Erster Störer des digitalen Friedens

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und frei von der eigenen Meinung:

Medien an.

Freiheit bedeutet auch, nicht Denken müssen.
Ein neues Prädikat.
Gehobener Trödel.
Ich muss mir einen Namen machen.
Gebt mir Ruhm.
Fame.
Ich weiss es nicht.

Herzlichen Glückwunsch: „Heute, 28. März 2024, haben wir Sie unter den Nutzern dieser App zufällig ausgewählt. Es dauert nur eine Minute und Sie könnten einen Preis gewinnen: Einen 750€ Kaufland Geschenkkarte! Wie jede Woche wählen wir 10 Benutzer aus, die nach dem Zufallsprinzip die Chance haben, tolle Preise zu gewinnen. Der heutige Preis ist ein 750€ Kaufland Geschenkkarte! Nur 10 glückliche Menschen werden die Gewinner sein, und Sie können einer von ihnen sein! Diese Umfrage dient nur zu statistischen Zwecken, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.“

„Erster Störer des digitalen Friedens“ weiterlesen

Drei Sieben

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und in genderfreier Routine:

Medien an.

Drei und Sieben haben 2023 der Null eine Sechs vorgesetzt. Drei Sieben Jahre war ich verheiratet und ein Satz hat die Ehe beendet. Es dauert zwei Jahre, bis ein Richterspruch den offiziellen Schlussstrich zieht. Zwei und Sechs sind jetzt die neuen Referenzzahlen. Ich darf die Eins nicht vergessen, denn den Anfang macht die Zwei und Eins im Jahre Zwei und Null. Es könnte die zweite – Ehe – für mich werden, wenn Berlins Behörden ihre Mühlen schneller mahlen lassen. Geduld. Ich habe gelernt Geduld haben zu müssen. Nicht Verständnis haben und zu entschuldigen. Nein, geduldiges Warten ist heute gefragt. Es wird gehetzt und sich ablenken lassen, das erfordert Geduld.

Obwohl ich 2023 wenige bis keine andere Modelle als die Lichtbildperle vor der Kamera hatte, schaffe ich im Atelier Flackerlight mehr Bilder als in den Coronajahren davor. Und das, obwohl Arbeiten vor Ort in der Hochschule wieder Alltag ist. Ich frage mich, wie das geht. Zur Zeit bin ich doch nur dabei, die bunten Streifen um Negativordner abzubauen, die unbelichtete Negative zu markieren.

Neben der Modelflaute ärgert mich die wenige Zeit, die ich fürs Klecksen aufbringe. Nur selten überkommt mich echter Tatendrang, Farbe zu benutzen. Es sind Gedanken da, nur das Zeitfenster nicht, ohne Druck Chaos oder ähnliches zu fabrizieren. Ursachenforschung. Heute ist vieles anders. Ein anderer Lieblingsmensch bringt Bewegung ins Leben. Es gab Neues aufzubauen, Zeit zu zweit zu verbringen. Alte Gedanken mussten begraben und neue Ideen entwickelt werden. Das kostet Kraft und Zeit. Da bleibt mein eigenes Ich dem Ich für die andere auf der Strecke. Ich habe es ja so gewollt.

Im Nachgang betrachtet stimmt mich 2023 grummelig. Der Alltag ist zurück und dieser Alltag hat es in sich: Gefühlt sind alle am tun, nur nicht das, was sie sollen. Mir klingeln Busenkumpels Worte in den Ohren, dass es nicht wieder die lange Phase des Schweigens zwischen uns geben darf. Die Realität zeigt, es wird beharrlich weiter geschwiegen. Es gibt eine Gratulationsnachricht zum Geburtstag, auf die Antwort einer Frage in der Rückantwort warte ich vergebens. Ein Einzelfall? Ich schalte ein Nebenprojekt ab, weil es den Nutzern nicht Wert ist, an mich einen Euro im Monat für das Hosting der Domain zu zahlen. Keine Reaktion, auch hier grenzenloses Schweigen. Dann sei es drum.

Jahresrückblickchen.
Kaum erwähnenswert.
Jammern auf hohem Niveau.

„Drei Sieben“ weiterlesen

Achtung: Heiligabend fällt dieses Jahr auf den 24. Dezember!

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und maximal apokalyptisch:

Medien an.

Panik.
Das ist so fies und phoby.
Das liegt alles an der Regierung.
Hamsterkäufe.
Arme Tiere.
Tierschützer.
Tierretter.
Aufgrund eines besonders hohen Bestellaufkommens.
Bitte um Geduld.
Ich habe auch Verständnis und dieses Jahr sogar noch Platz für Entschuldigungen.
Feiern wir den Untergang.
Feministisch schwullesbisch.
Hauptsache laut.
Energie sparen.
Dasselbe gleiche.
Warum soll oder muss ich mich rechtfertigen?
Was alles im Namen der Liebe geschieht.
Darf ich ich bleiben?
Spiel um eine schwangere Köchin?
Der ganze Input stört meinen Output.
Ich sehe mich unter einem Olivenbaum sitzen.
Signalstörung.
Sie atmet wie ich alt bin.
Nachhaltige Lehre.
Blitzeis.
Donnerschnee.
Polarwirbel.
Pullerstrudel.
Ich fühle mich gehetzt, was aber niemand interessiert.
Weihnachtsmann geklaut.
Body positivity.
Für mich ist Blau die perfekte Hautfarbe.
Lang leben die Schlümpfe!

