Anna an den Photoalchemist: ‚Kein Betreff‘

Ich bin mir ziemlich sicher bei keiner Dating-Webseite angemeldet zu sein.
Hab es mal bei parship probiert.
War dort 12 Minuten angemeldet und habe mich nicht verliebt.
Werbung lügt.
Ich wusste es.
Und Niveau habe ich auch nicht.
Schließlich bin ich nicht der Wendler, fange kleine unschuldige Mädchen von der Straße weg und mache sie zur liebestollen Frau.
Die jungen Dinger wollen nachher nur das eine von mir: Meine Bonbons!
Und ihr werd ich nicht reichen.
Sie will gleich mehrere Stecher, ‚Freunde‘ genannt.
Die Nummer kenne ich.
Das ist klassisches Rudelbumsen.
Dann lieber weiter allein.
Und zufrieden.

Zitat Anfang
Hallo, das ist Anna
Wie läuft es insgesamt?
Ich bin vom See wert Florida. Cool, wenn du nicht weit von mir bist und irgendwo in der Nähe von Florida wohnst
Ich bin ledig und jung, und um ehrlich zu sein, suche ich noch keine langfristigen Beziehungen.
Ich bin auf der Suche nach neuen Freunden oder vielleicht etwas mehr, wer weiß, LOL
Ich erinnere mich nicht genau, aber ich fand Ihre Mailbox beim Dating-Service und speicherte sie.
Wenn Sie auch interessiert sind, hoffe ich, bald eine Antwort von Ihnen zu sehen.
Ich möchte unser Wissen wirklich fortsetzen.
Übrigens, wenn Sie einen Messenger haben, wäre es schön, dort zu plaudern.
Wie auch immer, ich hoffe, bald von dir zu hören und es könnte schön sein, ein paar Bilder von dir zu sehen.
Tschüss! 😉
Anna

Zitat Ende

Selfie Anna

Für das oben gezeigte fotografische Machwerk zeichnet der Lichtbildprophet nicht verantwortlich. Das Zeugs wurde ihm unaufgefordert zugeschickt und wird nur zum dokumentarischen Zweck hier veröffentlicht!

Natalia Dereveajenco an Photoalchemist: ‚Ihre wissenschaftliche Arbeit, Hr. Lichtbildprophet‘

Hat er oder hat er nicht?
Lord Lichtbildprophet ein Schreibwerk über ‚Dunkle Experimente‘ geschrieben und veröffentlicht?
So richtig?
Nicht im Internet, wie es heute jeder Dödel tun kann?
Richtig echt, wofür Bäume sterben mussten?

Ja!
Er hat!
Ist ja auch nicht so schwer rauszubekommen. Man muss nur an der richtigen Stelle, in der Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und Veröffentlichungen des Großmeisters RoPu nachlesen.

Er war jung und brauchte das Geld!
Ganz einfach.

Aber jetzt hat er keine Lust mehr Sklave eines Verlags zu sein.
Die Neuen Halbwissenden des Internets mit ihrem Abschluss an der Wikipedia-Universität, sie wissen alles besser und noch viel mehr als Nichts. Sollen sie schreiben, für den renommierten Akademikerverlag, der mich unerwünscht an meine helle Vergangenheit in der Dunkelkammer erinnert, die ein schnöder Artikel war. Diese Natalia erinnert mich an eine Trine vom genauso renommierten Calvendo-Verlag. Das ist der Verlag mit den ISBN-Kalendarien. Was für ein Qualitätsmerkmal für Druckerzeugnisse der Amateurklasse. Und diese Calvendo-Trine hatte mich auch einfach so angeschrieben, hat auf interessiert gemacht und suchte doch nur Deppen, die den Lebensunterhalt der Auswahljury finanzieren sollten:

Zitat Anfang
Sehr geehrter Herr Lichtbildprophet,
ich nehme Kontakt zu Ihnen auf um in Erfahrung zu bringen, ob Sie der Autor der wissenschaftlichen Arbeit „Dunkle Experimente“ sind.

Der AV Akademikerverlag publiziert wissenschaftliche Fachliteratur und wir können uns vorstellen, Ihre Arbeit als Fachbuch in unser Buchprogramm aufzunehmen. Die Publikation wäre für Sie als Autor dabei selbstverständlich mit keinen Kosten verbunden. Herr Lichtbildprophet, darf ich Ihnen weitere Informationen in einer elektronischen Broschüre zusenden?

Mit freundlichen Grüßen,
Natalia Dereveajenco
Autorenbetreuung
e: n.dereveajenco@akademikerverlag.de
w: www.akademikerverlag.de

Zitat Ende

Sommerangebote an den Photoalchemist: ‚Sommerliche Preise mit unseren Sparsets‘

Was um alles in der Welt möchte dieser lästige Werbetreibende von mir?

Es ist – beiläufig – von Patronen und Toner die Rede, doch geht es wirklich darum?
Beim Überlesen der Druckerpatronen könnte ich mir vorstellen, dass hier ein sibirischer Russenboy seine abgeranzte Matrjoschka feil bietet. Es könnte auch um Schweinefett oder einen Zentner Niveau gehen.

