Emilia an Ronaldo: ‚du kannst mich glücklich machen.‘

Ja was ist denn hier in der Hauptstadt los. Die schärfsten Bräute sind alle hier, die Schwester ist auf der Flucht, nun wollen die Matratzen für mich den Broiler machen und ich soll sie beglücken. Und damit mein altes lüsternes Männerherz so richtig weich geklopft wird, mir jeglicher Verstand abhanden kommt und ich nur noch mit meinem Schwanz denke, zeigt mir diese Emilia den hässlichen Mückenstich an ihrer Lustgrotte. Vagina. Möse. Fotze. Muschi. Ich hoffe jetzt weiß jeder, was ich mit meiner poetischen Umschreibung ihres Schwarzen Loches meine. Doch allein ihre Ansprache auf eine sexuell übertragbare Krankheit törnt mich total ab. Das ist wie beim dirty talk den Wunsch nach einem Tiernamen zu äußern und als Antwort Ameise zu erhalten.

Ein Eimer Sagrotan für die Grundreinigung der zeigefreudigen Dame bitte!

Zitat Anfang
Hallo. Ich bin in deine Stadt gekommen, um meine Schwester zu besuchen.
Leider machte meine Schwester eine dringende Geschäftsreise.
Ich bin seit mehreren Tagen allein in der Wohnung meiner Schwester.
Ich bin sehr einsam, ich habe nichts zu tun. Ich verbringe jede Nacht in einem kalten Bett.
wenn du Freizeit hast. Wir können uns treffen. Du zeigst mir deine Stadt.
Aus Einsamkeit habe ich mich für eine Seite für Erwachsene angemeldet.
Selbst es gibt keinen Mann, mit dem man über ernste Dinge sprechen kann.
Sie können sich auch registrieren. Wir könnten uns über das Internet unterhalten.
in der Hoffnung, dass Sie keine sexuell übertragbare Krankheit haben. Wir können leidenschaftlich einige Tage verbringen.
Ich schreibe dir aus der Post meiner Schwester. Es wird besser sein, wenn wir auf der Website sprechen.
Ich möchte nicht, dass meine Schwester von meinen sexuellen Trieben erfährt.
gehe durch Registrierung, finde mein Profil. Alsixxxdeli
Ich vermisse, ich träume von unserem bevorstehenden Treffen. meine leidenschaftlichen Küsse, bisher nur im Brief.

Zitat Ende

Emilia zeigt mir ihre glatt rasierte Pussy

Für das oben gezeigte Machwerk zeichnet Ronaldo Capybara nicht verantwortlich. Das Zeug wurde ihm unaufgefordert zugeschickt und wird nur zum dokumentarischen Zweck hier veröffentlicht!

Johanna an Ronaldo: ‚Warten auf eine baldige Antwort.‘

Oh Mensch, dass tut mich aber jetzt für das Johännchen ein bisschen Leid tun. Gerade heute habe ich ein Schweigegelübde abgelegt und werd erst einmal nichts sagen. Ein bisschen reden sollten wir schon vorher. Ich bin kein Mann für eine Nacht und gleich am ersten Abend gemeinsam die Matratze zerknüllen ist auch nicht so mein Ding. Außerdem mag ich es nicht, dass die Schwester da mit involviert ist. Nachher ist die genauso scharf auf mich und ich komme überhaupt nicht zur Ruhe. Ich bin so häßlich, ich muss meinen Schönheitsschlaf halten und kann nicht die ganze Nacht durchficken. Dabei stehe ich so auf nackte Frauen, die nicht alles zeigen und wenigstens eine Brille tragen …

Zitat Anfang
Guten Tag, mein lieber, sanfter Freund !!!
Ich habe eine Arbeitsreise in Ihrem Land. Ich bin vorgestern angekommen.
Dies ist ein neuer Ort für mich. Es gibt überhaupt keine Freunde. Es ist langweilig.
Ich hätte gerne ein persönliches Treffen mit Ihnen. Wir könnten abends Spaß haben.
Dies ist nicht meine E-Mail. Dies wird per E-Mail an meine Schwester gesendet. Schreiben Sie nicht das Gericht. Meine Schwester kann Ihren Brief löschen und es mir nicht sagen.
Ich habe eine Website für Erwachsene gefunden, auf der ich mich registriert habe.
Ich denke, wir können dort Kontakt aufnehmen. Sie müssen nur die Registrierung durchlaufen.
Gehen Sie die Registrierung durch, ich warte mit viel Geduld auf Sie.

Zitat Ende

Selfie von der nackten Johanna

Für das oben gezeigte Machwerk zeichnet Ronaldo Capybara nicht verantwortlich. Das Zeug wurde ihm unaufgefordert zugeschickt und wird nur zum dokumentarischen Zweck hier veröffentlicht!

049_2020

Offenlegung

the erotic side of the photographic depressionism
Offenlegung
Nr. 2428
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Der Homo digitalis und seine Neulandbürger leiden an der SMWT, der Soziale Medien Wahrnehmungstrübung.
Die Symptome sind:
Nimm einen oder zwei Mensch und ihre ‚Meinung‘, er redet von die.
Nimm drei und mehr Mensch und ihre ‚Meinung‘, er redet von alle!

Lichtbildpoet reaktiviert?!

Machomodus an!

Ich sehe mich ja schon zu Höherem berufen. Bin kein weichgespülter Typ wie all diejenigen, die heute so als ‚Mann‘ rangezogen werden. Deshalb käme ich auch nie auf den Gedanken, mich Lichtbildpoet zu nennen. Der Alias ist doch was für Weichflöten, Warmduscher und Frauenversteher. Der Alias Lichtbildpoet fiel mir zu, weil jemand den Lichtbildprophet nicht richtig gelesen hat. So entstehen Legenden, so funktioniert Leben: Ein Zahnrädchen ist nicht in der Spur, nimmt seine Rolle nicht richtig wahr und schon werde ich verbal zur heulenden Pussy degradiert.

