Im Angebot darf es ruhig ein bisschen mehr sein

Ich gestehe eine kleine Dependance in einer deutschen Fotografengemeinde zu unterhalten. Der Form halber, um die eigene Reichweite zu erhöhen. Real betrachtet bringt mir es relativ wenig, darf man für den Teil- oder Vollzugang monatlich einen Obolus entrichten. Vor allem Liebhaber am ganzen Körper barfüßiger Menschen mag diese unsoziale Praxis aufstoßen, versprechen die Macher der fotocommunity sinnliche Erotik und Genuß. Wurde den Leuten in ihrer Kindheit nicht beigebracht, dass Lügen kurze Beine haben und man immer die Wahrheit sagen muss? Naja, vielleicht laufen in der verantwortlichen Redaktion nur Kurzbeinige rum und keiner sieht es.

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Suche nach ’sven hegel wie kriegt man sein geld zurück‘

Dieses digitale Vogelfutter ‚Bitcoin‘ nervt. Also nicht nur die Werbung, sondern auch die geldgeilen Jammerlappen, die mit tausenden virtuellen Euronen vor den Augen und den euphorischen „Pressestimmen“ auf einen Klepper gesetzt und dabei offensichtlich richtig geschmackvoll in die Scheiße gefasst haben. Nun wird geheult wie ein Mädchen, nach Recht und Ordnung geschrien und das eingesetzte Geld zurück verlangt! Auf der Suche nach ‚Gerechtigkeit‘ – Gehirn suchen wäre eher angebracht – landen entsprechend der Blogstatistik auch Leute mit der Suchphrase ‚sven hegel wie kriegt man sein geld zurück‚ hier im Lichtbildprophet, erwarten Hilfe und ihre lastbefreiende Heiligsprechung. Doch das Ansinnen wird in einer weiteren Enttäuschung enden.

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Rückblick, weil ja alle irgendwie zurückblicken

Das Jahr begann mit viel Hoffnung, der nur meine Ungeduld im Weg stand. Ab Februar vier Wochen Wiedereingliederung, ab März nach 10 Monaten Abwesenheit wieder vollwertig im Job zurück. 10 Monate Abstand hinterlassen ihre Spuren, schärfen das Ohr. Vieles wirkt für mich befremdlich, ich meine es wird wenig gefordert, zu schnell der Kopf in den Sand gesteckt, mangelnde Belastbarkeit und allein der gute Wille wie eine Großtat honoriert. Das erzeugt Aggressivität. Auf beiden Seiten.

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Ein Zukunftsgedanke

Ich sehe – schon recht bald – die Zeit gekommen,
dass wir keine Tastatur, kein Papier und Stift benötigen.

Bücher, Briefe, Nachrichten,
alles wird nur noch gesprochen sein.

Wenn Sprache geschrieben sein muss,
übernehmen Automaten diese Aufgabe.

Diese Automaten,
sie werden meine Worte gar in andere Sprachen übersetzen.

Warum ich das glaube?

Die menschlichen Fehler lassen mich nicht zweifeln:

Wir sind nicht nur Egoisten,
im Inneren sind wir auch zutiefst bequem.

Lieber ein Ende in Farbe

Stell dir vor du tust etwas und keiner bekommt mit, was du getan hast, weil niemand es verstanden hat!

Irgendwie war der Zyklus ‚Freies Rauschen‚ ein Selbstläufer: Eyecatcher aus dem Pornosumpf des Internets fischen, Ebenenakrobatik in Photoshop nach meinem ureigenen ‚Differenzkorn‘-Prinzip, Spielkarten große Ausdrucke, stark vergrößert gescannt und das getunte Ergebnis – frei nach Ruff’s ‚Nudes‘ als ‚meine‘ Kunst angepriesen.

Typisch Eyecatcher: Schnell habe ich die Lust an der Serie verloren. Die anfängliche Gier ist schnell der Langeweile gewichen. Auf Dauer ist und bleibt es immer dasselbe, dem ’notgeil‘ mimenden Weibchen durch weit gespreizte Beine die Mandeln zu begutachten! Ja, ja. Etwas analoges Eigenes ist auch dabei und jedes Ebenensalto ist anders als der davor und danach.

Ich finde ein Ende: Vier entführte und verfremdete Bildchen drucke ich in Farbe, scanne groß das geknüllte Papier und fertig ist der Abgesang! Die Basis der Freies Rauschen-Serie ist und bleibt Fremdzeug, ein Material zu dem ich keinen inneren Bezug habe. Die Idee bleibt, nur eben mit eigenem Kram, der sonst wie schlecht nur nackt sein muss – Proprietäres Rauschen!