Jeder Vollhonk hat auf seiner Scholle einen Flecken Acker mit einer schönen Aussicht.
Schlagwort: gedanke
Das Veränderte verändert die Veränderer
Ich brauche keinen Schatten, der sich an meine Fersen klammert. Ich brauche keine Liebe, die sich aus Angst festklammert, ich könnte verschwinden. Gib mir eine Frau mit ihrem eigenen Feuer, ihrer eigenen Welt, die neben mir geht, fest in sich selbst verankert.
Beinahe
Big dick.
Knapp verfehlt.
Das große Meer des Lebens.
Für Vertrauen blieb keine Zeit.
Vollkontaktierung.
Verlacht.
Brückenverschaltung.
Chance.
Einige die ich kannte, waren auf einmal fort.
Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner.
Vorurteile.
Ohrringe statt Blumen.
Hanf rettet das Klima.
Hanfanbau ist einfacher als ein Kartoffelacker.
Meine Taschen sind voll.
Ungreifbares Lichtwesen.
Reizvoll an der unsauberen Dunkelkammerarbeit ist, dass sich gute Fehler nicht so einfach wiederholen lassen.
Besuch
Wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal gesehen?
2019 kann es nicht gewesen sein. Wir wollten mal schauen den Vergnügungspark Plänterwald zu besuchen. Es blieb bei der Absichtserklärung, was vielleicht ganz gut war. Denn so gab es heute bei unserem Wiedersehen eine warme, sehr herzliche und lange Umarmung.
Wenn aus meiner Sicht irgendetwas diese Freundschaft geprägt hat, dann war ein besonderes Treffen während meiner Chemotherapie: Alt-Marzahn, ein sonniger Tag und wir sitzen draußen auf der Bank im Dorfkern. Wir reden viel, wohl hauptsächlich über mich. Über die Krebserkrankung, Heilungschancen und vieles mehr. Für den Moment damals ist mir vieles egal, denn ich habe jemand mit dem ich reden kann.
Dabei hatten wir am Anfang unserer Freundschaft Probleme mit unserer Kommunikation. Ich glaube sie wollte, dass wir uns mehr schreiben. Dagegen hatte und habe ich etwas. Bei aller Verbundenheit und Zuneigung, es sollte etwas Besonderes bleiben, dass wir uns schreiben. Kein tägliches Update, eher die freudige Überraschung, vom jeweils anderen zu hören. Kein Schreiben des Schreibens willen.
Wir treffen uns, weil es die Zeit erlaubt und wir gemeinsam ‚Klecksen‘ wollen. Es sind meine ‚Zufallsbilder‘, die uns gegenständlich wieder zusammenbringen. Und wie wir so sitzen, Tee trinken und an einer Laugenbrezel knabbern, fällt das Thema auf das Entstehen, Gedanken und Ideen zu den Bildern. Ich gebe mich zunächst zurückhaltend. Meist wird nicht verstanden, was meine Motivation ist, dass ein Ziel oft auch erst mit der Zeit entstehen kann. Am Anfang ist alles offen, jedenfalls für mich und meine Bilder. Ich kann und möchte nicht den Planvollen geben, nur weil es nach dem großen und beherzten Künstler aussieht. Bin bin vieles, nur nicht das.
Lomo LC-A – Update
Ich möchte nicht nörgeln, nur wenn mir freudestrahlend ein Beutel mit analogen Kameras überreicht wird, dann handelt es sich – ich möchte mal nett in meiner Formulierung sein – zu 75 Prozent um Schrott. Sicherlich ruft das eine oder andere Objekt wehmütige Erinnerungen in mir hervor, doch Begeisterung sieht etwas anders aus. So auch bei diesem Beutel, der mir kürzlich überreicht wird. ‚Juhu, eine Beirette!‘ bekunde ich mein Entsetzen. Der ‚Fotograf‘ von Welt hält seine erste Kamera in besonderen Ehren. Bei mir war es die Beirette, doch ich verleugne sie schamlos in meiner Biografie. Stattdessen verweise ich lieber auf die Exa 1b, die ich Jahre später und auch nur geliehen benutzen durfte. Dafür nenne ich heute mehrere Exa’s mein Eigen, was wohl dem Kampf gegen ein Beirette-Trauma anzulasten wäre.