Mashulik Mashushka’s ‚Woha mein neuer Kumpel!‘

Anrede, ich freue mich sehr, dass ich Ihnen eine E-Mail senden kann. Wir kennen uns nicht. Aber ich hoffe sehr, dass wir uns bald sehr gut kennenlernen werden. Ich war lange Zeit nicht in der Lage, meinen Seelenverwandten zu suchen. Ich bin traurig, weil ich einsam bin. Ich möchte wirklich einen Menschen finden. Ich hoffe, dass ein guter Mann du sein wirst. Jetzt erzähle ich dir ein bisschen von mir. Ich bin Maria. Für mich 34 Jahre alt. Ich lebe in Russland. Ich hoffe, dass die große Distanz zwischen uns kein Problem sein wird. Für mich ist große Distanz und die unterschiedlichen Kulturen kein Problem. Ich glaube, wenn Menschen Liebe haben, können sie alle Hindernisse überwinden und zusammen sein. Und wenn Menschen nicht gemeinsam Probleme überwinden wollen, dann ist das keine wahre Liebe. Aufrichtige Gefühle können alle erobern. Ich hoffe, dass ich Sie mit meiner Email interessiert habe. E-Mail an mich bald! Dein neuer Freund Mashuslenka.

Anrede, den Quatsch mit der Suche nach dem Seelenverwandten verfolge ich schon seit einiger Zeit nicht mehr. Nutzlos. Lebenszeitverschwendung, echt. Also wenn, dann steht mir der Sinn nach einer Muse. Für mich als Mann und meine Liebhaberei-Kunst. Nicht für Sex und dieses animalische Rein-Raus-Spiel. Für so etwas fehlt mir die Zeit. Und die rechte Lust. Sich gegenseitig inspirieren, nicht einfach so Interesse vortäuschen. Nein, Interesse und Engagement einbringen. Das wär’s. Klappt auf der Distanz nichts so, weshalb du kleine russische Zaubermaus aufrichtig verloren hast. Kein Interesse, Kumpelin.

„NETFLIX“ ’s ‚1 jaar NETFLIX abonnement voor €1‘

Gefeliciteerd
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Annette J.
De marketingmanager

Es geht um Netflix, das habe ich verstanden. Und um einen Euro. Aber was soll ich mit diesem US-amerikanischen Pornokanal? Den habe ich noch nie über Antenne gesehen. Da gibt es bestimmt nur diese schlimmen Fake-News, die den lieben großen Donald Trump in einem besonders besseren schlechten Licht erscheinen lassen. Verdientermaßen. Aber ich will heute nicht so hart mit dem Rest der Welt sein. Vielleicht besinnt sich Anette J. (das ist bestimmt wegen der europäischen DSGVO anonymisiert) und schreibt mich noch einmal, diesmal in meiner Muttersprache an. Ausländisch, nein danke!

Homo digitalis

Lebensmotto: Digitalisiert euch!
Beziehungsstatus: Die Alte geht mir voll auf den Sack
Sexuelle Orientierung: egal, voll gender
Hobby: Schlafen
Drogen: Bloß kein Alkohol, ist ja voll gefährlich
Lieblingsessen: Hauptsache es kotzt sich gut wieder aus
Lieblingsgetränk: Red Bull oder Club Mate
Lieblingsbeschäftigung: Zocken
Urlaub: Eimer saufen und Reste ficken
Katastrophe: Kein Netz
Mittlere Katastrophe: Highspeedvolumen alle
Weltuntergang: Kein Strom
Ausbildung: Google und Wikipedia
Beruf: Hartz IV
Du hast einen Wunsch frei: Einen Monat im Club durchmachen
Was macht dich an: Crystal Meth und Party
Was ist voll Drama: Ladekabel vergessen
Eltern: Opfer
Was möchtest du mal werden: 27
Eigene Kinder: Opfer
Beste Freunde: Meine ganzen Kumpels von Facebook
Was wünschst du dir: Neuste Smartphone
Wovor hast du Angst: Handyarm und Genickstarre

Über die sozialen Tricks – Update

LinkedIn heute wieder nach dem Login: ‚Lichtbildprophet, mehr als 400 Personen in Berlin und Umgebung, Deutschland heißen mit vollem Namen so wie Sie. Foto hinzufügen

Soziale Netzwerke sind terroristische Lügen- und Propagandavereinigungen! Sie versuchen mit jedem beliebigen Trick mich unnötige lang im Internet zu halten, nötigen mich möglichst viel Informationen über mich preiszugeben und haben als soziale Fehlkompetenz für das reale Leben keinen zwischenmenschlichen Nutzen. Versuche ich mich gegen solche Fake-Neuigkeiten wie diese von LinkedIn durch das Deaktivieren selbiger Botschaften zu wehren, ignoriert man das einfach. Es kommt wieder der Hinweis, das Bedrängen, ein Foto von mir hochzuladen. Ich hätte Lust und Laune den Schnappschuss meines pickligen Hinterteils zu posten. Mal sehen, wann das einem Vasallen oder der automatisierten Gesichtskontrolle von LinkedIn auffällt.

Terrorzwerg Facebook ist genauso Scheiße drauf. Hier soll ich wieder und wieder Geld in die Hand nehmen, um die Reichweite meines Unternehmens zu erhöhen. Mein Unternehmen? Reichweite erhöhen? Was soll der Mist? Ich bin eine Fiktive Person (mittlerweile akzeptiert Facebook diese persönliche Einschätzung nicht mehr) und Künstler, nenne den Luxus eines Atelier nebst eigener Adresse mein Eigen. Mehr nicht. Daraus ein Unternehmen zu zimmern ist vom Facebook-Vermarktungsautomaten sehr mutig. Wenn ich einen Euro-Cent investiere, dann in Hilfsmittel zur handgemachten Bildherstellung. Vor geraumer Zeit wollte mir Facebook fette 30 Euro zur Selbstvermarktung schenken. Den Kuhhandel habe ich abgelehnt. Denn in Wirklichkeit war Mark Zuckerberg und sein Spackos nur auf meine reale Bankverbindung ganz heiß. Mark kann mal ein halbes Milliönchen an einen notleidenden Ausnahmekünstler wie mich rüberwachsen lassen. Zinslose Starthilfe ohne Rückzahlungsverpflichtung für mich.

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Das treibt mir die Tränen in die Augen

Zugegeben, es ist Sommerloch und da gehen den Schreiberlingen der Qualitätsmedien nicht nur temperaturbedingt die Themen aus. Unsere Mutti Frau Kanzlerin wurde seit Wochen nicht mehr gesichtet, die SPD scheint es noch zu geben und Sahra Wagenknecht macht auf Macron. Da ist Luft in den Spalten und genügend Platz für eine andere Sarah, die vor einem ganzganz bösen und gemeinen Mietnomaden warnt!

Die letztgenannte Sarah hat im vorherigen Jahr geheiratet und wollte, sich auf nur neun Monate andauernde Flitterwochen befindend, ihre schmucke Eigentumswohnung nicht allein und unbeaufsichtigt lassen. Also hat sie nebst Gemahl einen Kurzzeitmieter und zahlenden Wohnungswart gesucht. Angesichts der aktuellen Wohnungsknappheit natürlich wohl auch schnell gefunden. Für läppische 1400 Euro pro Monat durfte der Gefundene (angeblich Betäbungsspezialist mit Kostenübernahmegarantie seines Arbeitgebers) die Wohnung benutzen. So zumindest die Vereinbarung. Doch Kaution und Mietzahlungen blieben – wie blöd auch – aus.

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