Meisterwerke – Henri Cartier-Bresson

Künstler allgemein und Fotografen im Speziellen sind ganz besondere Menschen. Sie kramen einen hohen hölzernen Sockel hervor, stellen sich darauf und beginnen über ihren schweren Weg der Künstlerschaft zu sinnieren. Der Fotograf bekam im Alter eines Kindes die Kamera des Opas, Vaters oder Onkels geschenkt und fortan waren beide bis zum heutigen Tage miteinander verschmolzen. Irgendwann hatte der Herr Fotograf den kreativen Einschuss, etwas ganz Außergewöhnliches getan zu haben und gab der Heiligen Krücke einen bedeutungsschwangeren Namen. Stellt sich ein gewisser Erfolg ein, ist die Suppe während des Aufwärmens gut umzurühren und fertig ist das Menü. Sarkasmusmodus aus.

Henri Cartier-Bresson steht für den ‚entscheidenden Augenblick‘, Martin Zurmühle hat das ‚Vier-Augen-Modell‘ sowie das ‚Doppelte Dreieck‘ erschaffen und Ansel Adams und Fred Archer begeistern selbst Digitalfotografen mit dem erdachten Zonensystem. Man möge mir gerne Neid oder andere niedere Instinkte unterstellen, für mich steht Kunst auch für Emotionen, für eigene Gedanken, Intuition und viel kreative Arbeit. Aus meiner Sicht das Dumme an der Heldenvergötterung ist, das sie ewig nachschwingt und über Generationen weiter fortpflanzt. Am Ende bleibt ein steriler Klumpen Wissen, der, dem Fortschritt sei dank, so nur noch schwer anwendbar ist.

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172_2026

Blick voraus

Blick voraus
Nr. 10258
Original, Einzelstück, überlagertes Fotopapier, Lith Print, ca. 18 x 24 cm
(c) 2026 Makkerrony

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