Lieber ein Ende in Farbe

Stell dir vor du tust etwas und keiner bekommt mit, was du getan hast, weil niemand es verstanden hat!

Irgendwie war der Zyklus ‚Freies Rauschen‚ ein Selbstläufer: Eyecatcher aus dem Pornosumpf des Internets fischen, Ebenenakrobatik in Photoshop nach meinem ureigenen ‚Differenzkorn‘-Prinzip, Spielkarten große Ausdrucke, stark vergrößert gescannt und das getunte Ergebnis – frei nach Ruff’s ‚Nudes‘ als ‚meine‘ Kunst angepriesen.

Typisch Eyecatcher: Schnell habe ich die Lust an der Serie verloren. Die anfängliche Gier ist schnell der Langeweile gewichen. Auf Dauer ist und bleibt es immer dasselbe, dem ’notgeil‘ mimenden Weibchen durch weit gespreizte Beine die Mandeln zu begutachten! Ja, ja. Etwas analoges Eigenes ist auch dabei und jedes Ebenensalto ist anders als der davor und danach.

Ich finde ein Ende: Vier entführte und verfremdete Bildchen drucke ich in Farbe, scanne groß das geknüllte Papier und fertig ist der Abgesang! Die Basis der Freies Rauschen-Serie ist und bleibt Fremdzeug, ein Material zu dem ich keinen inneren Bezug habe. Die Idee bleibt, nur eben mit eigenem Kram, der sonst wie schlecht nur nackt sein muss – Proprietäres Rauschen!

Autor: Der Herr Makkerrony

Der "Herr Makkerrony", das ist Ronald Puhle aus Berlin und der Macher des weltbekannten und einzigartigen Magazins "Der Lichtbildprophet". Heute führt der ehemalige Laboringenieur das hektische Leben eines Rentners, das er persönlich sein "Phase3" nennt. Seit einem Vierteljahrhundert praktiziert der Herr Makkerrony die Fotografie und war ca. 15 Jahre als freier Autor für verschiedene Fotofachzeitschriften (z.B. fotoMagazin, Dipitalphoto, FotoPraxis und PhotoKlassik) tätig. Seine Arbeiten bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Nebenbei lenkt sich Makkerrony mit freier, abstrakter Malerei ab, liest gerne und ist ein begeisterter Hörer analoger Musik von der Schallplatte. In seinem Atelier Flackerlight ist jedes Modell willkommen, das sich von ihm auf besondere Weise fotografieren lassen möchte.