PosaNeg und NegaPos

Es ist dieser Gedanke an eine Buchrezension, der mich wieder und wieder verfolgt.

Ich weiß nicht, um welches Buch es sich handelte. Mag sein, dass es sich um ein Schriftwerk von Thomas Maschke handelt. Der Kritiker bemängelte auf Amazon in Worten, dass der Autor sehr umfänglich auf den Negativprozess eingeht, wenig Ausführungen zum Positivprozess macht. Seine ‚Enttäuschung‘ zementierte er im Sterne-Abzug. Für mich ruft diese ‚Kritik‘ einschließlich den gestohlenen Sternen nur Kopfschütteln hervor. Denn der, der fehlendes Wissen bemängelt ist selbst ohne Wissen. Das Gute an dem Positiv-Negativ-Verfahren in Anlehnung an Talbot ist doch, dass ein und derselbe Prozess zweimal angewandt wird. Weiß ich wie der Negativprozess läuft, habe ich automatisch den Positivprozess. Ich muss mich als Autor und dem Standardvorgehen verpflichtet gar nicht über das Positiv auslassen.

In der Tat findet man in der Fachliteratur (ich meine Schriftwerke bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts) kaum bis keine Ausführungen zum Positivprozess. Zum einen bediente man sich anfänglich für Abzüge der ‚Edeldruckverfahren‘, zum anderen gab es keine besonderen Positiventwickler. Vielmehr ist zu lesen, dass man mit dem guten alten Rodinal auch Papierabzüge machen kann. Sag das mal heute in einer der Trutzburgen analoger Fotografie. Das Teeren, Federn und Vierteilen wäre eine milde Strafe für dich, du kleiner Rebell. Zumindest für den Westteil Deutschland. Wer sein Wissen aus alter ORWO-Literatur angehäuft hat, dem sollte diese effiziente Arbeitsweise nicht ganz unbekannt sein. Und sie hat nichts mit Materialmangel oder fehlendem Know how zu tun.

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337_2018

Gerahmtes Sextett eines Sommers

Gerahmtes Sextett eines Sommers – IV (Der andere Jahresrückblick)
Nr. 1660
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2018 Ronald Puhle a.k.a. Lichtbildprophet

Schon erstaunlich, für wie blöd und unreflektiert man mich zu halten scheint.

336_2018

Gerahmtes Sextett eines Sommers

Gerahmtes Sextett eines Sommers – III (Der andere Jahresrückblick)
Nr. 1659
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2018 Ronald Puhle a.k.a. Lichtbildprophet

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Fundstücke – Ein versuchter Ausweg

Ich bin auf der Suche nach einem Ausweg.

Ginge es nach meinem Inneren, ist ein gewisser Sättigungsgrad an Kreativität, Fotografie aber auch Enttäuschungen erreicht. Ich dachte, wer schon den Winke nach der Endlichkeit des Lebens gezeigt bekommen hat, der verzichtet auf das verlogene Pseudo-Gehabe und Scheininteresse. Nein, manch Zeitgenossen hat den Tritt gegen das Schienbein nicht verstanden. Irgendwo nervt diese Ignoranz, auch wenn es nicht direkt mein Leben ist: ‚Was soll ich machen, es war ja schon immer so. Und ich kann nicht allein sein!‘. Ich fühle mich arg in meiner Harmonie gestört, was sich zwangsläufig auf mein kreatives Handwerk auswirkt.

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