Broiler

Seit einiger Zeit, ich rede von Jahren, schleppe ich den Gedanken in mir herum, irgendetwas Fotografisches mit Puppen zu machen. Die Gedanken gehen gerade nicht sehr freundlich mit dem Spielzeug um. „Verdeckte Aggressionen“ würde sie jetzt bestimmt zu mir sagen und den Gang zum Seelenklempner, zumindest jedoch in eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Ich meine, keine Aggressionen gegenüber Frauen zu hegen und selbst wenn es so wäre, müsste ich genauso aggressiv gegenüber Männer sein.

Vielleicht lebe ich in meiner Puppenfantasie die Gedanken aus, die ich einem Modell nicht zumuten möchte. Zu Digitalknips-Zeiten liess ein Modell zum Schein Reisszwecken in die Brust stechen. Alles Fake und absolut schmerzfrei. Die Reaktionen der Betrachter waren erstaunlich und haben gezeigt, wer eigentlich die abnormen Fantasien in seinem Kopf trägt. Mir wurde gratuliert, dass ich ein Modell gefunden habe, was diesen Schmerz auf sich nimmt. Ja, man wollte sich sogar das Modell für ähnliche Aufnahmen bei mir ausleihen. Abnormes Mistvolk.

Vor ein paar Tagen lief mir auf dem Tablet wieder so ein Puppenbild über den den Weg und schwups war der Wunsch da, jetzt, wo die Politik mit dem Mega-Lockdown droht, das Thema zu bearbeiten. Sie hebt vieles auf, hat aber nie mit Puppen gespielt. Also mache ich mich auf den Weg in den Amazonas und suche billige Puppen a la Barbie & Co. Und da ist es, ein 3er Set kopfloser Kunststoffpuppen aus wertvollem Plastik. Ich denke mir, wo es Puppenkörper gibt, muss es auch Puppenköpfe geben. Das Denken sollte ich sein lassen. Im Amazonas finde ich nichts oder ich bin einfach nur zu blöd zum Suchen.

„Broiler“ weiterlesen

Initiative „Ich will hören” schreibt an mich: „Ruhiges Leben trotz Tinnitus?“

Ich und Tinnitus. Klar habe ich so ein Rauschen und Pfeifen in den Ohren. Oder sollte ich eher sagen Pfeifen und Zischen im Kopf? Ich weiß nicht, ob es Tinnitus ist. Anfang 2016 bin ich unter anderem wegen dem Pfeifen im Ohr zum HNO-ler. Es war kein Gehörtest-Spezialist da, weshalb das Problem nicht weiter verfolgt wurde. Stattdessen hielt ich einen Stapel Überweisungsscheine in den Händen und die „dicken Dinger“ am/im Hals entpuppten sich als ein reinrassiges Hodgkin Lymphon.

Heute habe ich wieder so ein Rauschen und Pfeifen in den Ohren. Heftiger und intensiver als damals. Und doch gelingt es mir weitestgehend, es zu überhören. Ich glaube nicht, dass es wieder so was Lymphdrüsenkrebsmäßiges ist. Es ist eher dieses Bohei um Corona-COVID und seine gefährlichen Mutationen. Ich muss gestehen, dass ich LTI-geschädigt bin. Zurzeit zieht die Sprache gefährlich an und immer mehr Einschränkungen werden aufgefahren, werden die Daumenschrauben angezogen. Es hat den Anschein, nicht der Zweck heiligt die Mittel, vielmehr heiligen die Mittel den Zweck. Das ist gefährlich, es riecht nach Diktatur. Erst war es die Alltagsmaske, jetzt soll es FFP2 sein. Plötzlich muss geimpft werden sollen, harter härter am härtesten Lockdown bis Ostern und immer noch kein Ende, weil es am fehlenden Impfstoff liegt. Also Lockdown dann doch bis Weihnachten dieses Jahr … und danach weiß keiner mehr, wie er ohne Maske aussieht und was Freiheit ist.

Hilft mir ein Hörgerät mit Anti-Tinnitus gegen meine Bedenken?

Mag der Bullshit, der mir ungefragt und unerwünschter Weise zugeschickt worden sein, auch noch so groß sein, Hauptsache er hat Impressum und Datenschutz! Unsere Welt ist verrückt und alle machen mit. Man kann ja sowieso nichts ändern.

