Sendepause

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu und ab jetzt im Urlaubsmodus:

Medien an.

Es ist wieder Zeit für einen Jahreswechsel und das bedeutet, ganz in guter alter heterosexueller Tradition: Makkerrony öffnet sein Archiv und stellt die nächsten beiden Wochen digitale Arbeiten aus. Diesmal sind es Arbeiten aus der fotografischen Anfangszeit des weltberühmten Makkerrony. Die Aufnahmen sind an die zwanzig Jahre alt. Was wohl aus den drei Modellen von damals geworden ist? Makkerrony und wir, die schizophrene Ein-Mann-Redaktion des mehrfach prämierten Lichtbildprophet, wünscht einen besinnlichen und feministisch-gewaltfreien Jahreswechsel.

Alter Kram.
Digitales Teufelszeug.
Das Singen und Klatschen-Event Sex.
Gibt es feministische Blaskapellen?
Ich rieche nur noch Gras.
Wir haben deine Antworten erhalten N-20873.
Eine samige Bescherung.
Amt für geistloses Eigentum.
Gefährlicher Gender Gap in der Medizin.
Frauen sind anders krank.
Männer sind kränker als Frauen.
Klugscheißer und Shitstormer sind kranke Menschen.
Beweg deinen Arsch.

Argumente für das Warum:
45 Jahre Vollzeit arbeiten sind genug.
10 Jahre Vollzeit nach der Krebserkrankung sind genug.
Ich möchte das Tempo meines Lebens fortan selbst bestimmen.
Ich möchte fortan Dinge tun, für die bisher zu wenig Zeit war.
Ich möchte nicht mehr über Grundregeln des menschlichen Miteinanders diskutieren.
Ich möchte nicht mehr über wissenschaftlichen Unsinn diskutieren.
Ich möchte nicht mehr eure Probleme zu meinem Problem machen lassen.
Ich möchte nicht mehr wegen meiner Hautfarbe und meinem Anspruch, um die Details in allgemeinen technischen Lösungen zu wissen, per se als Rassist und „In den Wegsteller“ bezeichnet werden.

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Aus drei wird eins

Auf ein weiteres Wort zum Sonntag, jeden Samstag neu, frei von (a)sozialen Medien und die reinste Ostereierei:

Medien an.

Alltag.
Und ich dachte.
Priesterseminar.
Jasmin Schatzi von Hartz und Laut.
Quietsch.
Salami.
Das Leben ist eine Anhäufung verpasster Gelegenheiten.
Langnese.
Kurze Nase.
Ostersommer.
Das Sammelbuch der schönsten Ausreden: Hartz und herzlich.
Der Glatteis.
Funktionale Wohngemeinschaft.
Geschlecht Mensch.

Fick dich, Amazon! Es entspricht nicht meinem Wunsch, das Passwort irgendwie zu ändern. Du elender Haufen Hühnerficker hast mich dazu gezwungen: „Danke, dass du Amazon.de besucht hast! Deinem Wunsch entsprechend, haben wir dein Passwort erfolgreich zurückgesetzt.“

Arschfotzen.
Vom Fehler zur Katastrophe.
Liebe ohne Leiden.
Tage geniessen statt Wochen planen.
Leben ohne Konsequenzen mit Konsequenzen.
Ich möchte das eine verstehen.
Wissen, aber nicht wahrhaben wollen.

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Ab in den Urlaub, oder auch nicht

‚Ich wünsche dir einen schönen Urlaub. Und wo geht’s hin? Fährst du weg?‘

Warum muss man im Urlaub immer wegfahren? Also ich habe das Gefühl, dass es gar nicht anders geht als Urlaub und wegfahren. Warum? Ist der Deutsche so reisegeil? Muss er, nach den gescheiterten Großmachtfantasien, unbedingt die Welt für sich erobern? Wie ein räudiger Rüde Stamm für Stamm das Bein heben? Natürlich würde ich auch gern auf Tour gehen. Erst Neuseeland, dann Japan. Doch das ganze Programm in nicht einmal drei Wochen? Ich möchte keine Entdeckungsreise im Schnelldurchlauf. Es soll Zeit sein, Land und Leute zu entdecken. Mit der Kamera versteht sich.

Nein, ich fahre nicht weg. Die Herren Doktoren haben geladen, meine Rentner wollen bespaßt werden und, das ist am Wichtigsten, ich möchte meiner Fatigue nach Herzenslust frönen. Zugegeben, es wird wohl mindestens eine Woche dauern bis ich so runtergefahren bin, dass das Ermüdungssyndrom als Folge der Chemo-Therapie vollends zuschlagen kann. Ich möchte mich die nächsten Tage nicht jeden Morgen kräftigst in den Hintern treten, an die leidige Pflichterfüllung und Erwartungshaltung meiner Mitmenschen denken müssen.

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