Der Groll

oder: Gedanken während der Lärm innere Schrei übertönt

Der Lärm aus der Konserve wird härter und ist am Anschlag laut, nur noch nicht laut genug, um die Schreie zu übertönen.

In meiner Welt schaue ich auf den Schattenmensch. Warum treten ausgerechnet die verlaufenen Tränen so hervor, wo doch die vielen kleinen liebreizenden Details in der Masse aller Details untergehen?

Als hätte das Brodeln den Siedepunkt erreicht, fördert eine Blase des Schmerzes es an den Tag: Mein Kopf fragt mich, ob das was hier gerade läuft mir wirklich gut tut. Du wolltest dein drittes Leben so leben und bist nach all den Opfern dabei, die Maxime gegen innere Qualen zu tauschen.

Ich antworte ja, aber …

Dein Aber ist nicht dein Kopf, bin nicht ich. Da denkt etwas anderes an dir.

Ja.

Du weisst was zu tun ist?

Ja, ich weiss.

Unendlichkeit und Zufall

Mein Spiel mit dem Zufall ist nichts anderes als meine innere Auseinandersetzung mit der Unendlichkeit.

Ohne das Unendliche, egal wie es aussieht, gäbe es den Moment des Zufalls nicht. Ich muss auf ihn unendlich lang warten können. Ich bin ein Narr, mich in meinen Bildern damit auseinanderzusetzen zu wollen und ein elender Feigling, der sich nicht dem Tod stellen mag.

Facebook schreibt an mich: ‚So bleibst du mit deinen Kunden in Verbindung‘

Ich lese Kunden und kommunizieren. Was meint Mark Zuckerberg damit? Kunden wie er einer ist? Oder Kunden, die bei mir erstklassige und vor allem hochwertige Kunst eines bekennenden Dilettanten kaufen wollen? Letztgenanntes wäre ja echt schön, doch die Verkäufe der letzten Monaten waren eher Schenkungen oder Tauschgeschäfte gegen ein Burger-Menü. Mit und nach der Krise wird die Quote eher schlechter als besser werden. Wer investiert jetzt in Kunst, wenn er nicht in den geliebten Urlaub reisen darf, seine Brut selbst unterrichten muss oder das üppige Kurzarbeitergeld um die Ecke bringen muss.

Ich nehme auch keine Pille für Größenwahn, dass ich aus meiner Ein Mann-Show einen multinationalen Konzern mit sexy Muse mache und Ladenöffnungszeiten zur Imagepflege pflege. Warum auch immer hatte Google mal das Flackerlight-Atelier als Geschäft deklariert und ich habe Wochen damit zu bringen müssen, den Bullshit entfernen zu können.

Wenn Kunde Mark und sein Facebook wirklich etwas für Kunstgenies wie meiner einer tun möchte, dann … ach ich weiss nicht. Ich möchte mir von keinem Arschloch helfen lassen, der meine Kunst wegen dämlich prüder ‚Community-Richtlinien‘ zensiert. Letztlich geht es dem Herrn nur ums Kohle machen. Egal wie. Dann bleibe ich lieber unbekannt, arm und unattraktiv statt berühmt, reich und sexy, tapeziere mein Schlafgemach mit meinen Werken und sinniere jeden Abend vor dem Einschlafen, was ich eigentlich für geile Kunst mache und dass die Welt einfach noch nicht reif dafür ist:

Zitat Anfang
Das kannst du jetzt tun, um auf Facebook verbunden zu bleiben.
Das kannst du jetzt tun, um auf Facebook verbunden zu bleiben. ‌
Bleibe mit deinen Kunden in Verbindung
Wir bei Facebook setzen uns dafür ein, dass Unternehmen wie deines mit ihrer Community in Kontakt bleiben können – besonders in Zeiten, in denen die normale Kommunikation durch äußere Einflüsse wie Unterbrechungen und häufige Veränderungen erschwert wird.

Uns ist bewusst, dass viele Unternehmen gerade vor unerwarteten Herausforderungen stehen, beispielsweise beim Kundenkontakt. Deshalb haben wir einige Tipps dafür zusammengestellt, was du jetzt tun kannst, um diesen Herausforderungen zu begegnen und mit deinen Kunden in Verbindung zu bleiben.

Sieh dir vorab unsere herunterladbaren Vorlagen an, die dir helfen, mit deinen Kunden zu kommunizieren.
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So bleibst du in Verbindung

Teile regelmäßige Updates
Beiträge für deine Zielgruppe zu erstellen, ist eine gute Möglichkeit, deine Kunden über Änderungen auf dem Laufenden zu halten. Veröffentliche deine angepassten Öffnungszeiten, berichte über deine Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen oder erkläre im Detail, wie deine Kunden auch weiterhin Bestellungen aufgeben können.

Pflege deine Kundenbeziehungen
Kunden können dich auch direkt auf Facebook kontaktieren, wenn du deine Öffnungszeiten geändert hast oder dein Unternehmen ganz geschlossen ist. Achte darauf, dass das Postfach deiner Seite richtig eingerichtet ist, damit du Fragen beantworten kannst. Um Zeit zu sparen,
kannst du auch automatisierte Antworten für häufig gestellte Fragen erstellen, die z. B. Ladenschließungen betreffen.

Organisiere Veranstaltungen online

Denke darüber nach, welche Teile deines Unternehmens auch online funktionieren können – besonders jetzt, wenn die Menschen mehr Zeit zu Hause im Internet verbringen. Wenn du eine Veranstaltung verschieben oder absagen musst, kannst du stattdessen z. B. ein kostenloses Live-Video auf Facebook streamen. Wenn du dein Geschäft schließen musst, bietet dir ein Live-Video die Möglichkeit, deine Dienstleistungen oder Produkte online vorzustellen.

