The Endless River – Pink Floyd

Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich mir dieses Pink Floyd-Album auf Vinyl zugelegt habe. Vorab habe ich es mir per Streaming bei Apple Music reingezogen, meine Begeisterung hielt sich dabei in Grenzen. Das liegt nicht daran, dass ich ein Roger Waters-Fan bin und ich mit dem, was der verbliebene Rest Pink Floyd’s veröffentlicht hat, nichts anfangen kann. Das Gegenteil ist der Fall: Roger Waters bei Pink Floyd: Ja; Roger Waters solo: Nein danke. Ich weiß, dass das Album nach dem Tod von Richard Wright und zu dessen Ehren herausgebracht wurde. Vielleicht war es die falsche Stimmung, die anfänglich einen musikalischen Keil zwischen „The Endless River“ und mir treibt.

Kopfmäßig war ich nicht bereit, in meinen Gedanken den Schritt zu gehen, dass es ein typisches Album von Pink Floyd im alten Stil nie mehr geben wird. Dazu hat Roger Waters zu sehr sein übergroßes Ego gepflegt und seine Vergangenheitsbewältigung andere Bandmitglieder spüren lassen. Wohl wichtiger ist: Wenn letztendlich mit altem aussortiertem Material gearbeitet wird, muss sich das Ergebnis wie eine Zeitreise durch die Bandgeschichte Pink Floyds anhören. Und das tut es auch.

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Spaces – Nils Frahm

„Musik muss laut sein“ wurde mir vor fast zwanzig Jahren gesagt. Damals begleitete ich die Berliner Band K(l)eingeld mit der Kamera. Es entstanden eine Reihe guter Aufnahmen, weshalb mir die Zeit absolut positiv in Erinnerung bleibt. Nur mit dem Muss und Lautsein komme ich bis heute nicht klar. Laute Musik erzeugt Schmerzen und macht selbst die schönste Musik kaputt. Ich hasse es, wenn Menschen im Alkoholrausch die Musikanlage aufdrehen und dazu noch lauthals mitlallen. Musik braucht eine gewisse Lautstärke, aber körperliche und seelische Schäden sollte ich beim Hören von Musik nicht davon tragen.

Meine musikalische Verbindung zu Nils Frahm stellte sich über „Coming Home by Sven Vaeth“ her, welches am Ende „Says“ von Nils Frahm enthält. Dieser Titel stach so aus dem Rest von „Coming Home“ heraus, dass es in meinem Gehörgang hängen blieb. Ein Model gab mir den Hinweis, wer der Künstler hinter dem Instrumentalstück ist. Der Kreis ist fast geschlossen: Irgendwann spiele ich „Says“ im Atelier, die Perle ist anwesend, die Stimmung passt und der Titel zu unserem Lied. Ich lege mir „Spaces“ in Vinyl zu, es folgen bald weitere Platten mit Nils Frahm.

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Tangerine Dream – Tangerine Dream (AMIGA)

Ganz AMIGA-like kommt diese schwarze Scheibe ohne einen Albumtitel daher. Im weltweite Datennetz wird es heute, entsprechend der Titel auf der A- und B-Seite, als „Quichotte“ bezeichnet. Es handelt sich hier um einen Konzertmitschnitt, aufgenommen Anfang 1980 im ‚Palast der Republik‘ in Ost-Berlin (DDR), der später in dem Rest der Erde unter dem Titel „Pergamon, Live at the ‚Palast der Republik‘ GDR“ veröffentlicht wird.

Wie ich zu Tangerine Dream kam und damit zu der AMIGA-Pressung des Konzerts, daran kann ich mich heute nicht mehr erinnern. Sicherlich war es die elektronisch erzeugte Musik, die mich damals fasziniert hat. Ich denke da insbesondere an Tubeway Army und „Are ‚Friends‘ electric“ aus dem Jahr 1979. Dann ist da auch noch das Cover des Albums, was aus dem Allerlei der sonst üblichen AMIGA-Alben hervorsticht. Da Tangerine Dream weder im Ost- noch im West-Fernsehen beziehungsweise Radio gespielt wurden, war es ein Kauf im blinden Vertrauen auf gute Musik aus dem Westen. Meine Investitionssumme: 16,10 Mark der DDR.

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