Österreich ist sehr deutsch, nur eben ganz anders. Da ist der eigene, lebendige und diplomatisch höfliche Wortschatz, aber auch die starke kulturelle Identität und das bewußte Leben von Traditionenen.
Kurzmitteilungen
Zwei Gründe, warum ich keine TokTokReals mag
Erstens: Die Untertitel laufen so schnell durch, so schnell kann ich nicht lesen. Zweitens: Die Propagandisten halten ein befelltes Minimikro zwischen zwei Fingern ins Bild, was einfach nur affig und ziemlich Scheiße aussieht.
Unvoreingenommen
Perspektivwechsel bedeutet, ich ändere unvoreingenommen meinen Blickwinkel auf eine Fragestellung und suche aus dieser neuen Perspektive nach einer echten Lösung für das Problem.
Mein schönstes Ferienerlebnis
Die Perle und ich sind unterwegs. Berlin und die S-Bahn hat wieder eine Signalstörung. Die Fahrt zum Flugplatz übernimmt ein Taxi, was ein teurer Spaß wird. In Wien angekommen und wir fahren das erste Mal Bim. Zwei orthodoxe Juden besteigen die Tram und kein Mensch stört sich daran. Warum ist so etwas nicht in Berlin möglich? In der Hauptstadt, die so sexy und offen sein will, habe ich bisher nur einmal erlebt, dass ein Mann in der Tram eine Kippa trug.
Der weibliche Blick
Haben Frauen und Männer denselben respektive einen anderen Blick auf ein Sujet im Allgemeinen und in der Barfußfotografie* im Speziellen? Die Frage ist so richtig alt, weshalb es sinnlos ist, zu dem Thema überhaupt noch einen Gedanken zu verlieren. Fakt ist: Die Frage zielt auf den zur Zeit gehypten Konflikt Frau versus Mann ab. Die Frage ist im Kern faschistoid und suggeriert, dass die Gruppe Frau und die Gruppe Mann jeweils denselben Blick auf ein Sujet hat. Das ist Quark mit Soße. Oder Quatsch mit Soße. Und: Wenn ich in diesem Zusammenhang dem Aktfotografen einen sexualisierenden Blick auf den weiblichen Körper unterstelle, dann spreche ich die lesbische Aktfotografin par ordre du mufti davon frei?
*“Sieh da, sieh da, ein Nackedei, am ganzen Körper barfuß.“