„Achtung: Heiligabend fällt dieses Jahr auf den 24. Dezember!“ weiterlesen

Neujustierung

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und garantiert mitohne KI:

Medien an.

Bin ich mit der Gabe des Wissen gesegnet, dann ziehe ich es und ramme es dir in deinen hohlen Schädel hinein, Abermensch.

Suppenbohne.
Flickschuster.

Hallo mein Freund, du hast ein paar schöne Kunstwerke auf deinem Profil und sie haben meine Aufmerksamkeit erregt, ich möchte sie als NFT kaufen, hoffe, es macht dir nichts aus?

Ich möchte jedes Ihrer Kunstwerke für jeweils 20.000 £ für NFT kaufen, wenn Sie daran interessiert sind, sie mir zu verkaufen.

Wenn Sie daran interessiert sind, Ihre Kunstwerke an mich zu verkaufen, sende ich Ihnen die Website der NFT-Plattform. Sie müssen lediglich darauf klicken, Ihr eigenes NFT-Konto erstellen und Ihre Kunstwerke dann dort in das NFT-Konto hochladen, das Sie für mich erstellt haben um Ihr Kunstwerk als NFT kaufen zu können.

Klinische Sexologin.
Routine.
Nährstoffe.
AG1.

Hallo, gerne verkaufe ich dir meine Kunst, vorzugsweise in Euro. Aber das geht so: Sie überweisen das Geld auf mein Konto, gern auch per paypal Freunde & Familie, und ich lasse dir umgehend die einmaligen Originale zukommen. Eine andere Art des Verkaufs akzeptiere ich nicht. Meine Arbeiten sind analog und zum Anfassen. Fuck NFT, Bitcoin & Co.

„Neujustierung“ weiterlesen

Neustart in 7 Sekunden

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und garantiert mitohne KI:

Medien an.

Einladung.
Oh, man kennt mich.
Der Zuschläger Hitzehammer.

Amazon Kundenberatung durch scheinfachkundige Kunden: „Das Kabel hat keine Ohm. Es hat einen elektrischen Widerstand, der im Wesentlichen proportional zur Länge ist.“

Das Ohmmeter?
Ich lass es.
MINT ist eben nicht singen und klatschen.

Twitternachricht, unerwünscht: „Hallo! Ich sehe, du schätzt Nacktkunst. Ich habe eine Reihe von Videos auf meinem YouTube mit dem Titel „Magical Music Moments with Elia Green“, in denen ich nackt auf der Orgel improvisiere, mit durchsetzter Fotografie. Ich wollte einige der Videos erreichen und verlinken, es gibt eine Wiedergabeliste für alle auf meiner Seite. Alles Gute! Elia“

Nacktkunst.
Nackt orgeln.
Ich knipse selten nackt.
Das verscheucht mir ja die wenigen Modelle, die ich habe.
Ich mache Lichtbilder mit ohne Augen zu.

Nur weil ich Nacktkunst, heißt es noch lange nicht, dass ich ein Schwarzes Loch der Information bin und jeder darf sein verbales Häufchen in mein Postfach machen.

Elektronische Verbraucherinformation: „Guten Abend lichtbildprophet, es macht einen krank, seine eigene Stehkraft schwinden zu sehen und man nichts dagegen unternehmen konnte, wie es in anderen Zeiten normal war. Heutzutage ist das erfreulicherweise anders, denn Peinlichkeiten im Bett sind mit moderner Medizin easy und ausgezeichnet zu beheben und sind somit von gestern! Die vorzeitige Ejakulation wird durch die blauen Medikamente ausgeschlossen. Endlich wieder ein Sexleben auf das man sich freuen kann, ohne dauernd daran zu denken, dass Sie zu frueh kommen koennten. Absolut nicht zu glauben, dass man immer noch so viel dafuer bezahlen muss obwohl es bei uns, trotz gratis Versand direkt in den Briefkasten, viel billiger ist? Mit angenehmen Gruessen CEO Konrad Gutenberg“

Wenn es um eine Sexparty geht, sind die Grenzen das Wichtigste.
Die Trulla mit dem Puller.
Queere sexpositive Party.
Mann im Kleid.
Trans Frau, die feminin ist.
Sexualität als Norm.
Ich bin so positiv und der Rest der Welt nicht.
Mein Schwanz, mein Hirn.
Vegan-nachhaltig lesbisch-schwules Straßenfest.
Mindermengenrabatt.
Von einer Wiener Wurst entjungfert.
Rosettenalarm.
Toxische Männlichkeit.
Es muss ein Hupkonzert durch das Land gehen.
Morgennass.
Von der Seite quer ins Hirn geschissen.

„Neustart in 7 Sekunden“ weiterlesen