Rückblick, weil ja alle irgendwie zurückblicken

Das Jahr begann mit viel Hoffnung, der nur meine Ungeduld im Weg stand. Ab Februar vier Wochen Wiedereingliederung, ab März nach 10 Monaten Abwesenheit wieder vollwertig im Job zurück. 10 Monate Abstand hinterlassen ihre Spuren, schärfen das Ohr. Vieles wirkt für mich befremdlich, ich meine es wird wenig gefordert, zu schnell der Kopf in den Sand gesteckt, mangelnde Belastbarkeit und allein der gute Wille wie eine Großtat honoriert. Das erzeugt Aggressivität. Auf beiden Seiten.

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Ich prostituiere mich nicht!

Schon seit Jahren habe ich einen hinreichend großen Abstand zur Fotogötter und Modelle-Szene gepflegt. In den letzten Monaten hat sich das Ganze weiter potenziert. Ich wollte keinen Gedanken an das Volk der Blender und notorischen Überflieger verschwenden. Mit diesem Abstand dann doch wieder auf Tuchfühlung zu gehen ist ein Kulturschock!

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Ende abzusehen

Die Tütenbilder sind die ersten – für mich – ernstzunehmenden Arbeiten seit meinem dritten Geburt-Tag. Und obwohl ich mich für sie schwer begeistern kann, so ist das Ende der Reihe bereits jetzt abzusehen. Das stimmt mich traurig, auf der anderen Seite auch froh: Es gibt neuen Raum für neue Ideen.

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Kunstdiktatur – Wenn sie hilft, dann ja!

Der Deutsche ist für Extreme anfällig. Ich nehme mich da nicht aus, auch wenn ich mein Deutschsein beharrlich ignoriere. Doch seit meinem dritten Geburt-Tag vorheriges Jahr Ende November verzeichne ich aus mir heraus einen gewissen Wahn gegen die Dummheit. Und jedes Mal, wenn man mir versucht unterzujubeln, das Blödheit zum Alltagsgeschäft des Menschen gehört, sehne ich mich nach einem Schweinetreiber (Taser) und körperlicher Züchtigung. Gewalt gegen Geistes- und Verbalidioten ist eine Lösung!

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Ausländisch Spam zur Kunst gereicht

Wer wäre vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten auf die Idee gekommen, dass Werbung oder Stilelemente der Werbung zum Kunstobjekt werden. Alles was Masse und auf den schnellen Konsum ausgelegt ist, was scheinbar einer geringen Wertschöpfung unterliegt, stempeln wir geringschätzend zumindest als Trash ab. Wabert man etwas Kult darum und gibt der Kreation Zeit, kann sich daraus Kunst entwickeln.

Zeit heilt keine Wunden, Zeit macht einfach nur blind! Und taub! Stumpf gewaltig ab!

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