Es benimmt sich ein Mensch zu seinen Lebzeiten wie ein Arsch. Später, nach seinem frühen Tod, wird daraus eine Kunstfigur gezimmert. Der Bub, er war so sensibel und depressiv, dass er soziale Gleitmittel zu sich nehmen mußte. Der Tag X, alles ist vorbei und eine Legende wird geboren. Heldenbegräbnis mit Ehrenmal und die Fans pilgern noch heute an die Stätte der letzten Ruhe. Ich frage mich: Ist der Kitsch aus Glas eine Wertschätzung oder die Strafe für einen Menschen, der nicht genug an seinem Ego gezweifelt hat? Wie sähe eine gebührende Ruhestätte aus, heute, wo die politische Korrektheit und der ökologische Fußabdruck die Qualität eines Menschen ausmacht?
Autor: Der Herr Makkerrony
Der "Herr Makkerrony", das ist Ronald Puhle aus Berlin und der Macher des weltbekannten und einzigartigen Magazins "Der Lichtbildprophet". Heute führt der ehemalige Laboringenieur das hektische Leben eines Rentners, das er persönlich sein "Phase3" nennt. Seit einem Vierteljahrhundert praktiziert der Herr Makkerrony die Fotografie und war ca. 15 Jahre als freier Autor für verschiedene Fotofachzeitschriften (z.B. fotoMagazin, Dipitalphoto, FotoPraxis und PhotoKlassik) tätig. Seine Arbeiten bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Nebenbei lenkt sich Makkerrony mit freier, abstrakter Malerei ab, liest gerne und ist ein begeisterter Hörer analoger Musik von der Schallplatte. In seinem Atelier Flackerlight ist jedes Modell willkommen, das sich von ihm auf besondere Weise fotografieren lassen möchte.
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