Zitat Anfang
Cochlea-Implantate bei Hörverlust und Tinnitus
Sollte diese E-Mail nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Liebe Leserin, lieber Leser,
wir wissen: Tinnitus macht einem schwer zu schaffen. Wenn Sie dann zusätzlich auch noch Probleme beim Hören haben, macht es selbst der bestgelaunten Person keinen Spaß mehr. Falls Sie bereits ein Hörgerät tragen, kann es sein, dass es Ihr Problem mit dem Tinnitus sogar verschlimmert [1]. Ein Cochlea-Implantat könnte hier eine Lösung sein. Es könnte Ihnen nicht nur dabei helfen, wieder besser zu hören – die Behandlung mit einem Cochlea-Implantat könnte die Auswirkungen eines Tinnitus unterdrücken oder sogar beseitigen! [2] In einer Studie berichteten die meisten Teilnehmer über eine Verbesserung ihres Tinnitus sechs Monate nach Erhalt eines Cochlear Implantats. [2].

Möchten Sie alles und auch endlich mal wieder „nichts“ hören können?
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und lassen Sie sich von unseren Hörbegleitern helfen:

Wir senden Ihnen ein kostenloses Informationspaket per E-Mail zu. Gerne kontaktieren wir Sie direkt per Telefon oder E-Mail, um Ihre Fragen zu beantworten. Terminvereinbarung: Gerne vermitteln wir den Kontakt zu Hörspezialisten in Ihrer Nähe. Wir können Ihnen E-Mail-Updates mit Informationen senden, um Sie auf Ihrem Weg zu einem besseren Gehör zu unterstützen. Kontaktieren Sie uns, um mehr über Cochlea-Implantate zu erfahren und sich dabei helfen zu lassen, vielleicht wieder das hören zu können, worauf es ankommt.

1. Eggermont JJ, Roberts LE. The neuroscience of tinnitus. Trends in neurosciences. 2004 Nov 1;27(11):676-82.
2. Cochlear Nucleus® CI532 cochlear implant with Slim Modiolar electrode, Physician’s Guide. 563493 ISS7 DEC16.

Impressum
l Datenschutz

Zitat Ende

Altes Zeug für neue Lichtbilder

In den letzten Wochen habe ich damit begonnen, auch beim Knipsen mit altem Filmmaterial zu arbeiten. Aktuell bedeutet das, dass gut abgelagerter Kodak Tri-X und ORWO NP22 im Atelier zum Einsatz kommen. Für draußen sind noch ein paar ORWO NP20 da, die sich in der Lomo LCA vergnügen dürfen. Beim Fotopapier ist es wie gehabt das ORWO Fotopapier und der Lith-Prozess. Auf einigen Verpackungen war ein Datum mit der Jahreszahl 1975 aufgestempelt. Fast ein halbes Jahrhundert altes Fotomaterial übt seinen kreativen Dienst in meiner Dunkelkammer aus.

Beim Zukauf von Filmmaterial bin ich ehrlich gesagt etwas vorsichtig. Trotz meines Hang zur Imperfektion sollten die Negative gut brauchbar sein. Ist das nicht der Fall, mache ich das Negativ zum Positiv und decke kurzerhand die Rückseite weiß ab. OK, bei Kleinbildmaterial lohnt sich das „PosaNeg“ allein aufgrund der Größe nicht, doch ich habe noch ORWO FU5 in der Größe 18 x 24 cm, was ich genauso wie beschrieben als Positiv verarbeite. Auch hier wieder die Lith-Entwicklung. Da das Entwicklen des Positivs auf dem Negativ nicht ganz so trivial wie beim Fotopapier ist, fällt das Ergebnis meist etwas kräftiger aus. Der Farbigkeit wegen hilft folgender Trick: Das PosaNeg ein paar Minuten in Selentoner baden, nach dem Wässern im Farmerschen Abschwächer die Vorlage solange baden, bis das gewünschte Ergebnis gegen Weiß als Hintergrund entstanden ist.

Ohne ihre Streifzüge durch die Bucht, bei der sich das eine oder andere Schnäppchen auftat, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, derart altes Schwarzweiß-Material einzusetzen. Eigentlich gab es keinen Grund einen Zweifel zu haben, dass es nicht seine Arbeit macht. Es sind eher die Verkäufer, die angeben alles sei in Ordnung und dann hat man das Kuckucksei im Netz. Glücklicherweise sind alle bisher aufgetretenen verdeckten „Mängel“ handelbar, sorgen sogar für Highlights der Imperfektion. Was Entwicklungszeiten für die alten ORWO Filmmaterialien angeht, hilft die alte DDR-Fachliteratur weiter. Dabei behandle ich den NP22 beim Belichten wie einen ISO 100-Film und gebe statt der fünf Minuten im Rodinal 1 + 25 zwei Minuten drauf. Den NP20 behandle ich wie einen ISO 50-Film, der an die 9 Minuten im 1 + 25-Rodinal entwickelt wird. Die Erfahrungswerte erweisen sich bei mir als brauchbar.