Benötigst du weitere Ressourcen?

Wir bei Facebook möchten dich in dieser schwierigen Zeit so gut wie möglich unterstützen. In unserem Business Resource Hub findest du hilfreiche Tools für dein Unternehmen, die dir dabei helfen, mit Störungen umzugehen.
Zum Resource Hub

Zitat Ende

Besuch

Wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal gesehen?

2019 kann es nicht gewesen sein. Wir wollten mal schauen den Vergnügungspark Plänterwald zu besuchen. Es blieb bei der Absichtserklärung, was vielleicht ganz gut war. Denn so gab es heute bei unserem Wiedersehen eine warme, sehr herzliche und lange Umarmung.

Wenn aus meiner Sicht irgendetwas diese Freundschaft geprägt hat, dann war ein besonderes Treffen während meiner Chemotherapie: Alt-Marzahn, ein sonniger Tag und wir sitzen draußen auf der Bank im Dorfkern. Wir reden viel, wohl hauptsächlich über mich. Über die Krebserkrankung, Heilungschancen und vieles mehr. Für den Moment damals ist mir vieles egal, denn ich habe jemand mit dem ich reden kann.

Dabei hatten wir am Anfang unserer Freundschaft Probleme mit unserer Kommunikation. Ich glaube sie wollte, dass wir uns mehr schreiben. Dagegen hatte und habe ich etwas. Bei aller Verbundenheit und Zuneigung, es sollte etwas Besonderes bleiben, dass wir uns schreiben. Kein tägliches Update, eher die freudige Überraschung, vom jeweils anderen zu hören. Kein Schreiben des Schreibens willen.

Wir treffen uns, weil es die Zeit erlaubt und wir gemeinsam ‚Klecksen‘ wollen. Es sind meine ‚Zufallsbilder‘, die uns gegenständlich wieder zusammenbringen. Und wie wir so sitzen, Tee trinken und an einer Laugenbrezel knabbern, fällt das Thema auf das Entstehen, Gedanken und Ideen zu den Bildern. Ich gebe mich zunächst zurückhaltend. Meist wird nicht verstanden, was meine Motivation ist, dass ein Ziel oft auch erst mit der Zeit entstehen kann. Am Anfang ist alles offen, jedenfalls für mich und meine Bilder. Ich kann und möchte nicht den Planvollen geben, nur weil es nach dem großen und beherzten Künstler aussieht. Bin bin vieles, nur nicht das.

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Kleckserei

‚Bist du mit deiner Kleckserei fertig?‘

Wäre ich ein schwanzloser Mensch der Neuzeit, müßte ich mich nach diesem Satz maßlos echauffieren, vom Mobbing und Shaming reden, mich als Multi-Künstler diskriminiert und beleidigt fühlen. Ich übertreibe? Oh nein. Unsere eierlose Gesellschaft, das System ohne Kritik kann mit einem Widerwort nicht umgehen. Widerspruch ist entweder Neid oder Beleidigung, macht den Wortführer zum Kriminellen und den Kritisierten zum bedauernswerten armen armen armen Opfer.

So einfach ist das nicht!

Natürlich ist das was ich als ‚Malerei‚ abtue zu einem Teil Kleckserei. Und nein, ich fühle mich mit dem oben genannten Satz weder beleidigt noch diskriminiert. Es ist die Meinung eines Ahnungslosen, der es selbst bestimmt – zumindest verbal – genauso gut kann, auf der anderen Seite mir aber Arbeiten aus der Hand nimmt und für sich behält. Also alles nur ‚Satire‘ oder ‚ein Spaß‘?

Es wäre schön, würde sich der Betrachter meiner ‚Klecksereien‘ Gedanken darüber machen, was meine Absicht sein könnte. Ich erzähle nicht gern was mich umtreibt. Der Betrachter soll versuchen es anhand der Arbeit, dem Bildtitel und Verschubladen zu ergründen. Hier bedarf es der eigenen Kreativität und etwas Fantasie. Und jetzt wird es eng. Wer seine Freizeit nur mit einem Tablet vor der Nase verbringt, der kann mich nicht beleidigen.

Warum auch immer kreist der Gedanke um den Zufall in meinem Kopf. Zufall, der die Fotorealistik in meinen Augen ansehbar macht. Zufall, der ein Negativ entstehen lässt. Zufall, der als Gekleckse ein Bild entstehen lässt. Ich kann aus Prinzip nicht an eine Bestimmung glauben. Das Leben ist die Aneinanderreihung von Momenten, die in ihrer Gesamtheit den Zufall ergeben. Je nach Momente kann der Zufall eben anders aussehen.

Meine ‚Klecksereien‘ bauen sich Lage um Lage, Farbe um Farbe, Technik um Technik und Moment um Moment auf. Manchmal ist am Ende nicht zu sehen was der ursprüngliche Anfang ist. Im Gegensatz zur Fotografie ist Malerei Verschwendung. Angesichts der Zurückhaltung, Gefühlskälte, Ich-Bezogenheit und der Suche nach Eigennutz kann verschwenderisch sein nicht schaden. Was der Mensch nicht geben will, gibt die Kunst, gibt mir die ‚Kleckserei‘. Letztlich mache ich mir darum mehr Gedanken als derjenige, der die ‚Kleckserei‘ ausgesprochen hat.