220_2019

Sonst wer

Sonst wer
Nr. 1547
Unikat: 13 x 18 cm ORWO Fotopapier
(c) 2018 Makkerrony

Typisch Mensch:
Seine erste Erkenntnis ist das Nacktsein.
Mensch näht sich den Lendenschurz und beginnt sogleich mit der Paarung.
Schön bekloppt.

Warnung: Nur mit geschlossenen Augen lesen und ansehen!

Lieber Nutzer!

Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll.
Aber, es muss raus: Schande über mich!

Die oberste Instanz der Moralapostel hat von mir eine Arbeit mit dem Bann belegt.
Dieser ekelhafte Schund und Schmutz zügellosester Erotik darf nicht in der sauberen Gemeinschaft der Poser und Blender gezeigt werden. Bisher hat sich das ’neue‘, das moralisch saubere tumblr als der Sittenwächter des Internets entpuppt und überall dort Brustwarzen und Schamlippen gesehen, die ich nicht sah.

Nun haben die Vasallen Mark Zuckerberg’s zugeschlagen und einen Post wegen des Verstoßes der Gemeinschaftsrichtlinien entfernt. Die Entscheidung hat natürlich kein Mensch getroffen.
Es war eine Maschine, ein Programm.
Und gegen diese Entscheidung kann ich nicht vorgehen.
Ich bin der fehlenden Fantasie, einem schnöden Algorithmus eines Automaten ausgeliefert.

Nun könnte ich wie ein Rohrspatz auf die schwulen Ex-Auswanderer schimpfen, die arme Indianer abgemurkst haben und überhaupt nur Unfrieden über unsere Erde bringen. Das wird nichts ändern, weil es den schießwütigen Ami’s einfach an Gehirnwindungen fehlt. Eine halbe Windung weniger und sie würden mit den Hühner auf dem Bio-Hof die Körner picken. Vielleicht hat man auf Grundlage der letzten Amokläufe in den USA den weiblichen Bauchnabel als potentielle Gefährdungsquelle ausgemacht? Das würde das hammerharte Vorgehen der Zuckerberg-Moralkriegerprogrammierer natürlich erklären und dennoch kein Verständnis bei mir hervorrufen. Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.

Ich denke weiter: Heute entscheiden Maschinen, was das positive Nutzererlebnis einer moralisch instabilen Nation (und damit der gesamten Interneterde) trübt und was nicht. Es wird kein Jahrzehnt dauern, da tragen wir statt dem Perso in der Tasche einen Chip unter der Haut und Maschinen entscheiden, ob es für das Nutzererlebnis des gehirnweichen Homo digitalis einen Sinn macht, dass der behinderte, kranke oder emotional schwächelnde Mensch überhaupt weiterleben darf. Vielleicht ist es besser ihn zu einer bunten Mischung Soylent zu verarbeiten. Das hat für den lebenswerten und moralisch korrekten Smombie einen echten Nutzen.

‚… Jahr 2022 … die überleben wollen‘ lässt grüßen!

Ach so … hier ist das subversive und von Instagram bemäkelte NegaPos-Machwerk:

Negapos - Epilog

210_2019

Plan Planlos - Menschen in der Großstadt

Plan Planlos (aus dem Zyklus ‚Menschen in der Großstadt‘)
Nr. 2039
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Bei meinen Aufnahmen bemühe ich mich möglichst viel einzufangen. Danach setze ich mich ran, diese Gesamtheit unterschiedlich zu interpretieren sowie Details überhaupt erst einmal zu entdecken.

192_2019

Lebensraum - Menschen in der Grossstadt

Lebensraum (aus dem Zyklus ‚Menschen in der Großstadt‘)
Nr. 2029
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Sexworkerin?
Nur der Gutmensch kommt auf die hinterfotzige Idee, Prostitution und ‚Den Broiler machen für Geld‘ derart zu verniedlichen!

191_2019

Alternative Wege - Menschen in der Grossstadt

Alternative Wege (aus dem Zyklus ‚Menschen in der Großstadt‘)
Nr. 2023
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Sie hasst ja soooo doll social media, die Leute eben und sie ist soooo selten angemeldet.
Wenn sie aber in der Weltgeschichte rumgurkt, müssen wir alle Echtzeit an ihrem Leben teilhaben.
Zum Angeben und Protzen ist social media dann wieder richtig gut.