Für mich spielt in der Bildgestaltung Unschärfe eine zentrale Rolle, sei es die Fotografie oder die Malerei. Nicht nur, dass ich bewußt die Kamera oder das Motiv bewege, lange Belichtungszeiten wähle oder Störungen beim Entwicklungsprozess als Unschärfen einbeziehe, die schiere Vielfalt macht oft auch das Ergebnis nicht vorhersehbar. Unschärfe ist für mich ein Baustein der Entropie, ein Teil des Chaos.
Ohne die Unschärfe und die Technik dahinter zu bewerten, sind Miroslav Tichy, Gerhard Richter als auch Thomas Ruff in gewisser Weise Vorbilder für mich. In irgendeinem Beitrag äußere ich mich dahingehend, dass mir keine reine Abhandlung zum Thema Unschärfe bekannt ist. Also mache ich mich in der Parallelwelt auf den Weg und finde das Buch „Die Geschichte der Unschärfe“ von Wolfgang Ulrich.
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