Welch Emotion! Welch Emotion? – Georges Didi-Huberman

Das Schaffen von Bildern ist weniger ein technischer Vorgang (Malen, Fotografieren oder KI beschwören), vielmehr spielt der menschliche Geist des Erschaffenden und des Betrachters den Mittelpunkt des Bildwerdens. Reines Maschinengeknipse ist hochgradig langweilig und hat keine kommunikative Funktion. Erst mit einer, in dem Bild hinterlegten Absicht, entsteht die Verbindung zwischen zwei und mehr Menschen.

Didi-Huberman beleuchtet in seinem Vortrag, der als Buch erschienen ist, das weite Feld der Emotionen am Beispiel der Tränen. Er spannt dabei den weiten Bogen vom naiven Kindesgeschrei, über die Haltung großer Philosophen zu Emotionen bis hin zur eigenen Trauerarbeit und der damit verbundenen Erwartungshaltung anderer Trauernden im unmittelbaren Betroffenenkreis: Eigene Empfindungen ordnen sich anderen unter, es kommt zu einer Transformation der Emotionen.

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280_2026

Eine Nackte hinter dem Rahmen, hinter dem Fenster

Nr. 7473
Original, Einzelstück, überlagertes ORWO-Dokumentenpapier, A4
(c) 2024 Makkerrony

Modell Perle

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279_2026

Die Dame mit drei Händen

Nr. 7471
Original, Einzelstück, überlagertes ORWO-Dokumentenpapier, A4
(c) 2024 Makkerrony

Modell Perle

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278_2026

Das doppelte Ich

Nr. 7397
Original, Einzelstück, überlagertes ORWO-Dokumentenpapier, A4
(c) 2024 Makkerrony

Modell Perle

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Rundeckige Gefühlskreise

Mich über die schnelllebige Zeit auszulassen, ist genauso dumm wie über Schönheit zu fabulieren. Es geht letztlich um Empfindung und Wahrnehmung, was schlußendlich in Gefühlen endet. Schwups befinde ich mich in einer Dauerschleife und stehe der Welt aller Gutmenschen in nichts nach: Gefühle. Ich fühle mich gemobbt, ich fühle mich depressiv, ich fühle mich ungeliebt, ich fühle mich ausgegrenzt, ich fühle mich verfolgt, ich fühle mich gehasst, ich fühle mich krank, ich fühle mich identitätslos und ich fühle mich wie ein Gummibärchen. In Sachen Gefühlen sind wir Weltmeister. Wenn wir wollen und Weltmeisterschaften anstehen, dann holen wir die großen Gefühle heraus und machen mit unserer Emotionskeule alles platt. Das klingt gefühlt ziemlich aggressiv, ist von mir aber so nicht gemeint. Der richtigen Gefühle wegen, überdehne ich ein wenig den verbalen Bogen. Das sei mir, Mister Empathie persönlich, erlaubt.

Ich bin ein Naturmensch. Der Mensch, also auch ich, ist Teil der Natur. Ich lebe in der Natur, auch wenn ein Großteil meiner Umgebung eher menschgemachter Beton ist. Emotionen, für mich ein anderes Wort für Gefühle, sind Teil der Natur, Teil einer Form der Kommunikation mit meinem Umfeld, sie sind aber nicht das bestimmende Element der Natur. Blicke ich auf den Menschen von heute, der seinen Fokus auf Empfindungen, Wahrnehmungen und vor allem auf sein persönliches Wohlergehen legt, dann sind Gefühle heute total emotional und damit die Krönung der Übermenschwerdung. Das ist natürlich großer Unsinn und bringt den Menschen keinen Schritt weiter. Doch die Realität ist so grausam, dass nur überufernde Gefühle der Rettungsanker des Lebens sind.

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