Österreich ist sehr deutsch, nur eben ganz anders. Da ist der eigene, lebendige und diplomatisch höfliche Wortschatz, aber auch die starke kulturelle Identität und das bewußte Leben von Traditionenen.
Schlagwort: gedanken
Der Tod eines Weibchens
Der kleinste gemeinsame Nenner als Grundlage einer breiten Koalition aus der Mitte der Zivilgesellschaft ist die größte anzunehmende Katastrophe für die Demokratie. Die Brandmauer war eine interessante ideologische Idee, entpuppt sich als Einbahnstrasse, die in der Realität zum Brandbeschleuniger wird, wenn offensichtliche Probleme nicht konsequent gelöst werden. Interessant, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk einseitig eskaliert, um sein unabhängiges, qualitatives und vielfältiges Medienangebot seinen Pflichtbeitragszahlern bereitzustellen: Auf dem rechten Auge verdammt hellhörig, auf dem linken Auge völlig blind. Das Deutschland des Jahres 2026 ist nicht das Deutschland des Jahres 1933. Manch Menschen wird viel zu selten gesagt, dass sie einfach nur dumm sind. Wenn sie auf diese Aussage mit den Schlüsselworten Hassrede, Beleidigung, Drohung und Mobbing reagieren, dann sind sie wirklich nur dumm. Ein Kompromiss zur Güte: Macht Verblendung zu einer Kopfnote. Wahlkampf bedeutet, jeder schießt verbal gegen jeden und der Wähler ist mit seiner Wahl der Leidtragende. Die Wahl wird zu einer Last und spaltet statt endlich wieder zu einen. Alte Menschen sind Narren. Das Leben und die Erfahrung hat sie dazu gemacht. Limo ohne Zucker, aber mit wertvollen Ballaststoffen wie Maisfasern, Tapiokadextrin oder Akazienfasern und edlen Süssungsmittel. Zucker ist ein so wertvoller Zusatzstoff wie Wasser: Billig zu haben und großartig in der Wirkung, dass der Produzent damit richtig Kohle machen kann. Da ist es absolut richtig, darauf eine Steuer zu erheben. Damit der Zucker nicht einfach durch das Mastmittel Süßstoff ersetzt und weiter an der Preisschraube gedreht werden kann, sind Steuern auf Süßstoffe genauso richtig. Der Mensch braucht, unabhängig von seinem Geldbeutel, gesunde Lebensmittel. Zucker und Süßstoffe gehören nicht dazu. Wo ist also das Problem? Alles in eine bunte Blechdose gepackt, ordentlich an der Preisschraube gedreht und der Homo digitalis ist ruhig gestellt. Es war doch nur der Waschbär gemeint. Frau (singt): Freedom.
Unvoreingenommen
Perspektivwechsel bedeutet, ich ändere unvoreingenommen meinen Blickwinkel auf eine Fragestellung und suche aus dieser neuen Perspektive nach einer echten Lösung für das Problem.
Mein schönstes Ferienerlebnis
Die Perle und ich sind unterwegs. Berlin und die S-Bahn hat wieder eine Signalstörung. Die Fahrt zum Flugplatz übernimmt ein Taxi, was ein teurer Spaß wird. In Wien angekommen und wir fahren das erste Mal Bim. Zwei orthodoxe Juden besteigen die Tram und kein Mensch stört sich daran. Warum ist so etwas nicht in Berlin möglich? In der Hauptstadt, die so sexy und offen sein will, habe ich bisher nur einmal erlebt, dass ein Mann in der Tram eine Kippa trug.
Der weibliche Blick
Haben Frauen und Männer denselben respektive einen anderen Blick auf ein Sujet im Allgemeinen und in der Barfußfotografie* im Speziellen? Die Frage ist so richtig alt, weshalb es sinnlos ist, zu dem Thema überhaupt noch einen Gedanken zu verlieren. Fakt ist: Die Frage zielt auf den zur Zeit gehypten Konflikt Frau versus Mann ab. Die Frage ist im Kern faschistoid und suggeriert, dass die Gruppe Frau und die Gruppe Mann jeweils denselben Blick auf ein Sujet hat. Das ist Quark mit Soße. Oder Quatsch mit Soße. Und: Wenn ich in diesem Zusammenhang dem Aktfotografen einen sexualisierenden Blick auf den weiblichen Körper unterstelle, dann spreche ich die lesbische Aktfotografin par ordre du mufti davon frei?
*“Sieh da, sieh da, ein Nackedei, am ganzen Körper barfuß.“