Sarah Phillips an Ronaldo Capybara: ‚Ich liebe deine Berührung.‘

Fällt dem geneigten Leser beim Konsum der nachfolgenden Spam-Mail etwas auf? Also wer eine halbwegs gute Kinderstube genossen hat und sein Tun und Handeln auch der gemeinen Gemeinschaft widmet, dem sollte das Ichverliebtsein der irren Schnecke sauer aufstoßen.

Ich, ich, ich … Egoisten aller Länder vereinigt euch!

Zitat Anfang
Hallo. Ich heiße Katrina. Ich bin 33 Jahre alt.
Ich lebe in Irland.
Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich gehe zu Konferenzen in verschiedenen Ländern.
Meine Arbeitsreise findet seit November statt.
Dies ist eine sehr interessante Arbeit, Durchführung von Seminaren, Erfahrungsaustausch.
Neue Leute kennen lernen.
Alles ist wunderbar und interessant. Es gibt jedoch negative Gründe. Ich hatte schon lange keinen Sex mehr.
Ich kann bei der Arbeit keine Beziehung beginnen. Ich möchte nicht schlecht über mich nachdenken.
Ich hatte lange darüber nachgedacht, eine Prostituierte wegen eines Mannes zu nehmen, aber ich hatte keine solche Erfahrung.
Das kann ich mir nicht leisten. Es ist banal. Und wie würde ich
in einer solchen Situation gesucht
Ich habe Ihre Adresse auf einer Dating-Site gefunden und beschloss, Ihnen zu schreiben.
Es klingt vielleicht vulgär, aber ich sehe keinen anderen Ausweg.
Natürlich kann ich eine Prostituierte bestellen, aber im Moment bin ich moralisch dazu nicht bereit.
Ich könnte dir Geld für Sex bezahlen. Aber ich verstehe das nicht.
Warum bezahlen, wenn beide Menschen Freude haben. Dies ist eine Frage an mich.
Ich stelle uns schon zusammen vor. Du bist ein großer Liebhaber. Ich möchte in Wirklichkeit bei dir sein.
Ich mag dich. Deshalb habe ich mich entschlossen, Ihnen zu schreiben.
Sie können zu mir kommen. Ich wohne nicht weit von dir
Sie werden sich nicht viel Mühe geben, um zum Zentrum zu gelangen.
Ich weiß nicht, wie Sie auf meinen Vorschlag reagieren werden.
Ich hoffe, dass Sie mich als Frau noch mehr wollen.
Ich schicke dir ein Foto. Ich hoffe du magst mich.
Ich habe eine Seite auf der Site gestartet. Gehen Sie zur Website für diesen Link
Verschieben Sie unser Meeting nicht lange.
Ich warte auf unser Treffen.

Zitat Ende

Für das oben gezeigte fotografische Machwerk zeichnet der Lichtbildprophet nicht verantwortlich. Das Zeugs wurde ihm unaufgefordert zugeschickt und wird nur zum dokumentarischen Zweck hier veröffentlicht!

Wolfgang an Lichtbildprophet: ‚Arbeitsanfrage‘

Besucher schickt das Internet!
Wie den wortkargen Wolfgang.

Ich bin ja absolut dagegen, alles und nichts gesetzlich zu regeln. Letztlich schaffen neue Regeln neue Grauzonen für Typen wie ‚Wolfgang‘, der auf Minimalkonversation spezialisiert ist. Ich täte mich ja kurz vorstellen, Name, Wohnort und warum ich meinem Schreibpartner auf den Zünder gehen möchte. So etwas müsste gesetzlich verpflichtend sein. Aber nein, der Homo digitalis haut ein paar Wortfetzen raus und der Bildungsbürger muss zusehen, was er damit anfängt, wie er damit zurechtkommt. In dienstlichen Belangen lasse ich mich gern so behandeln, werd ich dafür ja auch fürstlich und monatlich entlohnt. Doch im Privatsektor werde ich bei soviel Maulfaulheit zur Diva. Zicke. Zur hysterisch quiekenden Bodenvase. Wenn eine Übermutter ihrer Laibesfrucht kein Benehmen beigebogen hat, gibt das mir das Recht den Leidtragende einer verfehlte Erziehung abzulehnen.

Ja, die gute Schreibe ist in der Ära der Sprachnachricht totalst unkühl. Mal sehen wann WordPress eine entsprechende Funktion für Sprachklopse und Bildungsopfer in die Blogs bringt: Sprachkommentare! Es ist Zeit für eine weitere Revolution zur ausgiebigen Pflege der Bequemlichkeit.

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Degradiert

Sorry, aber ich komm da nicht mehr mit.

