Pink stinkt und wie

Gegen Sexismus, wo auch immer, wie auch immer! Yeah, hier kämpft man gegen das Böse, das uns heute reagiert. Und weil so anders als die anderen sind, kämpft man mit den selben Mitteln wie das Böse, die ‚Dunkle Seite der Macht‘ Werbung & Co.. Fetzige Plakate, ein einfach zu verstehender Name und hippe Ü-Vierzigjährige im Bikini. Juhu, Gutmensch sein ist so kühl, man ist natürlich viel kühler und meint es als Verein wirklich nur gut mit dem verblendet-mündigen Wutbürger. Wirklich!

Natürlich ist die Resonanz auf das tolle Projekt so überwältigend, haben sich bis dato zig unterdrückt fühlende Frauen, ‚Männer‘ und Gender zahlreichst zu Wort gemeldet. Deshalb finden die Macher es so toll, dass sie Rotz und Wasser heulen könnten vor Freude, wenn sie nicht vor lauter Sexismus auf dieser erhaltenswerten Erde zum Lachen in den Keller gehen müßten.

Wovon spreche ich? Stinkendes Pink, in Berlin mit einer Plakataktion präsent. ‚Pink stinkt‘ ist so anders, anders geht es schon gar nicht. Eigentlich wollte ich diese mediale Wohltat und revolutionäre Befreiungsfront in der Blogrolle aufnehmen, doch der Geniestreich muss in einem eigenen Beitrag ganz exponiert wie auch exklusiv hervorgehoben werden. Ehre wem Ehre gebührt!

Pink ist DAS ÜBEL der Menschheit. Es war schon immer das Übel auf Erden, selbst als der Mensch und die Farbe Pink noch nicht erfunden wurde. Ungeachtet des Brexit schwappt die Mooresche Welle der Pinkhasser auch nach Deutschland rüber. Es braucht eben seine Zeit, bis sich Qualität durchsetzt und vom verblendeten Volk herzensgern angenommen wird. Jetzt müssen auch hier arme Bäume für Plakate dieser Kampagne sterben dürfen. Danke Großbritannien, thank you. I am so amused!

Reih dich ein, Pink stinkt, in die lange Schlange der dringend so notwendigen Weltverbesserer! Mach und mische mit, den Menschen zu Etwas besserem zu erziehen. Macht uns zum blümchenfressenden Gender, halb Mann, halb Frau im frischen Grau. Einheitskleidung für Einheitsidioten! Und auch die Tiere sollen ihren Beitrag dazu leisten. No Pink, keine tierefressenden Wesen in der Galaxis, alle müssen Möhren oder Gras knabbern. Auch die Löwen! Und Übermorgen ziehen wir geschlechtsgeläutert in irgendeinen Krieg und schmeißen uns mit Wattebäusche die Schädel ein. Vorausgesetzt, aus Umweltschutzgründen verbietet uns die EU nicht die Nutzung von polymerer Watte. Dann nehmen wir Baumwolle oder Juteballen, aber ein bisschen Krieg muss sein. Denn ohne Krieg kein Frieden auf dieser Welt, ist ja logisch.

Für mehr Langeweile, für mehr Kampagnen aus Langeweile, ist ja kaum vernünftige Arbeit da! Alles zum Wohle des Zivilisationsopfer Menschen! Ein Hoch auf den geschlechtsneutralen Gutmensch, dein Erdenreich komme. Homo genders for ever.

Die pinkfarbene Brille abgesetzt: Unsere Erde hat genügend andere Probleme als die dekadenten Sorgen der Pinkhasser und Zeitgenossen, die den Tieren das Pflanzenfutter wegfressen. Nehmen wir – als ein klitzekleines Problemchen – die afrikanische Völkerwanderung nach Europa. Solche Bewegungen gab es historisch betrachtet schon immer. In der Neuzeit wurde auch schon einiges Geld in den schwarzen Kontinent gesteckt, um ihn für seine Bewohner – angeblich – lebenswerter zu machen. Blöd nur, dass der arrogante Europäer dem Afrikaner gleichzeitig auch sein Weltbild überstülpen wollte beziehungsweise vor Ort wenig hilfreiche Luftschlösser finanziert hat. Sollen die europäischen Unzufriedenen und Gelangweilten satt Kampagnen lieber gen Äquator und darüber hinaus ziehen, sich dort nützlich machen und engagieren. Ach nein, von der bequemen rosafarbenen Vereinscouch oder der schicken Ledersessel der Werbeagentur aus geht das so nicht. Es wäre mit Arbeit, Mühen und Entbehrungen verbunden. Vielleicht macht man sich bei dem Engagement auch schmutzig oder es duftet nicht angenehm. Sorry, ich vergaß.

Gut, dann eben wieder die pinkfarbene Brille aufgesetzt! Ich seh die Welt, wie sie mir – möglichst bequem von Zuhause aus – gefällt. Oder ich gründe eine eigene Gegenbewegung!

Im Übrigen: Ich bin Mann und ich mag pink! Deshalb erdreiste ich zu sagen, wenn sich pink ordentlich wäscht oder ordentlich gewaschen wird, dann stinkt es nicht. Wirklich!

Autor: Lichtbildprophet

Er ist kein Fotograf und doch malt er seine Bilder mit Licht, bringt sie in seiner Dunkelkammer eigenhändig zu Papier. Er ist kein Maler und doch zeichnet er seine Bilder mit Farben auf alles, was seine Imagination tragen kann.