Jede Änderung an der Kameraeinstellung, eine andere Wahl des Aufzeichnungs- und/oder Ausgabemedium oder die Variation eines Prozessparameters zieht einen Ratenschwanz an Konsequenzen mit sich. Gerne empfehle dem Anfänger, sich ruhig der MuP, der Methodik des unbekümmerten Probieren hinzugeben um anschließend mit Hilfe der jeweiligen Prozessparameter die visuelle Wirkung zu analysieren. Auf diesem Weg lässt sich gerade im Umgang mit einer Kamera mehr Wissen aneignen als das Lesen didaktisch schlechter Bücher oder Blogbeiträge, die aus Unwissenheit oder eingeschränktem Aktionsradius besagten Rattenschwanz negieren.
Schlagwort: fotografie
Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (IV)
Es gibt unterschiedliche Wege sich dem Thema Bildgestaltung zu nähern. Die Regel besagt: Alle mehr oder minder klugen Weisheiten aufzählen und den Hilfesuchenden in sein Unglück stürzen lassen. Meine Erfahrung besagt, dass das Thema auf der einen Seite sehr vielschichtig ist, auf der anderen Seite die Lösung und vor allem das Verständnis in der Vergangenheit der Fotografie liegt.
Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (II)
Jeder Abschnitt ein verbaler Peitschenhieb, maximal sechs Stück an der Zahl, die in meinem Ordnungssystem 2 mal 3 ergeben. Der Wissende erinnert sich an ein paar Regeln, die auf dem Wechselspiel der beiden Zahlen beruhen. Was ich niederschreibe, soll nicht kommentiert werden dürfen. Ihr Narren redet schon genug, ich selbstverständlich auch! Es sind ganz meine Gedanken und darin hat niemand anderes etwas zu suchen. Ich bin alt genug und darf das. Noch!
Memento mori
Gedenke des Todes, gemahne mich der Vergänglichkeit! Nichts ist so beständig, dass es für ewig ist.
Erste Zeilen voller Pathos, ein Geschwulst an Worten des Bildungsbürgers. Der sensible Leser wird meinen, ich befände mich in einer Lebenskrise, bedarf zumindest seiner, wenn nicht sogar professioneller Hilfe. Dem Gleichgültigen, der vielleicht das eine oder andere öffentliche Traktat von mir gelesen hat, wird nicht umhinkommen, sich zur Äußerung hinreißen lassen, dass ich mal wieder übertreibe.
Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung *
* Der Bildungsfotograf schreibt Essays, die – Gott sei Dank – keiner wissenschaftlichen Methodik unterliegen müssen. Es stellt sich eine sonderbare Parallelität zu seinem technischen Halbwissen ein, auf der es sich – zumindest für das eigene Ego – intellektuell anspruchsvoll agieren lässt. Den Anfang meines verbalen Niveaulimbos macht ein Traktat loser wie auch wirrer Gedanken zur Bildgestaltung.