KI – Ein erster Versuch

Der sogenannten Künstlichen Intelligenz bin ich ziemlich kritisch gegenüber eingestellt. Das hat viele Gründe und teilweise habe ich sie hier im ‚Der Lichtbildprophet‘ thematisiert. Es beginnt bei den zugrunde gelegten Daten, geht über den Ressourcen- und Energieverbrauch bis hin zu meiner Ansicht, dass sich der Mensch mit der KI selbst abschafft. Ich hoffe, dass die KI-Blase möglichst schnell platzt und Vernunft und Verstand im Gehirn des Menschen wieder einkehrt.

Bisher habe ich mit Text und KI im ‚Der Lichtbildprophet‘ gearbeitet. Dabei ging es in erster Linie darum, dass mir KI etwas über den genialen Makkerrony und seine einzigartige Bildkunst verrät. Die Ergebnisse konnten mich nicht überzeugen: KI widerspricht nicht und duldet keinen Widerspruch. KI macht mit seinen positiven Nutzererfahrungen süchtig. KI bügelt textuell alles glatt und hat keine Belege des eigenen Wissens.

Am freien Tag lausche ich der Musik auf Vinyl und X meldet, dass sich Grok bei mir meldet. Die KI bietet mir an, Bilder zu machen. Ich habe zwei Fotos auf meinem iPad gesichert und ich lasse Grok beide Fotos miteinander verschmelzen. Der Moralapostel in Grok meldet sich und redet von zu viel explizit und so weiter. Die KI soll noch einmal ran und sich nicht so haben, schließlich sind es meine Arbeiten und ich weiß, was ich tue:

Mein erstes KI-Bild, erstellt mit Grok AI

Für mich ist das Ergebnis zu glatt gebügelt. Korn, Störungen, Wasserflecken und entartende Entwicklungsprozesse, wenig ist davon im Bild zu sehen. Ich soll der Grok AI noch mehr Anweisungen geben. Das tue ich und erschrecke dabei, dass ich mit der App wie mit einem Menschen rede. Ich bin höflich und nett zu einer Maschine, die sich dafür bei mir bedankt. Jetzt, wo Grok und ich uns so lieb haben, soll die KI noch Störungen ins Bild zaubern:

Das zweite Bild, diesmal mit mehr Störungen

Mir kommt ein verwegener Gedanken: Grok AI soll zehn beliebige Bilder aus dem ‚Der Lichtbildprophet‘ nehmen und daraus ein Bild machen. Ich werde nach der URL gefragt und siehe da, kurzzeitig steigen die Impressionen des Blogs an. Das Ergebnis überrascht dahingehend, dass die Basis immer noch das zweite KI-Bild ist. Da war wohl meine Aufgabe an Grok nicht richtig formuliert. Ebenso überraschen mich die Gestalten, die Grok in das Bild rechnet. Was herauskommt, ist für den Moment schon beeindruckend, überzeugt mich nicht wirklich: Das ist nicht Makkerrony und ‚Der Lichtbildprophet‘ in KI-Gestalt:

Ende des ersten Einsatzes von KI, um ein Bild zu generieren

Schreit da wer Blasphemie? Von wegen menschgemacht: Der große Makkerrony arbeitet mit KI und dann noch der böse KI von X und Elon Musk. Shitstorm. Betrug. Ja, ich habe ein KI-Tool zum Generieren von Bildern genutzt. Das tue ich, um mitreden zu können. Ich kann nicht über KI und die von mir gesehenen Gefahren reden, wenn ich nicht selbst mit dem Werkzeug gearbeitet habe. Denn erst wenn ein paar Erfahrungen gesammelt sind, beteilige ich mich mit meinem Erfahrungs- und Erkenntnisstand an entsprechenden Diskussionen oder teile meine Meinung: Was Grok AI aus meiner Vorlage von zwei Analogfotos gemacht hat, ist eine Leistung. Dass sie in der Anmutung etwas völlig Neues für mich ist, das ist eine Überraschung. Wenn ich wieder einmal etwas Luft habe, werde ich weiter mit dem Tool spielen. Dafür bin ich einfach zu neugierig.

Autor: makkerrony

Makkerrony ist ein begnadeter Photoalchemist aus Berlin und der Macher des Magazins "Der Lichtbildprophet", dem weltbekannten und einzigartigen Blog für experimentelle Lichtbildkunst (auch Fotografie genannt). Er gilt als der Begründer des Fotografischen Depressionismus und Erfinder der Lichtbildschreibmaschine. Seine Werke bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Unter echten Kennern der Szene gilt Makkerrony deshalb als der Farbige unter den Schwarzweißen.

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