Manchmal könnte ich …

… einfach nur ausfallend werden.

Ich werde um Etwas gebeten, ohne Bitte versteht sich. Depp wie ich bin, möchte ich Gutmensch sein und sichere meine Unterstützung – auch ohne Bitte – zu. Dann folgt schweigen. Wochenlang. Ich, der ohne Bitte eigentlich liefern sollte, frage vorsichtig nach. Es kommt eine blöde Erklärung, ein Vorschlag und dann ist wieder Schweigen im Wald.

Ich werde um Geld gebeten, gebe es gerne. Ausnahmsweise mit Bitte und Danke. Ich hätte wahrscheinlich darauf hinweisen müssen, dass ich es auch gerne zurückhaben möchte. Stattdessen wird mir vorgeschwärmt, wie man die vielfache Menge des geliehenen Geldes für zahlreich nutzlose Dinge ausgeben möchte. Ich schüttle innerlich nur den Kopf.

Ich werde … und zu alldem könnte ich sagen:

Fickt euch!
Leckt mich, gern auch kreuzweise!

Nehmt, nehmt, nehmt!
Ohne fragen, ohne bitten!
Seit laut, jammert rum, ich höre euch zu!
Gerne schraube ich meine Ansprüche für euch zurück!
Darum:

Fickt euch!
Leckt mich, gern auch kreuzweise!

Aber ich tue das nicht. ‚Ich bleib mal ganz locker, Alter!‘
Ich hätte gern? Quatsch, keine Zeit, soooo viel zu tun, geht ja grad gar nicht!
Was soll es, dass ich mich aufrege.
Das Leben wird die Sache für mich richten.
Das Leben quittiert das Arschloch in euch, da bin ich mir absolut sicher!

Autor: Der Herr Makkerrony

Der "Herr Makkerrony", das ist Ronald Puhle aus Berlin und der Macher des weltbekannten und einzigartigen Magazins "Der Lichtbildprophet". Heute führt der ehemalige Laboringenieur das hektische Leben eines Rentners, das er persönlich sein "Phase3" nennt. Seit einem Vierteljahrhundert praktiziert der Herr Makkerrony die Fotografie und war ca. 15 Jahre als freier Autor für verschiedene Fotofachzeitschriften (z.B. fotoMagazin, Dipitalphoto, FotoPraxis und PhotoKlassik) tätig. Seine Arbeiten bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Nebenbei lenkt sich Makkerrony mit freier, abstrakter Malerei ab, liest gerne und ist ein begeisterter Hörer analoger Musik von der Schallplatte. In seinem Atelier Flackerlight ist jedes Modell willkommen, das sich von ihm auf besondere Weise fotografieren lassen möchte.