Strohhalme gesucht

Der geschlagene Homo politikus aus der guten politischen Mitte verfällt keine Woche nach einer kräftigen Watschen in seine alten Muster. Oder Routinen, wie heute geredet wird: Statt einer selbstkritischen Analyse und neuen Lösungsansätzen, greift er nach dem Strohhalm aus altbekannten Parolen und Phrasen. Auf zur nächsten Abstrafung durch das undankbare Wahlvolk im Osten.

Gleich ist nicht gleich gleich

Letztens zeigt ein öffentlich-rechtlicher Sender eine Dokumentation über den Weltgendarm USA. Als es um den Krieg im Irak ging, in dem Lügen das militärische Eingreifen des Weltpolizisten rechtfertigen und die aktuellen Konflikte befeuern, mußte ich an den russisch-ukrainischen Konflikt als auch an den Iran denken. Warum wurden die USA damals nicht mit Sanktionen abgestraft. Warum wurden die Lügner von einst nicht angeklagt und verurteilt? Warum messt ihr mit zweierlei Maß? Es gibt keine guten Lügen und Krieg ist Krieg.

Nichts dazugelernt

Grün spricht von einer Politik der Disruption gegenüber Blau. Ein Moment: Die Brandmauer war ein Störversuch, der gewaltig in die Hose ging. Es geht nicht darum, einen linken Kinderbock auszufahren. Es geht darum, dass die politische Mitte sich inhaltlich breiter aufstellt, die wählenden Bürger als Diätenzahler wahrnimmt und eine Politik für die Breite der Gemeinschaft macht.

Warntag

Das spontane Warnen für den Ernstfall nervt. Vor allem, weil ich gegen meinen Willen auf mein Smartphone gewarnt werde. Macht es, wie es in der DDR üblich war: Jeden Mittwoch um 13 Uhr gehen für eine Minute die Sirenen. Jeder ist gewarnt und Mensch gewöhnt sich durch die Regelmäßigkeit an die nächste Lärmverschmutzung. Euer Warntag sorgt nur für einen Herzkasper.