185_2019

Die, die gingen ...

Die, die gingen … (aus dem Zyklus ‚Menschen in der Großstadt‘)
Nr. 2002
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Baryt-Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Viele Mitmenschen sind allein deshalb eine gespaltene Persönlichkeit, weil ihre Forderungen gegenüber anderen in keinem Verhältnis zur eigenen Bereitschaft des Gebens und Bereicherns stehen.

183_2019

Ansatz eines weiteren Gedankens

the erotic side of the photographic depressionism
Ansatz eines weiteren Gedankens
Nr. 1992
Unikat: Handabzug auf ORWO FU5-Film, 18 x 24 cm
(c) 2019 Makkerrony

Photoalchemist:
‚… ich käme gar nicht auf die Idee das so zu machen. Ich wusste noch nicht einmal, dass das überhaupt geht.‘
‚Das unterscheidet uns beide!‘

182_2019

Was meinst du?

the erotic side of the photographic depressionism
Was meinst du?
Nr. 1991
Unikat: Handabzug auf ORWO FU5-Film, 18 x 24 cm
(c) 2019 Makkerrony

Erwähnt eine geplatzte Verabredung,
schüttet sie sich Asche aufs Haupt,
muss erst einmal daran knabbern,
weiss nicht was sie sagen soll.

Wie wäre es mit einem schnöden’Entschuldige bitte‘?
Kein ‚Leid tun‘ oder ‚Verständnis haben‘?
Einfach nur ‚Entschuldige bitte!‘.

181_2019

Gutes tun

the erotic side of the photographic depressionism
Gutes tun
Nr. 1809
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Wer Gutes tut, der gibt und müht sich.
Alles andere ist nur dummes Gerede.

Unsensibilisiert

Mein Fotopapierlager quillt über, denn in den letzten Monaten habe ich altes ORWO Fotopapier, zum Schluss auch unsensibilisierten ORWO Fotofilm gehortet. Gern hätte ich mehr ORWO Dokumentenpapier angehäuft, aber das ist ziemlich rar. Mir gefällt dessen braune Note, wird es etwas länger belichtet und anschließend im Lith-Entwickler gebadet. Um mich nicht in Versuchung zu bringen, noch mehr ORWO Material zu bunkern, schließe ich kurzerhand meinen ebay-Konto. Es werden ein paar Tage vergehen, bis es gänzlich dem Nirvana des Internets übereignet ist. Dann hoffe ich aber Ruhe vor den nervigen Warnungen zur Sicherheit zu haben. Zusammen mit den modernen Fotopapieren ist soviel Positivmaterial da, dass es schein-ewig dauern wird, bis alles aufgebraucht ist.

Mir fällt der Schinken ‚Die Theoretischen Grundlagen der Photographischen Prozesse‘ von Hay in die Hände. Eigentlich bin ich auf der Suche nach Informationen zur Lippmann-Emulsion und ihren zahlreichen Varianten. Mich interessiert der unsensibilisierte Typ, weil ich gerade die Härte einer blauempfindlichen Emulsion mit Nanopartikel brauche. In dem Buch fällt mir auf, dass der Autor auf den Positivprozess eingeht. Nicht nur allein auf Silberhalogenid-Basis, es werden auch Verfahren behandelt, die heute ‚Edeldruck‘ sind. Beim Blättern und Lesen wandelt sich mein Wohlgefallen für alte Meister in Abneigung dem Werk gegenüber. Es hat etwas von Besserwissertum und Klugscheißerelite. Mutter kratzt in seinem Meisterwerk wenigstens an, dass es da noch andere Dinge gibt und lässt den Leser dann allein. Hay hat nur Perfektion, Perfektion und nochmals Perfektion in Schwarzweiß im Auge. LANGWEILIG!

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