Meine erste Wohnung, eine Zweiraumwohnung in einem Pankower Hinterhof, hätte ich eigentlich nicht beziehen dürfen, weil sie im volkseigenen Sanierungsstau der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV im DDR-Sprech) gefangen war. So war das Balkönchen für Denjenigen ein potentielles Absturzrisiko, der sich zu weit über die Brüstung lehnt. Aus der Außenwand der Abstellkammer konnte ich Steine herausziehen und so einen freien Blick nach Außen erhaschen. Das gemeingefährliche Provisorium bewohnte ich mit meiner damaligen Verlobten und ersten Ehefrau an die zwei Jahre. Deshalb: Wohnungen zu vergesellschaften, böse Menschen sagen dazu enteignen, ist eine super Idee und schafft keine einzige neue, sichere und vor allem bezahlbare Wohnung.
Autor: Der Herr Makkerrony
Der "Herr Makkerrony", das ist Ronald Puhle aus Berlin und der Macher des weltbekannten und einzigartigen Magazins "Der Lichtbildprophet". Heute führt der ehemalige Laboringenieur das hektische Leben eines Rentners, das er persönlich sein "Phase3" nennt. Seit einem Vierteljahrhundert praktiziert der Herr Makkerrony die Fotografie und war ca. 15 Jahre als freier Autor für verschiedene Fotofachzeitschriften (z.B. fotoMagazin, Dipitalphoto, FotoPraxis und PhotoKlassik) tätig. Seine Arbeiten bestechen durch die bodenständige Aufnahmetechnik (LoFi - Fotografie), den kreativen Einsatz überlagerter Fotomaterialien, insbesondere ORWO-Fotopapiere und ORWO-Dokumentenpapiere und der Anwendung des Lith Print-Verfahren. Nebenbei lenkt sich Makkerrony mit freier, abstrakter Malerei ab, liest gerne und ist ein begeisterter Hörer analoger Musik von der Schallplatte. In seinem Atelier Flackerlight ist jedes Modell willkommen, das sich von ihm auf besondere Weise fotografieren lassen möchte.
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