Der Tod ist ein Irrtum – Brigitte Maria Mayer und Heiner Müller

Das Internet ist eine unstrukturierte digitale Masse, das Sinnbild der virtuellen Entropie. Mir sagt der Name Heiner Müller etwas und ich wußte, dass er in seinen letzten Lebensjahren mit der Fotografin Brigitte Maria Mayer leiert war. Mehr Wissen ist nicht, womit ich prahlen kann. Bei meinem Streifzug im Chaos auf der Suche nach besonderen Angeboten, landen die Titel „perfect sister I“ (nummeriert und von Heiner Müller signiert) und „perfect sister II – Im Objektiv des Canova“ von Brigitte Maria Mayer in meinem Warenkorb.

Eine weitere Bestellung später: Eine mengenmäßig nicht beschreibare Emotionalität, des eigenen Erlebens wegen, entfaltet der Titel „Der Tod ist ein Irrtum“ in mir. Der Titel ist das Tagebuch einer Liebe, die tragisch enden wird, weil das Zellsystem im Körper Heiner Müllers jene chaotische Abartigkeit in sich trägt, die auf die simple Umschreibung Krebs hört. Zwischen den beiden Markern gründet sich eine Familie und entsteht neues Leben. Dokumentiert sind Meilensteine aus fünf Jahren, stilecht in Sofortbilder und handgeschriebene Textskizzen festgehalten.

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Perfekt!

Ich lese eine Buchrezension. Warum beschleicht mich das ungute Gefühl, dass der Rezensent seine eigenen Werke als das Nonplusultra zu betrachten scheint und alles andere daran zunichte macht. Ich kenne ein paar Bücher des Rezensenten und finde sie zutiefst langweilig. Ohne Zweifel erklärt er viel, zeigt Beispiele und trotzdem wirken seine Erklärungsversuche an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht bin ich auch nur zu blöd, den Tiefgang seines Geschriebenen zu erkennen.

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