Wider dummen Maschinen

Computer und Programme ‚lernen‘ dazu,
beeinflussen das, was ich sehe,
zeigen nur das, was ich sehen sollte.

Dieses Verhalten finde ich bedenklich,
denn schon heute funktionieren
Facebook, Instagram oder Google Suche nach dem Prinzip.

Mir fällt es immer schwerer einzuschätzen,
ist das Ergebnis, ist die Zeitleiste
frei von irgendeiner Manipulation.

Indem ich die Struktur meiner Bilder aufbreche,
indem ich mit Effekten und Störungen manipuliere,
widersetze ich mich dem Tun dummer Maschinen.

Ich bin ein Mensch und möchte keine Beute einer Maschine sein!

Im Angebot darf es ruhig ein bisschen mehr sein

Ich gestehe eine kleine Dependance in einer deutschen Fotografengemeinde zu unterhalten. Der Form halber, um die eigene Reichweite zu erhöhen. Real betrachtet bringt mir es relativ wenig, darf man für den Teil- oder Vollzugang monatlich einen Obolus entrichten. Vor allem Liebhaber am ganzen Körper barfüßiger Menschen mag diese unsoziale Praxis aufstoßen, versprechen die Macher der fotocommunity sinnliche Erotik und Genuß. Wurde den Leuten in ihrer Kindheit nicht beigebracht, dass Lügen kurze Beine haben und man immer die Wahrheit sagen muss? Naja, vielleicht laufen in der verantwortlichen Redaktion nur Kurzbeinige rum und keiner sieht es.

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Suche nach ’sven hegel wie kriegt man sein geld zurück‘

Dieses digitale Vogelfutter ‚Bitcoin‘ nervt. Also nicht nur die Werbung, sondern auch die geldgeilen Jammerlappen, die mit tausenden virtuellen Euronen vor den Augen und den euphorischen „Pressestimmen“ auf einen Klepper gesetzt und dabei offensichtlich richtig geschmackvoll in die Scheiße gefasst haben. Nun wird geheult wie ein Mädchen, nach Recht und Ordnung geschrien und das eingesetzte Geld zurück verlangt! Auf der Suche nach ‚Gerechtigkeit‘ – Gehirn suchen wäre eher angebracht – landen entsprechend der Blogstatistik auch Leute mit der Suchphrase ‚sven hegel wie kriegt man sein geld zurück‚ hier im Lichtbildprophet, erwarten Hilfe und ihre lastbefreiende Heiligsprechung. Doch das Ansinnen wird in einer weiteren Enttäuschung enden.

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Rückblick, weil ja alle irgendwie zurückblicken

Das Jahr begann mit viel Hoffnung, der nur meine Ungeduld im Weg stand. Ab Februar vier Wochen Wiedereingliederung, ab März nach 10 Monaten Abwesenheit wieder vollwertig im Job zurück. 10 Monate Abstand hinterlassen ihre Spuren, schärfen das Ohr. Vieles wirkt für mich befremdlich, ich meine es wird wenig gefordert, zu schnell der Kopf in den Sand gesteckt, mangelnde Belastbarkeit und allein der gute Wille wie eine Großtat honoriert. Das erzeugt Aggressivität. Auf beiden Seiten.

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Ein Zukunftsgedanke

Ich sehe – schon recht bald – die Zeit gekommen,
dass wir keine Tastatur, kein Papier und Stift benötigen.

Bücher, Briefe, Nachrichten,
alles wird nur noch gesprochen sein.

Wenn Sprache geschrieben sein muss,
übernehmen Automaten diese Aufgabe.

Diese Automaten,
sie werden meine Worte gar in andere Sprachen übersetzen.

Warum ich das glaube?

Die menschlichen Fehler lassen mich nicht zweifeln:

Wir sind nicht nur Egoisten,
im Inneren sind wir auch zutiefst bequem.