Recordsale braucht über zwei Wochen für eine Retoure und Rückerstattung und will seid fast drei Wochen eine Warensendung für mich auf den Weg bringen. Ich weiß nur nicht, welche es sein soll. Der imusic-Support in Dänemark braucht über eine Woche, um auf eine Stornierung zu reagieren und schreibt mich auf ausländisch an. Mittlerweile ist die eigentlich stornierte Ware bei mir eingetroffen. Leute: Steckt euch einen Finger in den Pupser und zieht euch am Sack. Ihr kommt nicht aus euren Puschen und ich, der Kunde, habe wegen euch die zusätzliche Arbeit.
Schlagwort: servicewüste
Brief weg, na und?!
Liebe Deutsche Post!
Ich finde es total toll, dass ihr mich in eurer App über eingehende Briefsendungen informiert. Total Scheiße finde ich, dass der Zustellungsbeauftragte zu dämlich ist, die Briefsendung denn auch wirklich in den Briefkasten zu werfen. Noch größere totale Scheiße ist, dass ich in eurer App mit Briefsendungsankündigung nicht direkt die Möglichkeit habe, euch die Briefsendung als verloren gegangen zu melden. Für den megaseltenen Fall, ein Brief geht verloren, wäre es ebenso hilfreich, den Scan der Sendung als Bild zu speichern, um ihn euch digital als verloren um die Ohren zu hauen. Geht nicht. Stattdessen werde ich von eurem tollen Automatensupport zwecks Nachforschung auf eine Webseite verwiesen, wo es mir beim besten Willen nicht möglich ist, die erforderlichen Fragen zu beantworten. Ich gratuliere der Deutschen Post zu dieser perfekten Kundenabwehr. Man merkt euch richtig die Liebe an, mit der ihr euren Job nicht gerne macht.
Danke
UPDATE
Bis heute bleibt der Brief verschwunden. Wenigstens hier ist auf die Deutsche Post absolut Verlass!
Freiflug für Endgegner
Abstrakt
Wenn euch eure Arbeit, euer Leben oder was auch immer zuviel ist, dann bucht einen Freiflug vom Fernsehturm, doch geht mir nicht mit eurem Destruktivismus auf den Sack!
Ich Depp, Ihr die Wissenden
Wenn ich mich als Anwender eines Dinges an den Hersteller oder Betreiber der Sache wende und mich als Bittsteller nicht unterwürfigst in den Dreck werfe, dann muss ich damit rechnen, zunächst einmal gewaltig gemaßregelt zu werden. Oder ich werde ohne eine psychologische Hauptuntersuchung für senilkonfus erklärt. Da kommt das Angebot zu einem Seminar über Bewältigungsstrategien für herausfordernde Situationen gerade Recht: „Mach dich glücklich!“. Ich möchte nicht glücklich sein. Glücklich zu sein ist die falsche Lebenseinstellung und der erste Schritte hin zur Drogensucht. Ach nein, es muss ja heißen „Stimulierender Genuss eines sozialen Gleitmittels“.
Habt ihr ne Made in der Butze? – UPDATE
Meine Odyssee (Teil 1 Teil 2) um ein unladbares Booklet scheint sein Ende genommen zu haben. Mit freundlichen aber bestimmten Worten teilt mir die hart am Ruin agierende Hinterhof-Garagenfirma Apple mit, dass die zugesagte Rücküberweisung auf meine bevorzugte Zahlungsmethode (Paypal) nicht möglich war und mir deshalb 109,99 Euro meiner Einkauf-Apple-ID gutgeschrieben wurden. Einfach so. Ohne mich darüber zu informieren. Und wie es sich gehört, muss ich dafür Verständnis haben. Die mehr als fünf Monate Warten erwähne ich gar nicht oder nur zart beiläufig. Als Entschuldigung gibt es fünf Gratissongs zum Download.
Was erlauben sich Apple?
Ist euch eine Made ins Apfelkerngehäuse gekrabbelt?
Dass die Ami’s auf einem anderen Planeten leben und gerne von oben herab auf alles Nichtamerikanische blicken, daran habe ich mich schon während meiner Autorenzeit gewöhnt. Empathie gegenüber seinen Kunden? Warum? Apple ist Apple und ein Lebensgefühl für elitäre Mac-Schwulies. Buh! Klingt da Homophobie in meiner Rede durch? Nein! Wenn ja, dann darf ich das. Seit dem iMac Graphite kaufe ich Apple-Devices und bin zufrieden damit. Ich bin ein Edel-Mac-Schwulie!