Beim Abzug auf altem abgelaufenen Fotopapier kann ich direkt beim Lithen gut auf die Eigenheiten des Materials reagieren. Was bei der einen Packung Fotopapier funktioniert, läuft beim anderen, scheinbar gleichen Fotopapier ganz anders. Und so ist jeder Abzug nahezu individuell. So kann ich beim abgelaufenen Film nicht herangehen. Hier muss ich vorsichtig agieren und möglichst nur einen Parameter ändern. Anderenfalls ist der Film und damit ein Shooting Ausschuss. Auch das blieb mir bisher erspart. Die Abzüge lasse ich an der Luft trocknen. Wenn ich beim Versuch, das Fotopapier an der Kante zu glätten, ein leichtes Knacken höre, dann wird die Bildseite mit einem Alkohol-Glyceringemisch (4 + 1) behandelt. Nach einer Trockenzeit ist die Gelatineschicht wieder etwas geschmeidiger und bricht nicht so schnell. Es ist halt Fotopapier, was über 30 Jahre und mehr irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden lag.

Ich, völlig umsonst und abzugeben

Ich glaube, ich habe ein paar Ich’s zu viel und ich würde sie gern kostenlos und absolut umsonst abgeben. Ich habe große Lagerräumung, alles zum sofort mitnehmen:

Ich!

Ich erzähl dir mal, was ich mit dir vorhabe.

Ich sag bescheid.

Ich entschuldige nichts mehr. Weil, es ist einfach zu viel, was ich entschuldigen soll. Und das Verständnis, was ich aufbringen soll. Es erdrückt mich.

Ich denke intensiv über mein Abgang nach und plane jedes Detail im Voraus. Zum Beispiel meine Abkündigung: Ich konzentriere mich wieder nur auf mich. Ich kann da auf viel Erfahrung zurückgreifen.

Ich hätte ja alles richtig gemacht, aber du hast mich nie gelassen.

„Ich würde“ ist kein Ja!

Ich denke drüber nach.

Ich hätte es ganz anders gemacht.

Ich will nicht mehr.

Ich kann nicht mehr!

Ich möchte nicht mehr!

Ich will, der Rest ist mir egal.

Ich habe viel geredet, doch leider nichts erreicht.

Ich erzähle dir viel von mir, damit ich dich von deinen eigenen Baustellen ablenke.

Ich komme.

Ich gehe.

Ich gehe und komme wieder.

Ich gehe und komme nie wieder.

Ich komme nicht rein.

Ich hätte gern, aber … lassen wir es.

Ich bin frei.

Mich ist irgendwie auch ein ich.

Ich bin allein.

Ich bin nicht allein allein.

Ich habe mir immer Mühe gegeben.

Ich lass es lieber.

Ich probiere es mal.

Ich gehe zu ihr.

„Ich, völlig umsonst und abzugeben“ weiterlesen

Holpriger Start

Ich habe einen tierischen Jetlag. Der diesjährige Jahreswechsel hatte es echt in sich. War 2020 bis zur letzten Sekunde so etwas von cremig, entwickelt sich 2021 gefühlt zu groben Sandpapier. Sag ich mal. Dabei ging es so gut los, beinahe poetisch:

Der Tag ist noch dunkel
ich gehe hinaus
allein
es schneit.
Es schneit nur für mich.

Eine Frage an die lieben Leser des weltberühmten Lichtbildprophet: Ich muss gerade Lockdown. Und was tun Sie so den ganzen Tag? Dieses COVID-19 hat einen systemischen Fehler in den kostenoptimierten Planungen des Menschen aufgedeckt, den man nun mit semidiktatorischen Massnahmen begegnet, aber keinen Gedanken daran verschwendet, ihn für die Zukunft weitestgehend auszuschliessen. Warum auch, der Mensch meint über der Natur zu stehen und alles wegspritzen zu können. So war es bisher und so wird es immer bleiben. Für jeden Stinkefinger der Natur hat der Mensch einen Impfstoff, auch wenn die Natur mit Mutationen den beidseitigen Mittelfinger zeigt. Auch die wird weggeimpft.

„Holpriger Start“ weiterlesen