Fakt ist: Hier stiehlt jemand nicht nur meine Zeit, er möchte auch mutwillig meine Nerven strapazieren. Warum und was soll ich drucken? Für welches Schriftstück soll ein armer Baum sterben. Wenn ich in Papier mache, dann für meine prächtigen wie auch einzigartigen Kunstwerke. Texte gibt es von mir nur noch digital und ungedruckt.

Doch das Sahnehäubchen aller Frechheit ist der widerlich-scheinschleimige Duz-Ton der Eidgenossen. Haben wir zusammen im Sandkasten gespielt oder gemeinsam eine Bank ausgeraubt? Und hinsichtlich der Wahrheit nimmt man es auch nicht so genau: Wo habe ich mich für den Empfang dieser und ähnlicher Lebenszeitverschwendung bereit erklärt. Lügner, Landstreicher und Lila Kühe-Schänder! Nehmt eure Patronen, jagt sie euch in den Kopf und schiebt euch euren Rabatt-Toner sonst wohin.

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Shonda Floyd an den Photoalchemist: ‚Schönheit wird die Welt retten‘

Definiere schön!
Silikonhupen sind nicht schön.
Genauso wenig sind dicke aufgespritzte Fischlippen schön.
Sich wie ein nimmersattes Weibchen räkeln ist nicht schön.

Schön sind Hände die zeigen, dass der/diejenige zupacken kann.
Schön sind Spuren des Alters.

Dastehen, sich zeigen wie man ist: Schön!

Eine Geliebte finden? Könnte schön sein, aber bedeutet letztlich doch nur Ärger. Heute muss man ja so wahnsinnig sensitiv und emphatisch sein. Wenn mir aber etwas zu doof und blöd ist, dann sage ich es. Konfliktpotential.

Die Werbebotschaft, flankiert mit drei Silikonwunder, scheint das Ziel zu verfehlen. Zumindest bei mir. Aber das ist ja nicht anders zu erwarten. Würden mir Blas- und Lutschmäuse wie diese Diplom-Mörderhupenträgerinnen gefallen, tät ich bestimmt auch ganz andere Lichtbilder machen. So ist das mit Lächeln im Arschgesicht so eine Sache. Und mein Leben wird sich bestimmt auch nicht deswegen ändern.

Weiterhin Helle Momente!

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Ekaterina an den Photoalchemist: ‚Was machst du gerne in deiner Freizeit?‘

Mich erinnert die Fragestunde nach meiner Freizeit nach dem obligatorischen Aufsatz ‚Mein schönstes Ferienerlebnis‘. Heute darf der Lehrer so etwas bestimmt nicht mehr fragen, des Datenschutzes wegen. Und der Wahrung der Persönlichkeitsrechte. Recht so, dem diplomierten Hartzer steht auch Erholungsurlaub zu. Ja, das sind die Irrungen und Wirrungen unserer Zeit.

Ekaterinchens Anfrage berührt irgendwie mein ‚Herz‘. Der russische Nerd und Vollzeitbetrüger lernt dazu. Die Nummer mit der jungfräulichen Dreißigjährigen ist auf Dauer nicht haltbar. Zeig mir eine russische Bitch, 14 Jahre alt und noch ungeküsst. Die wird wohl schwer zu finden sein. Der wilde Ivan hat sie soll alle im Wodkarausch entjungfert und geschwängert. Was soll er sonst tun, schließlich meldet sich kein Europäer mit Verstand auf die Bettelmail eines Flintenweibs wie Ekaterina.

Verstand?

Stimmt, um den ist es in Europa echt dünn gesät.

Na gut, der Wladimir aus der unendlichen Weite Sibiriens hat Glück und irgendein sexgeiler Nerd aus Deutscheland antworten auf das Flehen des russischen Dörrobst. Doof nur, dass die Fakebraut kein Bild mitgeschickt hat. Ich bin so ein verdammter Bild-, Kosten- und Anfassmensch.

Genug der Klischees, ich verzichte für heute. Freiwillig.

Zitat Anfang
Wenn wir lange Zeit alleine sind und es niemanden gibt, der verstehen, schätzen und lieben kann, denken wir über die Notwendigkeit nach, diese Person zu finden. Und vielleicht ist meine Zeit gekommen, und jetzt habe ich darüber nachgedacht! Ich möchte für den Rest meines Lebens einen guten, freundlichen und selbstbewussten Mann finden.
Mein Name Ekaterina. Ich bin 47 Jahre alt und lebe in Russland. Ich arbeite als Arzt. Es gibt eine erwachsene Tochter, die aber schon lange eine Familie hat. Und ich bin ganz alleine.
Und wenn Sie interessiert sind, werde ich Ihnen gerne wieder antworten.
Aber wenn du nur Briefe willst, nicht ernst, unhöflich und viel und oft Alkohol trinkst, solltest du mir nicht antworten. Und ich entschuldige mich dafür, dass Sie sich Zeit genommen haben.
Und doch möchte ich glauben, dass Sie ein normaler Mann sind.
Ekaterina

Zitat Ende