SMS, iPad und wenn Apple nicht will

Ich stehe kurz vorm Platzen:

Ein Smartphone ist in meiner Lebensführung mittlerweile überflüssig, reine Geld- und Zeitverschwendung. Anrufe kommen keine und wenn doch, dann immer total ungelegen. Oder die Anrufe sind auch Zeitverschwendung und absolut nutzlos. Ohne jeden Mehrwert für mich!

Fazit: Also habe ich meinen Vertrag bei Magenta und dem besten Netz gekündigt. In meinem iPad werkelt eine zweite SIM-Karte, separate Mobilfunknummer, reiner Datentarif. Solange das iPhone via seiner SIM-Karte pseudomäßig im Internet angebunden und aktiv ist, kann ich Dank Apple’s iMessage über das iPad SMS mit der iPhone-Rufnummer lesen und beantworten. Die Mobilfunknummer des Datentarifs kann ich nicht für SMS nutzen. Selbst (SMS)-Kundennachrichten von Magenta kommen nicht am iPad an. Das kenne ich von Android und dem ausrangierten Lenovo-Tablett etwas anders. Da war wenigstens der Empfang von SMS-Nachrichten des Mobilfunkproviders unter der Mobilfunknummer des Datentarifs möglich.

Meine Schlußfolgerung: Offensichtlich sperrt sich Apple gegen die Möglichkeit, klassische SMS auf Applet-Tablets zu empfangen oder gar zu senden. Mit der Mobilfunknummer des Datentarifs. Nur wer der angeknabberten Fake-Birne die Euronen in den Rachen schmeißt, zum iPhone ein iPad oder Mac dazu nimmt, der darf über das iPhone nebst Telefontarif auch auf den anderen Geräten die gute alte SMS nutzen. Das klingt technisch nicht logisch. Wenn es ums Geld scheffeln geht, dann wiederum schon.

Warum halte ich so an der SMS fest: Es beginnt bei SMS-TAN und endet bei der gesteigerten Sicherheit durch die Dreizehn-Faktor-Zwölfaugen-Identifizierung. Anders formuliert: Meine Rebellion gehen die Zeitverschwendung Smartphone, die unnötige Strahlenbelastung und Stromverschwendung scheitert wohl daran, dass du heute so ein verficktes Ding haben musst. Oder du bist raus aus dem Leben, dass die verblendete Masse lebt. Die hat ja auch nie Zeit, weil sie Smartphone und nutzlose Apps nutzt.

Ich betreibe Recherche, Google und Internet. An erster Stelle liegen Apple’s Supportseiten. Deren TOP-Favorit ist die Variante ‚Du musst iPhone haben, dann du können alte SMS senden damit über dein iPad‘. Fickt euch! Das ist nicht die Antwort auf meine Frage ‚Kann ich eine SMS mit meinem iPad + SIM Karte versenden?‘. Die klare Antwort von Apple müßte lauten: ‚Nein, das wollen wir nicht!‘. Danach dürfen mir die Brüder aus Cupertino gerne erklären, wie ich mit einem (zusätzlichen) iPhone von allen meinen Apple-Geräten und einem iCloud-Account auch SMS-Nachrichten verschicken kann. Die Idee ist ja toll, funktioniert auch sehr gut, aber ich möchte kein Smartphone mehr haben. Smartphone ist out, Lebenzeitverschwendung, wegen der permanenten Nackenverspannung gesundheitsgefährend und des abgewendeten Blicks halber total lebensgefährlich. Ich lebe in einer Großstadt, habe ‚Sauron‚ – mein Hodgkin-Lymphom – überlebt und will mich jetzt nicht mit dem Smartphone in der Hand von einem Auto oder rasenden Radfahrer überfahren lassen.

Ich hoffe auf einen tollen Hack dieser Web-Schwuli’s. Der Überschrift nach haben die halbwissenden Könner alle DIE Lösung für mich. Also klicke ich die gebotenen Links an, es lädt sich die Werbung, Video’s und was weiß ich noch alles. Dann die Ernüchterung: Entweder bekomme ich die Lösung geboten, die ich zuvor bei Apple und ohne das virale Drumherum bereits nachgelesen habe, oder der Inhalt stimmt überhaupt nicht mit der Überschrift/Schlagzeile der Seite überein. Selbst App-Lösungen erweisen sich als hinfällig – da App bereits weg – oder ich kann nur im Kreis der App-Nutzer kostenlos Nachrichten verschicken.

Ihr Edelnutten von arbeitsscheue Influencer und Freizeit-Blogger:

Whatsapp, Facebook Messanger, Skype und wie der ganze Rotz auch sonst noch heißt ist NICHT die Lösung meines Problems. Diese proprietären Lösungen verschicken keine klassische SMS. Die genannten Apps versenden Nachrichten, Text, Bild, Sprache und was weiß ich alles noch.

Eine SMS ist ein Kurznachrichtendienst, der in der Zeitachse der Telekommunikation zwischen Telefax und Internetwahn entstanden ist. Der war mal tierisch beliebt, weshalb der Versand einer SMS richtig teuer war. Gar manchmal teurer als ein einminütiges Schnellgespräch per Direkt-Drahtlosleitung zwischen zwei Mobilfunkteilnehmer war. Die armen Mobilfunker wußten, wie sie den Schreibsüchtigen das Geld aus der Tasche ziehen können. Dann kam das Internet auf das Handy, Whatsapp und die Flatrates, die keine Flatrates sind. Und so eine alte Form der Nachrichtenübermittlung möchte ich auf meinem iPad mit Datentarif haben. Keine Anrufe. Die nerven. Es gibt nichts mehr in meinem Leben, was wirklich so dringend und schnell geregelt werden muß. Doch mein Ansinnen, so scheint mir die Erkenntnis gekommen, das möchte oder kann Apple nicht. Oder Magenta – Das beste Netz darf es nicht. Keine Ahnung.

Mein Plan ist das Mobiltelefon abzuschaffen und daran wird sich nichts ändern.

Dann eben ohne SMS.

Nur wie reagiere ich auf die Versuche der social media-Plattformen, die zu meiner ‚Sicherheit‘ die Angabe einer Mobilfunknummer verlangen?

Einige Anbieter sind so penetrant rollig auf eine mobile Rufnummer, dass ich keine Abwahloption ‚Ich besitze kein Handy/Smartphone‘ habe. Was sind das für Vollhonks, die offensichtlich denken

‚Ich sein Mensch, ich musse haben Smartphone‘.

Mein Entschluss: Jetzt erst recht, denn es gibt auch ein Leben ohne so ein Ding:

Ich habe ein iPhone SE zu verschenken!

Ernst gemeinte Bewerbungen sind – neben einem veröffentlichungswürdigen Bewerbungsschreiben und Selfie-Nacktfoto – an eine der bekannten und genannten Kontaktdaten zu richten. Einsendeschluss ist, wenn ich es sage. Und wer gewonnen hat auch.

Autor: Lichtbildprophet

Er ist kein Fotograf und doch malt er seine Bilder mit Licht, bringt sie in seiner Dunkelkammer eigenhändig zu Papier. Er ist kein Maler und doch zeichnet er seine Bilder mit Farben auf alles, was seine Imagination tragen kann.

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