Was ist passiert? November 2020 erwerbe ich für 109,99 Euro die AC/DC-Collection. Seitdem versucht die Musik-App auf dem iMac das Booklet zu laden. Doch es funktioniert nicht. Immerwieder ploppt eine Fehlermeldung auf. Datei beschädigt. Also den iTunes-Support bemüht. Es folgen die üblichen „Tipps“ wie Software-Update und den Download-Ordner leeren. Es hilft nix, Booklet unladbar. Datei beschädigt. Da ich als Kunde ja doof in der Birne bin, liegt der Fehler zu allererst bei mir. Richtig so. Wozu ist der Kunde da. Man sucht eine Lösung und meldet sich wieder bei mir.
Affe mach!
oder: Eine unendliche Geschichte wird unendlicher
Wie selbstverständlich sind an meinem Leben all die anderen Schuld. Nicht ich selbst. Nein, soviel Selbstkritik vertrage ich nicht. Das Mimosentum möchte zelebriert und ausgelebt werden. Auch von mir. Austeilen meinerseits ja, einstecken nein danke. Mein Problem ist: Ich bin zu gutmütig und trotz aller innerer Ungeduld zu geduldig. Das ist für andere eine klar erkennbare Schwäche, die scham- wie auch charmelos ausgenutzt wird. Zurecht, wenn ich schon so dämlich bin. Und so werden süße Mücken in der Zeit des Wartens zum großen aggressiven Elefanten. Vor allem in mir innerlich.
Bei meinem fast geklärtem Apple/iTunes-Problem mit dem unladbaren Booklet bin ich Doofi echt davon ausgegangen, dass die Gutschrift auf mein Bezahlfreund-Konto überwiesen wird. Immerhin lautet Apples Problemlösung „Dieser Kauf wurde deiner ursprünglichen Zahlungsmethode zurückerstattet“. Und das war nunmal ein Paypal-Kauf. Ich habe wieder den Fehler gemacht und gedacht. Apple denkt und vor allem handelt anders als ich denken tue. Apple schreibt mir keck schlappe 110 Euronen meiner Kauf-Apple-ID gut. Wahrscheinlich hat Tim Cook das Geld schon irgendwie anders verplant und weigert sich deshalb, mir diese Unsumme in bar oder elektronisch zurückzuzahlen. Ich vermute, mein auszuzahlender Betrag schmälert derart die Bilanzsumme, dass das Geld zwingend im Apple-Imperium gehalten werden muss. Schließlich muss ich als zahlender Kunde auch meine Opfer bringen.
Darf ich mir nach Monaten des Wartens erlauben dünnhäutig und mittelschwer aggressiv zu werden oder ist das zu unsensibel von mir? Ich verstehe die Philosophie hinter einem latenten Problem verschleppen nicht ganz und sehe echt kaum eine Möglichkeit, das an Apple gebundene Geld in absehbarer Zukunft auszugeben. Hin und wieder kaufe ich Musik. Ja, so blöd bin ich auch. So ist es ja nicht. Doch sinnlos verfeuern möchte ich meine Euronen nun auch wieder nicht. Ich vergleiche schon die Preise für Musik-Downloads und wenn es preiswerter geht, dann schnappe ich eben nicht in Apple’s iTunes zu. Ich pflege kein kostenpflichtiges Apple-Abo, nicht des Geldes wegen, eher weil ich nicht der Typ dazu bin. Zwar habe ich mir als Homeoffice-Opfer mittlerweile das Streamen angewöhnt, doch Amazon Prime und Sky Q genügen mir vollkommen. Ab Netfilx bin ich visuell völlig überfordert.
Nun habe ich zum Apple-iTunes-Support einen besonderen Draht, den ich so frei bin auszunutzen. Also schildere ich per Mail mein Problem, meine Erwartung und die bittere Realität. Wie nicht anders zu erwarten, bedankt sich ziemlich schnell Apples Mailbot, dass ich eine Apple-Mailadresse benutzt habe und weist mich formvollendet darauf hin, dass meine Nachricht nicht überprüft wird: „An diese E-Mail-Adresse gesendete Nachrichten werden nicht überprüft“. Sie muss nicht überprüft werden. Bearbeitet und endlich gelöst würde mir vollkommen genügen.
Nach Aussage meiner Ansprechpartnerin ist diese Automaten-Reaktion ein „Fehler“ und ich kann davon ausgehen, dass meine elektronische Nachricht gelesen und bestenfalls bearbeitet wird. Ein neues Geduldsspiel und warten, ob es denn nun wirklich an dem so ist oder ich erst wieder eine Chat-Odyssee mit dem Apple-Support durchlaufen muss.
Wann?
Keine Ahnung!
Also tue ich das, worauf ich spezialisiert bin: Warten.
Warten ist wie Unkraut-Ex.
Es richtet mehr Schaden als Nutzen an und am Ende bleibt nur verbrannte Erde.