Polaroid Originals auf Glas liften?

Während der Arbeiten an meinen BetrachtSteinen entstand in mir die Idee, Glas statt Kacheln oder Fliesen als Träger zu verwenden. Wie gehabt arbeitete ich beim ersten Versuch mit handelsüblichen Bastelkleber als Haftvermittler. Das Liften und Aufziehen der Emulsion war eigentlich kein Problem, nur stand nach dem Trocknen die Emulsionsschicht so unter Spannung, dass das Bild riss und sich – ärgerlicherweise – vom Glas löste. Ich spielte mit dem Gedanken Milchglas als Träger zu verwenden. Oder zwei Scheiben zu verwenden, wobei eine Scheibe den Emulsionslift abdeckt. Auf glatten Hochglanzfliesen funktionierte der Emulsionslift auch nicht. Mit dem Ende der ‚Villa Schaf‘, dem fehlenden Upcycling-Material und meiner dazwischen gekommenen Krebstherapie war der Emulsionslift auf Glas erst einmal ad acta gelegt.

Durch die Arbeiten an der aktuellen Gruppenausstellung des Fotografischen Frühschoppen kam das Thema Emulsionslift wieder hoch. In unserem erlauchten Kreis wurde sogar versucht Glas zu verwenden, leider mit demselben frustrierenden Ergebnis. Leider? Ich müsste sagen zum Glück, denn damit wurde dieser Weg als so nicht gangbar bestätigt. Im großen Pool des Halbwissens Internet gibt es ein paar Lösungen, Influencer-like ohne konkrete Beschreibung oder mit reißerischer Headline, die sich im Text als Windei entpuppt. Eine Variante zeigt zum Beispiel Acrylglas als Träger, welches nicht mit (Fenster-)Glas zu vergleichen ist. Andere reale(?) Emulsionslifte auf Glas machen keine Angaben zur Haltbarkeit nach dem Trocknen. Im Wust der pseudowissenschaftlichen Maker-Legenden taucht dann auch noch der Fujifilm FP 100c auf, der nun überhaupt nicht mit dem ‚the impossible project/Polaroid Originals‘ vergleichbar ist.

„Polaroid Originals auf Glas liften?“ weiterlesen

Alice im Wunderland

Ich oute mich hier und heute als Fan von … Mist, ich habe seinen Namen vergessen!

Ich weiß, er hat bei ‚Alice im Wunderland‘ mitgespielt. Und bei diesen Piratenfilmen den Jack Sparrow oder so gemimt. Aber die Filmreihe gefällt mir nicht.

Ich meine Johnny Depp.

Dummerweise hat mir wieder die mangelhafte Merkfähigkeit des Ex-Chemobrain einen Strich durch die Rechnung gemacht, weshalb ich für einen Augenblick vergessen habe, welchen Charakterkopf ich gut finde. Als Schauspieler. Ich halte die Kombination Depp-Burton für ein sehr surreales, nahezu kongeniales Gespann der aktuellen Filmlandschaft. Es darf in unserer Zeit ruhig öfter diesen Mix aus Genie und Charakterwahnsinn geben. Bitte nichts übertrieben Tuntiges, wie Jack Sparrow. Das geht gar nicht. Nicht diese Ed Sheeran-Heuler oder Justin Bieber-Lutscher. Mann soll Mann und kein weichgespülter Schwuli sein, auch wenn es die Gutmensch-‚political correctness‘ so gerne sehen mag.

„Alice im Wunderland“ weiterlesen

Zu viele Warum’s für mein Kopf

Warum schneidest du deine Bilder unsauber, schief, nicht gerade? Warum die Entwicklung mit dem Pinsel? Warum spannst du den zu belichtenden Abzug nicht in einem Rahmen, dass das Papier sich nicht wölben kann? Warum nimmst du keinen frischen Entwickler? Warum zerstörst du deine Bilder? Warum achtest du nicht auf die Tonwerte? Warum machst du es nicht so und so? Warum sind da in deinem Blog Texte, die nichts mit Fotografie zu tun haben? Warum …?

„Zu viele Warum’s für mein Kopf“ weiterlesen

Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (VI)

Was macht Imperfektion für die Bildgestaltung, für die Gestaltung des Lebens insgesamt so bedeutend? Diese Frage stelle ich mir immer wieder, nicht so sehr in Sachen Kunst, vielmehr bezogen auf das Leben. Dazu muss man sich als Menschenfotograf nur das Beziehungswesen zwischen Frau – Frau, Mann – Mann und Frau – Mann ansehen. Nicht selten stelle ich mir die Frage: „Wie können die beide nur zusammensein? Liebe ist es nicht, was man da praktiziert!“

„Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (VI)“ weiterlesen

Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (V)

Jede Änderung an der Kameraeinstellung, eine andere Wahl des Aufzeichnungs- und/oder Ausgabemedium oder die Variation eines Prozessparameters zieht einen Ratenschwanz an Konsequenzen mit sich. Gerne empfehle dem Anfänger, sich ruhig der MuP, der Methodik des unbekümmerten Probieren hinzugeben um anschließend mit Hilfe der jeweiligen Prozessparameter die visuelle Wirkung zu analysieren. Auf diesem Weg lässt sich gerade im Umgang mit einer Kamera mehr Wissen aneignen als das Lesen didaktisch schlechter Bücher oder Blogbeiträge, die aus Unwissenheit oder eingeschränktem Aktionsradius besagten Rattenschwanz negieren.

„Zwei mal drei Traktat – Bildgestaltung (V)“ weiterlesen