Ich soll? Zum Beispiel locker bleiben?

Drei Monate ist es nun her, dass mir die Postbotin eine offizielle Benachrichtigung in den Briefkasten steckt und mich auffordert, ab dem nächsten Tag binnen sieben Tage eine Sendung abzuholen. Konkret handelt es sich um einen bestellten Kosmetikartikel, den Amazon per DHL/Deutsche Post-Brief verschickt hat.

Am nächsten Tag sorge ich für etwas Hektik hinter der Posttheke. Man kann die Warensendung nicht finden, ‚wird wohl der Briefträger vergessen haben raus zu packen‘ und ich solle zwecks Lösung des Problems eine Servicenummer anrufen, die mir sagt wie es weitergeht. Den Anruf tätige ich, die fühlen sich nicht zuständig und ich soll mich an Amazon wenden. Das tue ich, Amazon storniert binnen weniger Stunden, meine Prime-Mitgliedschaft wird – kostenlos – um einen Monat verlängert. Fehlt nur das Pflegeprodukt, das der schnöde Straßen- und Einkaufcenterhandel nicht anbietet.

ICH soll! ICH verschenke Lebenszeit!

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Nippelalarm

Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es uns wieder gelungen, Zeit miteinander zu verbringen. Wir unterwegs, per Fuss durch die stockfinstere Nacht. Ganz sozial vernetzt wische ich auf meinem iPhone herum.

„Scheiß Empfang in der Gegend“ unterbreche ich die für einen Städter monotone Geräuschkulisse des Waldes.

Ohne eine Regung starrt sie stur gerade aus. Ich weiß: Irgendetwas stimmt nicht mit ihr! Für mich überraschend mustern mich ihre Augen, kurz und entschlossen: „Mit wem schreibst du dich da?“.

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Mal eben so schwanger

Während ich mich daran mache, die letzten Aufnahmen mit Britta durchzusehen, bittet “HasiDeluxe” via Skype um Kontakt mit mir. Ich kenne kein “HasiDeluxe”! Allein die Neugierde, wer hinter dem Alias steckt, lässt mich die Anfrage bestätigen.

“Hi Grosser. Hier ist Sanny. Wie gehts? Fleissig beim schreiben und fotografieren? :)”

Moment!

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Abgekoppelt

Mir scheint es so, als sei dieses Jahr der Morgen dunkler als vergangenes Jahr. Hatte das vorherige Jahr überhaupt Wetter? In den Medien als auch in meinem Umfeld wird über das Wetter gemeckert. Zu warm, zu nass, zu viel Sonne, zu wenig Sonne. An das Wetter im vergangenen Jahr habe ich nur eine Erinnerung: Kräftiger Schauer, im Juli oder August. Ich saß in der Praxis und dachte, der Krankentransport wird mich heute im Kahn nach Hause bringen müssen. Wenige Minuten später war alles vorbei und der Nordosten Berlins weiß, hagelweiß. Mitten im Sommer.

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