Beef

Nein, ich bin nicht unter die Hüpf-Hopfer mit elendig zu weiten Hosen gegangen und/oder eigne mir den Slang einer sprachoptimiert-sparsamen Generation an. Genauso wenig möchte ich diese Mundmische in die glorreiche Welt der Fotografie portieren und die großen Meister des schlechten Auges dissen. Andererseits täte es mir schon gefallen, regelmäßig den “Klops des Monats” und den “Goldenen Brühwürfel des Jahres” zu verleihen; samtweich gespülte Modelle und ihre schleimig-zuckersüße Analpenetration mit eingeschlossen.

Beef ist einfach nur der Name einer Fotoserie, so jedenfalls die offizielle Version. Ich muss sagen war der Name einer Fotoserie, deren eigentliche Motivation ich vergessen habe.

Alle hinter MIR her: Die Erste Mai-Einsame Weibchen Parade!

Da ist man mal ein paar Wochen in seinem ‚Hierher dürfen mir alle elektronische Nachrichten schicken‘-Account angemeldet und schon stapeln sich jene willigen russischen Bitches, die mich unbedingt ehelichen wollen. Beim Lesen der Verkupplungs-Traueranzeigen beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Würde ich einen Teil der in Ausländisch verfassten Liebesbriefe nicht dem Google Wortakrobaten zur Übersetzung geben, fühlen sich die Liebesletter mit den Augen gefühlt gleich an. Sind etwa diese schmalzigen Abhandlungen mit überwiegend japanischer E-Mailadresse gar nicht echt? Das wär ja schade, *hust!

Ich vergass: Ein neues, beinahe unanständiges Jobangebot auf US-Dollar-Basis hat man mir auch geschickt!

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Zwiegespräch mit einer Vegetarierin

Wir sind verabredet. Es hat Monate gedauert, bis jeder in seinem Terminkalender einen freien Platz fand, der zum anderen passte. Alle fünf Minuten schaue ich auf das iPhone-Display: Keine Absage in letzter Minuten!Wie es sich gehört, bin ich ein paar Minuten früher am verabredeten Ort. Im Kontrastprogramm lässt sich die junge Frau Zeit. Sie zelebriert ihr Erscheinen und macht den Fußweg zum Laufsteg. Das lange blonde Haar weht im Wind. Eine Kopfbewegung, ein gekonnter Handgriff durch das Haar und die lockige Mähne wird in die Position gebracht, die sie haben möchte.

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Der gutschlecht-Web-Award

Ich weiß gerad nichts so richtig mit mir anzufangen. Ja, es kommt so etwas wie Langeweile in mir auf. Eigentlich könnte ich euphorisch sein: Die letzten Blutwerte waren TOP in Ordnung und ich muss mich erst Ende des Jahres zum PET/CT melden. Die nächsten Monate also keine Gedanken um Arzttermine, Untersuchungen und mögliche Negativbotschaften. Die Welt könnte so schön sein, wäre da nicht der Quasi Rest der Welt!

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Gedanken – Ein fiktives Interview (Eine Dekade später)

Fast zehn Jahre ist es her, dass ich ein fiktives Interview mit mir geführt habe. Eigentlich war es – für mich – im Geist verschollen. Doch das Internet vergisst nicht und so gelang es mir das Interview zu rekonstruieren. Auslöser dieser Nostalgiehandlung war eine groß angelegte Aufräumaktion, bei der mir ein Interview mit macnews.de in die Hände fiel. In ihm bezieht sich der Redakteur auf mein fiktives Interview. Zehn Jahre später, wie ging es weiter mit mir und was würde ich heute sagen? Viel Spaß beim Lesen …

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