessen: Hauptsache es kotzt sich gut wieder aus
Lieblingsgetränk: Red Bull oder Club Mate
Lieblingsbeschäftigung: Zocken
Urlaub: Eimer saufen und Reste ficken
Katastrophe: Kein Netz
Mittlere Katastrophe: Highspeedvolumen alle
Weltuntergang: Kein Strom
Ausbildung: Google und Wikipedia
Beruf: Hartz IV
Du hast einen Wunsch frei: Einen Monat im Club durchmachen
Was macht dich an: Crystal Meth und Party
Was ist voll Drama: Ladekabel vergessen
Eltern: Opfer
Was möchtest du mal werden: 27
Eigene Kinder: Opfer
Beste Freunde: Meine ganzen Kumpels von Facebook
Was wünschst du dir: Neuste Smartphone
Wovor hast du Angst: Handyarm und Genickstarre

Das treibt mir die Tränen in die Augen

Zugegeben, es ist Sommerloch und da gehen den Schreiberlingen der Qualitätsmedien nicht nur temperaturbedingt die Themen aus. Unsere Mutti Frau Kanzlerin wurde seit Wochen nicht mehr gesichtet, die SPD scheint es noch zu geben und Sahra Wagenknecht macht auf Macron. Da ist Luft in den Spalten und genügend Platz für eine andere Sarah, die vor einem ganzganz bösen und gemeinen Mietnomaden warnt!

Die letztgenannte Sarah hat im vorherigen Jahr geheiratet und wollte, sich auf nur neun Monate andauernde Flitterwochen befindend, ihre schmucke Eigentumswohnung nicht allein und unbeaufsichtigt lassen. Also hat sie nebst Gemahl einen Kurzzeitmieter und zahlenden Wohnungswart gesucht. Angesichts der aktuellen Wohnungsknappheit natürlich wohl auch schnell gefunden. Für läppische 1400 Euro pro Monat durfte der Gefundene (angeblich Betäbungsspezialist mit Kostenübernahmegarantie seines Arbeitgebers) die Wohnung benutzen. So zumindest die Vereinbarung. Doch Kaution und Mietzahlungen blieben – wie blöd auch – aus.

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Der geneigte Leser sieht mich leicht verwirrt! Ich kenne Amazon, ich nutze Amazon. Amazon hat eine Mailadresse von mir, aber eine andere als die, die Amazon oder ein Spam-Versalle hier verwendet. Eigentlich ist meine Vermehrungsplanung abgeschlossen, aber sollte da doch noch einmal etwas passieren, dann bekommt das Kind den Namen: ‚Alexa-Cortana-Siri‘. Mit Bindestrich, versteht sich.

Was hat dieses ‚b2b-network-empfiehlt.de‘ mit Amazon zu tun? Ist Amazon und seine fuchsteufelswildes Alexa unter die Spammer gegangen? Warum bin ich Herr Person? Und warum erzählen mir so viele etwas vom Pferd?

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Drohgepose: Der Gutenberg kommt!

‚Alter, wo bist du zur Schule gegangen? Baumschule? Das heißt der Held!‘

Ja, jeden Tag ergießt sich über mich füllhornweise der Intellekt des Homo digitalis. Da hat ein geistiger Tiefflieger die Grundschule im dritten Anlauf erfolgreich absolviert, schon hält sich das Genie für den legitimen Nachfolger des Reich-Ranicki und macht mit erhobenen Zeigefinger einen auf Roger Willemsen. Also ich mag Roger Willemsen und sicherlich wird ihm oben auf seiner Wolke kotzübel, wenn sich ein Scheingenie Seiner zu bemächtigen versucht.

Ich möchte Menschen glücklicher zurücklassen als ich sie vorgefunden habe.
Roger Willemsen

Vielleicht ist Roger Willemsen gar nicht an Krebs gestorben. Vielleicht hat ihm vielmehr die Talentfreiheit der Masse und Öffentlichkeit zu schaffen gemacht. Da die Förderung der Talentfreiheit ganz oben auf der Agenda der Gutmenschen steht, hat es ihn einfach umgehauen. Auf Dauer ist die seelische Belastung, derart von Flachzangen umgeben zu sein, nicht ohne körperlichen Schaden auszuhalten.

