Arbeitskräftemangel

Angesichts der Arbeitslosenzahlen: Geht es dem Kapitalisten beim Import von Menschen nicht eher darum, billige Arbeitskräfte des Typs Sklaven 3.0 ins Land zu holen? Solch ein Handel mit importierten „hochqualifizierten“ Arbeitsmenschen sollte öffentlich, auf einem digitalen Sklavenmarkt, erfolgen.

Welch Emotion! Welch Emotion? – Georges Didi-Huberman

Das Schaffen von Bildern ist weniger ein technischer Vorgang (Malen, Fotografieren oder KI beschwören), vielmehr spielt der menschliche Geist des Erschaffenden und des Betrachters den Mittelpunkt des Bildwerdens. Reines Maschinengeknipse ist hochgradig langweilig und hat keine kommunikative Funktion. Erst mit einer, in dem Bild hinterlegten Absicht, entsteht die Verbindung zwischen zwei und mehr Menschen.

Didi-Huberman beleuchtet in seinem Vortrag, der als Buch erschienen ist, das weite Feld der Emotionen am Beispiel der Tränen. Er spannt dabei den weiten Bogen vom naiven Kindesgeschrei, über die Haltung großer Philosophen zu Emotionen bis hin zur eigenen Trauerarbeit und der damit verbundenen Erwartungshaltung anderer Trauernden im unmittelbaren Betroffenenkreis: Eigene Empfindungen ordnen sich anderen unter, es kommt zu einer Transformation der Emotionen.

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Live ’69 & ’73 – Led Zeppelin

Was ist das? Glaubt derjenige, der diese Pressung nebst Zugaben initiiert und zu verantworten hat, aus Scheiße Gold machen zu können, nur weil er vier Scheiben Vinyl in gemischt blau-weißen Kunststoff presst und Led Zeppelin drauf schreibt? Ich liebe Live-Mitschnitte, doch „Live ’69 & ’73“ lässt nichts unversucht, dass diese Liebe schockwelkt und für immer selbstzerstört. Ich soll vor der schallenden Ohrfeige meiner Kritik erst loben? Was denn bitte? Ich versuche es: Ein Viertel der Box ist vom Klangbild erträglich (positiv), der Rest ist reine Materialverschwendung (negativ).

Mein Kaufargument war der Titel „Babe I’m gonna leave you“, der aus Gründen viel zu selten zu hören ist und, nach meinem Dafürhalten, zu den besten Liedern Led Zeppelins gehört. Diese Freude wird mit der zweiten Scheibe der 4 LP-Box auf niederträchtige Weise erdrosselt. Die Tonqualität erinnert mich an Selbstversuche, mit Hilfe eines Mikrofons vor dem Lautsprecher des Schwarzweißfernsehers Musiksendungen aus dem Westen auf Kassette aufzuzeichnen. Was war das für ein Fiasko. Was ist „Live ’69 & ’73“ bloß für eine apokalyptische Katastrophe.

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Volkseigener Erfahrungswert

Meine erste Wohnung, eine Zweiraumwohnung in einem Pankower Hinterhof, hätte ich eigentlich nicht beziehen dürfen, weil sie im volkseigenen Sanierungsstau der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV im DDR-Sprech) gefangen war. So war das Balkönchen für Denjenigen ein potentielles Absturzrisiko, der sich zu weit über die Brüstung lehnt. Aus der Außenwand der Abstellkammer konnte ich Steine herausziehen und so einen freien Blick nach Außen erhaschen. Das gemeingefährliche Provisorium bewohnte ich mit meiner damaligen Verlobten und ersten Ehefrau an die zwei Jahre. Deshalb: Wohnungen zu vergesellschaften, böse Menschen sagen dazu enteignen, ist eine super Idee und schafft keine einzige neue, sichere und vor allem bezahlbare Wohnung.