Der Fotografische Depressionismus

Was ist der Fotografische Depressionismus?

Für uns Menschen braucht alles eine Schublade. Ich gebe sie euch: Was hier zu sehen ist, passt in keine eurer Schubladen. Also muss etwas Neugeschöpftes her. Es war bereits von einer ‚modernen‘ Form des ‚Pictorialismus‘ die Rede. Ich kann mich nicht allein auf gestreutes Licht, Unschärfe und fehlende Details reduzieren lassen. Ich bin am Gegen-Detail interessiert. Es geht um das Was neben euren Regeln. Was ich tue, nicht alles soll sofort ersehbar, dafür erdenkbar sein. Der Betrachter soll sich mühen wie ich mich gemüht habe, ein Bild so zu schaffen. Ich spiele ein analoges Versteckspiel in einer übermächtig digitalen Klarheit. Je weiter die Dinge unklar sind, umso mehr bedarf es meiner Fantasie, meiner geistigen Kreativität. Und sie ist es, die uns Menschen von den Maschinen und Programmen unterscheidet!

Das soll Fotografischer Depressionismus sein!

Und wer den den ‚Fotografischen Depressionismus‘ erfunden? Nicht die Schweizer, der Lichtbildprophet war’s!

Autor: makkerrony

Makkerrony ist ein Photoalchemist aus Berlin und der Macher des Magazin Lichtbildprophet, dem weltbekannten Blog für experimentelle Lichtbildkunst. Er gilt als der Begründer des Fotografischen Depressionismus und Erfinder der Lichtbildschreibmaschine. Seine Werke bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Unter echten Kennern der Szene gilt Makkerrony als der Farbige unter den Schwarzweißen.