Jetzt ist DER nächste Schwachsinn im Anmarsch: ‚Gutenberg‘! ‚Gutenberg‘ ist eine Form des Homo digitalis-Gepose, dass es eigentlich DAS Schwachsinn heißen müsste. Nein, ich meine nicht den Karl-Theodor, Ex-Doktor und Ex-Bundesminister. Der hieße auch nachnamentlich Guttenberg. Ich meine den neuen Editor in WordPress, ‚Gutenberg‘ genannt. Alles muss ja einen Code-Namen haben, damit auch der größte Blödsinn einen Anflug von Bedeutung bekommt. Also WordPress, das sogenannte CMS im Hintergrund dieses intellektgeladenen Blogs, soll einen neuen Editor bekommen. Das haben die Entwickler so gewollt, ich persönlich nicht.

Ich bin mit der klassischen Variante ganz gut zurecht gekommen und das, obwohl ich Codefetzen überhaupt nicht mag. Verschlimmbessern durch Auf und Ab-Grades (das war ein hochintellektuelles Wortspiel) mag ich generell nicht. Wenn etwas funktioniert so wie es ist, dann sollte Gut sein. Stattdessen popelt der gelangweilte Entwickler im Code herum und ich als User muss mit der Plage leben. Ich nehm mal Musik aus iOS: Apple hat das so verschlimmbessert, dass die Scheiß-App im Hintergrund Musikdaten lädt, die ich irgendwann mal gekauft aber jetzt nicht auf dem Gerät haben möchte. Ich verbiete Musik das Laden der Daten, aber es tut es trotzdem. Apple ist unanständigerweise eine Billion US-Dollar Wert, das sollte aber nicht diesen Bockmist rechtfertigen dürfen. Diese ‚Friss oder Stirb‘-Mentalität ist eine digitale Unsitte.

Aber die Generation Teletubbies unter den Homo digitalis will ständig Etwas verändern. Da kann man eine Sache eben nicht so weiterlaufen lassen wie sie bisher gelaufen ist. Turbokapitalismus und Turbofortschritt sind zwar völlig überbewertet und gehören eigentlich verboten, doch der Mensch lässt sich gern bis an den Rand der Selbstzerstörung treiben. Weil das heute einfach so ist, würde bestimmt mein lauter Nachbarn sagen. WordPress macht und Heerscharen sozialverkrüppelter Influencer haben endlich wieder was zum Dauer-Dummlabern, angefangen beim Urknall und bis zum völligen Ende der Welt. Wie das am Besten geht? Guckst du alles ‚cool und tolle Sache‘ Fredrik Vogt und sein nervenzehrendes WPerfolg. Eine Frage habe ich da: Hat von seinem ganzen sinnfreien Gequatsche der Kaktus im Hintergrund überhaupt noch Stacheln?

Die Zwangseinführung von ‚Gutenberg‘ wird alles bestimmt einfacher machen, so die social media-Recken. Was sage ich: Viel viel einfacher. Total tinkywinki, Lala, in den Po oder so. Wo bisher Millionen und dem klassischen Editor einen Blog betreiben konnten, muss der bis dato erfolgreiche Blogautor vollkommen verblödet werden. Ich hatte schon nicht den tollen WYSIWYG-Editor genommen, weil er sich eselhaft störrisch gibt und überhaupt nicht das liefert, was ich beim Schreiben meiner anspruchsvollen Artikel gesehen habe. ‚Gutenberg‘ wird mein Schreib- und Nutzererlebnis steigern, oder auch nicht. Aber das ist den WordPress-Machern egal sein. Hauptsache sie sind beim Ausmerzen von programmierten Unwägbarkeiten auf Jahre beschäftigt. Lang lebe die Beschäftigungstherapie!

