Postialische Ummeldung

Ausmalen ist nicht Malen, geschweige denn Kunst. Solange sich Chapter 7 nicht ordentlich das Gesicht wäscht, kommt mir keine Musik von denen ins Haus. Tränenmeer. Abenteuer. Seltene Momente. Duft. Erinnerung. Flüchtige Begegnung. Betörend. Fieberhafte Hingabe. Klangwelt epischer Weite. Stille Melancholie. Mächtige cinematische Arrangements. Fragile wunderschöne Melodie. Tiefgründige textstarke Songs. Langsam entfalten. Lange nachhallen. Emotionales Panorama aus Hoffnung, Verlust, Nähe und Distanz. Innere Zustände. Sehnsucht. Rausch. Leises Zerbrechen klarer Gedanken. Intensiv fühlen statt hören. Ohne Depression fühle ich mich von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Wir haben ein Glücklichkeitsproblem. Ich schreibe und wehe dir, du kritisierst. Eine Hängebrücke für Hängebrüste. Ich hau ein kleines Würstchen auf den Grill und es macht mit mir, was es will. Die wehrhafte Demokratie und ihre Nerven liegen blank. Ein Tag hat mehr als 24 Stunden. Immer wenn wir zusammen lachen, stirbt ein Problem. Wie viele Seiten hat ein Heftpflaster und sind sie liniert oder kariert? Bin ich digital noch Jungfrau? Es erwächst sich die dualistische Dummheit in euren Köpfen: Illusionen wider der Natur trifft elende Wohlstandsverwahrlosung. Ich brauche eine Analyse, eine Sitzung nur ohne Couch. Das sind meine persönlichen Wutbilder über ostdeutsche Identität, über westdeutsche Gleichgültigkeit und darüber, dass ich mich ständig erklären muss, weil ich nicht Teil einer bedauernswerten depressiven Minderheit bin. Warum muss ich mich für das, was ich bin, entschuldigen? Warum werde ich für das, wie ich bin, beleidigt? Warum wollt ihr gleich und doch viel besser sein? Wie viele Beine hat ein Homo sapiens? Keine Ahnung, Hauptsache wir können lückenlos die Wunschidentitäten aufzählen. Schmal und lang. Niveaufrage: Halt’s Maul. Gender-Klimbim für Amateure und Stümper. Heißt es Milieu oder Müllieu? Was sind queerfeministische Kasperköppe Typ Arschwasser? Keine bösen Worte. Früher war ich engagiert, heute bin ich nur noch arrangiert-entmotiviert. Sandrine-Jonte, Förderschullehrerin. Mach dein Problem nicht zu meinem Problem. Es ist das Problem mit dem Denken: Man wird, selbst von sich, so oft getäuscht. Wenn du möchtest, dass ich dich verstehe, dann rede Deutsch mit mir. Ein ganz wichtiger investigativer Herausfinder. Phrasen und Parolen für die heimliche Elite. Der beste Job ist der des Friedhofswärters: Du bist unter Menschen und keiner spricht dich an. Der „Club der Roten Bänder“ hat nichts mit Krebs, seiner Behandlung und den wahren Problemen in dieser Zeit zu tun. Was ist eine adaptive Matratze? Jeden Tag eine neue Extrawurst. Es gibt Mensch, die sind heilig und moralisch absolut sattelfest. Heilige Scheiße.

Autor: Der Herr Makkerrony

Der "Herr Makkerrony", das ist Ronald Puhle aus Berlin und der Macher des weltbekannten und einzigartigen Magazins "Der Lichtbildprophet". Heute führt der ehemalige Laboringenieur das hektische Leben eines Rentners, das er persönlich sein "Phase3" nennt. Seit einem Vierteljahrhundert praktiziert der Herr Makkerrony die Fotografie und war ca. 15 Jahre als freier Autor für verschiedene Fotofachzeitschriften (z.B. fotoMagazin, Dipitalphoto, FotoPraxis und PhotoKlassik) tätig. Seine Arbeiten bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Nebenbei lenkt sich Makkerrony mit freier, abstrakter Malerei ab, liest gerne und ist ein begeisterter Hörer analoger Musik von der Schallplatte. In seinem Atelier Flackerlight ist jedes Modell willkommen, das sich von ihm auf besondere Weise fotografieren lassen möchte.

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