Ich, völlig umsonst und abzugeben

Ich glaube, ich habe ein paar Ich’s zu viel und ich würde sie gern kostenlos und absolut umsonst abgeben. Ich habe große Lagerräumung, alles zum sofort mitnehmen:

Ich!

Ich erzähl dir mal, was ich mit dir vorhabe.

Ich sag bescheid.

Ich entschuldige nichts mehr. Weil, es ist einfach zu viel, was ich entschuldigen soll. Und das Verständnis, was ich aufbringen soll. Es erdrückt mich.

Ich denke intensiv über mein Abgang nach und plane jedes Detail im Voraus. Zum Beispiel meine Abkündigung: Ich konzentriere mich wieder nur auf mich. Ich kann da auf viel Erfahrung zurückgreifen.

Ich hätte ja alles richtig gemacht, aber du hast mich nie gelassen.

„Ich würde“ ist kein Ja!

Ich denke drüber nach.

Ich hätte es ganz anders gemacht.

Ich will nicht mehr.

Ich kann nicht mehr!

Ich möchte nicht mehr!

Ich will, der Rest ist mir egal.

Ich habe viel geredet, doch leider nichts erreicht.

Ich erzähle dir viel von mir, damit ich dich von deinen eigenen Baustellen ablenke.

Ich komme.

Ich gehe.

Ich gehe und komme wieder.

Ich gehe und komme nie wieder.

Ich komme nicht rein.

Ich hätte gern, aber … lassen wir es.

Ich bin frei.

Mich ist irgendwie auch ein ich.

Ich bin allein.

Ich bin nicht allein allein.

Ich habe mir immer Mühe gegeben.

Ich lass es lieber.

Ich probiere es mal.

Ich gehe zu ihr.

Ich hatte nichts mit ihr.

Ich will dich nicht aufhalten.

Ich habe keine Ahnung.

Ich bitte um Verzeihung.

Ich mache die Tür hinter dir zu.

Ich gehe auf die Toilette.

Ich will dich.

Ich bin der einzig Normale hier.

Ich bin doof.

Ich habe ein Recht darauf.

Ich habe gewonnen.

Ich habe verloren.

Ich bin ein Versager.

Ich habe Angst.

Ich bin so bedeutungslos.

Ich kann nichts dafür.

Ich weiss alles.

Ich sei besser, obwohl ich nichts kann.

Ich habe das nicht gelernt.

Ich weiss auch nicht.

Ich bin wertlos.

Ich bin so bedeutungslos.

Ich weiss nicht mehr weiter.

Ich habe nichts dazugelernt.

Ich bin satt.

Ich bin pappsatt.

Ich bin noch nicht fertig.

Ich fang doch erst an.

Ich mag dich.

Ich hab dich lieb.

Ich liebe dich.

Ich liebe dich nicht mehr.

Ich sehe kein Ende.

Ich sehe ein Ende.

Ich schlafe noch.

Ich kann mich nicht entscheiden.

Ich muss mich entscheiden.

Ich schiebe die Dinge vor mich her.

Ich kann das nicht ändern.

Ich will das nicht ändern.

Ich muss mit der Konsequenz leben.

Ich bin neugierig.

Ich habe nicht den Mut dazu.

Ich bin Schuld.

Ich habe keine Schuld.

Ich war immer fair.

Ich bin offen für alles, nur nicht für das.

Ich habe nur Pech.

Ich habe kein Glück.

Ich habe Syndrom. Egal welches, Hauptsache Syndrom.

Ich fädle Perle der Enttäuschung an Perle der Enttäuschung. Was für eine schöne Kette der Desillusion.

Ich klage für sie an: Mich!

Ich esse Fleisch, weil ich im Biologieunterricht aufgepasst habe.

Ich rede, auch wenn ich nicht gefragt werde.

Ich habe immer etwas zu sagen.

Ich bin mal kurz Zigaretten holen. Aber du rauchst doch gar nicht. Egal.

Ich mache Schluss.

Ich bin dann mal weg.

Ich habe fertig.

Autor: Lichtbildprophet

Er ist kein Fotograf und doch malt er seine Bilder mit Licht, bringt sie in seiner Dunkelkammer eigenhändig zu Papier. Er ist kein Maler und doch zeichnet er seine Bilder mit Farben auf alles, was seine Imagination tragen kann.

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