Mittlerweile habe ich es zur Kenntnis genommen, dass der Homo digitalis all den Unsinn glaubt, dem ihn das Internet zur Bestätigung seiner Meinung auftischt. Was dann noch bei Google ganz oben steht, das kann nur wahr und wahrer sein! Anders geht das doch gar nicht, sonst würde es ja nicht ganz oben auf dem Suchpodest stehen. Dem Irrglauben folgend, ist der Lichtbildprophet ein übermenschlicher Guru, der den Tag und die Nacht in seinem Atelier verbringt, die heißesten Bräute flach legt, scheiße Bilder macht und tierisch viel Blödsinn verbal absondert. Auf die Idee, es handelt sich nur um das wort- und bildgewaltige Blendwerk eines Normalo-Werktätigen, der die Wochenenden in sein Fablab flüchtet, auf die Idee kommt der bildungsbenachteiligte Internetnutzer natürlich nicht.

Ich werde angetwittert, ob ich nicht Sextoys testen und ‚positive Bewertungen‘ schreiben möchte.
Sextoys?
Ich!

Wie kommt der-, die- oder dasjenige dazu gerade mich anzusprechen? Wegen der barfüßigen Modelle, die ich ablichten darf? Es wäre nahe liegend, glaubt man Volkes Meinung, dass ein Fotoshooting mit erotischen Inhalten die pure Sexorgie ist, sich Fotograf und Model mehrfach im Laufe einer Fotosession wild verpaaren. Ich hege keinen Zweifel, dass einige Spitzenkönner ein erotisches Fotoshooting zum standesgemäßen Einreiten des Models missbrauchen, meiner Einer gehört aus Prinzip nicht dazu. Folglich werde ich die zu testenden und positiv zu bewertenden Erwachsenenspielzeuge weder privat noch bei einer Fotosession intensivst ausprobieren. Und der/die/das Spinner von Twitter wird blockiert. Ruhe ist.

„Degradiert“ weiterlesen

Mgarret an Lichtbildprophet: ‚Vor dem Treffen rufen Sie mich an‘

Zu Befehl Mgarret Margaret, anrufen!

Ähm, muss ich mir als Mann diesen Kommandoton einer unbekannten Nacht-Sexsüchtigen gefallen lassen? Also das ist doch bestimmt nicht politisch korrekt. Des Weiteren setzt dieses Weibsbild voraus, dass ich klug bin und ihre Hinweise verstehe. Ich habe nur Angst vor dem Monster, fühle mich total sexuell belästigt und in meiner Ehre als männliche Weichflöte verletzt. Auf der einen Seite kann das Luder so reflektiert auf die Bedürfnisse der armen Hotelangestellten eingehen, ich soll ihr aber auf der Stelle den Liebesdiener in der Badewanne mimen. Damit komm ich ja überhaupt nicht klar und muss erst einmal meinen Psychologen konsultieren und die Selbsthilfegruppe ‚Sexuell geschändete Männer‘ aufsuchen!

Zitat Anfang
Hallo! Ich heiße Margaret. Ich möchte einen Mann für eine Nacht kennenlernen. Aus persönlichen Gründen in Ihrer Stadt geblieben.
Dürfen wir uns abends treffen und zusammen essen? Ich werde in meinem Brief nicht viel sagen. Ich möchte Ihnen keine Unannehmlichkeiten bereiten.
Ich schreibe Ihnen im Hotel einen Brief von der Rezeption. Ich würde gerne in dem Brief reden. Leider möchte ich das Hotelpersonal nicht stören.
Daher habe ich mich auf der Website registriert. Dies ist eine Seite, auf der Menschen einen Partner für Nacht und Sex finden können. Dort können Sie meine offenen Fotos sehen. Ich habe ein paar Fotos gepostet, nachdem ich ein Bad genommen habe. Es gefällt dir.
Wenn Sie Lust haben, können wir zusammen ein Bad nehmen und vieles mehr. Ich würde gerne das Hotelzimmer zeigen, in dem ich wohne. Das Hotel hat so ein luxuriöses Badezimmer.
Ich denke, du bist ein kluger Mann und du verstehst meine Hinweise. Grüße, Margaret.

Zitat Ende

Best Online-Dating-Sex an Lichtbildprophet: ‚Willst du mit einem Mädchen ins Kino gehen?‘

Endlich verirrt sind wieder eine lässige Spam-Nachricht in meinen Postordner:

Ich bekomme in Ausländisch verfasst die nachfolgende Nachricht, soll mir von den vier Lutschluder und Blasehasen eines aussuchen, um mit einem Zaubermäuschen Vanilleeis lecken mit heißer Schokosauce im Bauchnabel zu spielen. Oder Nachos mit heißer Käsecreme und scharfe Soße von ihren Brustwarzen zu schlecken. Oder irgendetwas anderes perverses mit dem willigen Luder zu tun.

Es ist eine verdammt schwere Entscheidung auf das unmoralische Angebot von Administrator Stefanie Klinger einzugehen. Also ein Jahr freier Zugang ist ja schon verlockend, eines der vier Mäuschen kennenlernen und sabbernd zu vernaschen vielleicht auch. Doch vorher muss die Matratze erst einmal ein desinfizierendes Sagrotan-Bad mit Dan Klorix-Zusatz machen. Wer weiß, wer heute schon alles mit seinem Stachel in den versauten Nimmersatt’s herumgestochert hat.

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