242_2019

Über den waghalsig Versuch, eine Brustwarze in Facebook einzuschmuggeln

Über den waghalsig Versuch, eine Brustwarze in Facebook einzuschmuggeln
Nr. 1954
Unikat: A4 ORWO Dokumentenpapier
(c) 2019 Ronald Puhle

Wegen seiner Bildungslücke muss sich der Gutmensch stets und ständig über angeblichen Sexismus aufregen.

Hätte er statt ‚Singen, Klatschen und Dummlabern‘ das Fach ‚Biologie‘ belegt, wären ihm die Unterschiede zwischen Frau und Mann bekannt und der Gutmensch wüßte, dass einige Dinge instinktgetrieben so ablaufen müssen. Die Sexualität und das Paarungsverhalten lassen sich nicht wegnörgeln, sie gehören zur Natur, sind eine wesensbezogene Tradition.

240_2019

Was es zu beweisen galt

Was es zu beweisen galt
Nr. 2140
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Ronald Puhle

Ich soll ein ‚Ticket machen‘, dort mein technisches Problem schildern und ich bekomme zu 100% eine Antwort!

Ticket machen?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Berliner Verkehtsbetriebe etwas dagegen haben, mache ich ein Ticket.
Des Weiteren brauche ich keine Antwort.
Mir wäre wichtig, das technische Problem wird gelöst.

Mich überfordert eure digitale Welt und Sprache.
Ich mag sie nicht.

223_2019

Zertrümmerin der Zertrümmerer

the erotic side of the photographic depressionism
Zertrümmerin der Zertrümmerer
Nr. 1749
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Ronald Puhle

Die Gefahr unserer Zeit liegt nicht in der Radikalisierung einer Minderheit, befeuert durch soziale Medien und der Verbreitung alternativer Fakten. Das gehört – auch wenn es nicht jedem gefällt – zur Demokratie dazu. Die Gefahr liegt in der schweigenden Masse, die ihren Protest gegen Gewalt und Lügen auf der Couch aussitzt.

Kurzurlaub

Der Spieltrieb geht mir durch!
Leider, denn statt das Sommerwetter zu nutzen und draußen mit der Kamera wild drauf los zu knipsen, verkrümle ich mich lieber ins Atelier. Ich mache das Negativ zum Träger des Positivs und umgekehrt, verschweiße mit Gelatine unsensibilisierten ORWO Lithfilm auf ausgemustertes Tintenstrahl-Druckerpapier. Neulich war ich auf einem alten Bauernhof, habe dort alte Glasscheiben adoptiert. Ich lerne Glasschneiden, um die Platten mit flüssiger Fotoemulsion zu beschichten. Kanten schleifen, ich will mir keinen häßlichen Splitter einfangen.

Was den ORWO FU5 angeht, so liefert der ‚Lith – Selen-Tonung und Bad im Farmerschen Abschwächer‘-Prozess schon visuell Beachtliches. Bezogen auf mein Gusto, was ja nunmal sehr masseninkompatibel ist. Dabei darf der Abschwächer schon etwas stärker sein, wodurch die Verweilzeit im Bad schon recht kurz ist. Doch durch die Intensität und wenig Bewegung entstehen Schlieren, die sich im Bildausdruck hervorragend niederschlagen.

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Unsensibilisiert

Mein Fotopapierlager quillt über, denn in den letzten Monaten habe ich altes ORWO Fotopapier, zum Schluss auch unsensibilisierten ORWO Fotofilm gehortet. Gern hätte ich mehr ORWO Dokumentenpapier angehäuft, aber das ist ziemlich rar. Mir gefällt dessen braune Note, wird es etwas länger belichtet und anschließend im Lith-Entwickler gebadet. Um mich nicht in Versuchung zu bringen, noch mehr ORWO Material zu bunkern, schließe ich kurzerhand meinen ebay-Konto. Es werden ein paar Tage vergehen, bis es gänzlich dem Nirvana des Internets übereignet ist. Dann hoffe ich aber Ruhe vor den nervigen Warnungen zur Sicherheit zu haben. Zusammen mit den modernen Fotopapieren ist soviel Positivmaterial da, dass es schein-ewig dauern wird, bis alles aufgebraucht ist.

Mir fällt der Schinken ‚Die Theoretischen Grundlagen der Photographischen Prozesse‘ von Hay in die Hände. Eigentlich bin ich auf der Suche nach Informationen zur Lippmann-Emulsion und ihren zahlreichen Varianten. Mich interessiert der unsensibilisierte Typ, weil ich gerade die Härte einer blauempfindlichen Emulsion mit Nanopartikel brauche. In dem Buch fällt mir auf, dass der Autor auf den Positivprozess eingeht. Nicht nur allein auf Silberhalogenid-Basis, es werden auch Verfahren behandelt, die heute ‚Edeldruck‘ sind. Beim Blättern und Lesen wandelt sich mein Wohlgefallen für alte Meister in Abneigung dem Werk gegenüber. Es hat etwas von Besserwissertum und Klugscheißerelite. Mutter kratzt in seinem Meisterwerk wenigstens an, dass es da noch andere Dinge gibt und lässt den Leser dann allein. Hay hat nur Perfektion, Perfektion und nochmals Perfektion in Schwarzweiß im Auge. LANGWEILIG!

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