Ich meine zu glauben, dass der ‚Gutenberg‘-Editor bewusst dazu benutzt wird, um die WordPress-Autoren dieser Erde zu verwirren, den arbeitsscheuen Influencer und untalentierten Hilfeblogger eine sinnlose Beschäftigung im Tutorial reden zu geben, weil sie sonst alle nichts zu tun hätten. Dabei zeigen regelmäßige Updates, dass es genug am Unterbau zu tun gibt. Nein: Der Nutzer soll wie die unterbeschäftigten Macher leiden. Spaßeshalber habe ich das werbende Datenorakel nach ‚Gutenberg‘ und ‚Erfahrungen‘ befragt. Ein Fehler, weil pure Lebenszeitverschwendung. 99% Labersülz auf verbalem Dünnpfiff, egal ob als Artikel oder Youtube-Video. Alle reden, wirklich produktiv mit ‚Gutenberg‘ gearbeitet hat offensichtlich kaum jemand, ich höre immer nur denselben Quatsch.

Gibt es noch diese ganz normalen, eher spartanischen Webseiten? Text, ein paar Bilder dazu und mehr nicht? Ohne diesen Gypsy Bling Bling und Sondra Celli, alles zum Wohl der Netzbetreiber? Klar sollte so eine Seite wie diese hier etwas fürs wählerische Auge sein, aber was da gemacht wird ist pures Gepose auf Kosten des Traffics und der Performance. Größenwahn wohin das trübe alte Auge blickt. Bescheidenheit, die falsche Zier. Wie wahr. Alles ist Luftpumpe, aufgeblasen mit Chemie oder Schönheits-OP, obwohl es eine Beleidigung für’s Auge ist und bleibt. Ich gebe weiterhin dem klassischen Editor den Vortritt. Da waren die Macher von WordPress so spendabel und lassen altgediente WordPressler nicht am langen Arm des ‚Gutenberg‘ verhungern! Danke, ihr Helden, danke!

Ach so: Es muss ‚das Held‘ heißen! Allein der zahllosen Genies, notorischen Nörgler und derer, ‚die in den Keller zum Lachen gehen‘ wegen. Es ist mein Held, der das Held! Wie ‚das Held(enepos)‘, zum Beispiel.

Ladyr Lonelyd’s ‚Guten Tag.‘

Hey, mein toller Kumpel, lebe in russischer Frau, arbeite einen Arzt. Publiziert hier Ihre Daten hoffend, dass der Mensch reagiert, der mir von Interesse sein wird. Ich möchte dich mit einem soliden Mann treffen, der keinen Sinn für Humor hat und mit dem man eine gemeinsame Sprache finden könnte. Ich finde leicht mit anderen, bin aber sehr daran interessiert, mit wem Sie alle Ihre Freuden und Sorgen besprechen könnten. Der Mann, mit dem unser Verständnis davon vollständig wäre. Erkenne, dass das Ideal schwer zu erreichen ist, aber du verstehst, dass es ihm zumindest näher kommen kann, und ich bin glücklich. Ich bin 28 Jahre alt. Ich bin optimistisch und positiv Menschen, die bereit sind, jeden Mann zu verstehen, wenn nur er anständig und in der Lage, vorwärts zu gehen. Alles Nötige könnte es sein, Korrespondenz zu klären, eine gemeinsame Sprache zu identifizieren. Glauben Sie, dass die Suche nach einem gemeinsamen Nenner und einem ernsthaften Hinweis darauf, was unser Treffen nicht zufällig ist. Und dann könnten wir die Kommunikation fortsetzen, in der ich mehr über dich erzählt habe. Ich möchte eine ernsthafte Beziehung möchte eine Familie teuer Mann zu schaffen, Kinder zu haben und glücklich zu sein. Wir haben einen Skype und Telefon wir könnten dort sprechen.

Endlich eine billige Schlampe, die so oberflächlich ist und sich für mich Gutschlecht-Mensch interessiert. Dann quatscht die Bitchlorette mich auch noch auf ausländisch an und ich muss den Text dem Spaßfaktor wegen mit dem Google Übersetzer Sprach transformieren. Wie kühl ist das denn? Doch die Tussi will Kinder. Damit ist Schluss Mäuschen, Beacopp eskaliert sei Dank und rosarote Brille abgesetzt! Nach der reisewilligen Alevtina und der untervögelten US Army-Schlampe Captain Michelle Williams die nächste Braut, der ich die Tränen in die Augen treibe. Nicht weil ich es muss, sondern weil ich es kann!

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