Machomodus aus!

In der Tat entstand dieser weitere Alias für mich aus dem Flüchtigkeitsfehlers eines Besuchers. Lichtbildpoet war domaintechnisch nicht besetzt, also adoptierte ich den Begriff. Für eine Weile ruhte der See (die Domain) still vor sich hin, bis ich den Lichtbildpoet mit meinen Aktivitäten rund um uralte Negative verband: Ich interpretiere vom Negativ Momente unbekannter Fotografen nach meinem Gusto. Hauptsächlich verwende ich alte Glasnegative, später kommt altes Filmmaterial dazu.

Dieses Projekt Lichtbildpoet war für mich der Versuch einer Motivation. Nach dem Ende der Chemotherapie und dem beruflichen Wiedereinstieg lief alles andere nur schleppend an. Ich erinnere mich an ein Geschenk alter Glasnegative. Das war bereits Jahre her. Jetzt kam eine große Einkaufstasche mit altem ORWO-Fotopapier geschenkt dazu. Darin waren auch Papiergrößen, die ich sonst nie nutzen würde. 9 x 12 cm Glasnegative und das passende Fotopapier: Ich fertige Kontaktkopien auf abgelaufenem ORWO-Fotopapier an. Lithentwicklung. Nach und nach erweitere ich meinen Bestand um Negative weiterer unbekannter Fotografen. Es ist so spannend den vergangenen Momenten anderer ein neues Bild zu geben und ausgemustertes Fotopapier, Jahrzehnte alt, doch noch verwenden zu können. Ich könnte der Erfinder der Nachhaltigkeit sein.

Irgendwann wuchs der Wunsch in mir, zumindest die 9 x 12 cm Glasnegative auf größeres Papier zu ziehen. Also kaufe ich eine 9 x 12 cm-Plattenkamera und baue diese zum DIY-Vergrößerer 13 x 18 cm um. Was ich weiss aber noch nicht ernsthaft in Betracht ziehe: Die alten Fotos auf Glasnegative sind nur für Kontaktkopien gemacht. Zwar gibt es zur damaligen Zeit des Entstehens der Aufnahmen auch ‚Vergrößerungen‘, doch sie gehen nicht über den Faktor 1,5 hinaus. In der Kontaktkopie wirken alte Glasnegative knackig scharf, in der Vergrößerung jedoch butterweich. Und so gebe ich recht schnell die Vergrößerung der alten Aufnahmen wieder auf, verwende das Charakterschwein in Gestalt des Selbstbau-Vergrößerers für meine eigenen Kleinbildaufnahmen. Außerdem steigere ich die Abzugsgröße von 13 x 18 cm auf 18 x 24 cm. Der Lichtbildpoet als Motivationsinitialzündung zündet und ich taufe diese meine imperfekte ‚Handschrift‘ als den Photographischen Depressionismus.

Seit Mitte 2018 liegt das Projekt Lichtbildpoet brach. Ab dem Moment sehe ich keinen Grund, fremdes Negativmaterial zu Bildern zu machen. Es ist spannend, aber auch mühsam. Die alten Glasnegative müssen einzeln durchgesehen werden und vertragen mal eine Reinigung. Ursprünglich wollte ich eine kleine Ausstellung mit den ‚Fundstücken‘ machen, doch ich komme irgendwie davon ab.

Eine liebe Freundin bekundet vor Kurzem Interesse an den alten Glasnegativen. Wir kommen sogar kurz dazu ein paar Kontaktkopien anzufertigen. Ja, das Thema Fundstücke und Lichtbildpoet bleibt spannend für mich, andere Dinge sind für den Moment und mich viel aufregender. Dazu gesellt sich auch das aktuelle Unwesen um den Verkauf alter Originalnegative. In der Bucht werden für 0815-Motive Mondpreise verlangt. Einzelstück. Was da als Akt deklariert wird, sind posende Frauen in Winterkleidung. Dann kennen die Profi-Verkäufer den Unterschied zwischen Negativ und Positiv (Dia) nicht. Dazu kommt abfotografiertes Bildmaterial, Billig-Reproduktionen und liebloses Standardgepose. Eben die ganze Welt der großen Könner.

Lasse ich den Lichtbildpoet wie Phönix aus der Asche auferstehen? Nein, es ist ein kurzes Aufflammen. Für mehr wird es nicht reichen. Ende letzten Jahres habe ich einen Teil des alten Fremd-Filmmaterial entsorgt. Wenn ich Lichtbildpoet spiele und die Fundstücke zu Bildern mache, dann bitte nur im Sujet Menschenfotografie. Alles andere ist für mich nicht von Interesse. Wenn ich wieder in ein Motivationsloch getapst bin, dann hole ich die Filmstreifen raus, lege sie in meinen Selbstbau-Vergrößerer und ziehe davon ab. Es werden auch ein paar neuere Aufnahmen dabei sein, Nimmersatt-Posing bis plumper Amateurpornografie im Stil der ‚Das Heimliche Auge‘-Jahrbuchreihe. Die Glasplatten sind irgendwie später vielleicht mal dran. Vielleicht.

048_2020

Erkenntnis zu einer Verkettung

the erotic side of the photographic depressionism
Erkenntnis zu einer Verkettung
Nr. 2422
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2020 Ronald Puhle

Ich bin gebeten worden Deutschland in einem Satz zu beschreiben:
‚Der Staubsauger muss getüvt werden, weshalb wir nicht saubermachen können.‘