Direkt Positiv Denken

Es gibt diesen Roten Faden, einen Handlungsstrang, ohne dessen Erkennung wir nur Chaos sehen. Worum es nachfolgend geht, hat einen solchen, nur weiß ich nicht mehr wo er begann und wo er enden wird. Egal – heute geht es um Arbeiten mit dem Direktpositivpapier.

Prolog
Anfang letzter Woche erreicht mich eine traurige Nachricht: Ein Kollege, er war mittlerweile seit 10 Jahre pensioniert, ist verstorben. Neben der Arbeit verband uns eine Großformat-Kamera, die zunächst bei ihm mehrere Jahre im Büro stand. Zu seiner Verabschiedung ‚erbte‘ ich das gute Stück. Im Trockenlauf schien alles zu funktionieren. Irgendwann landete die Linhof in meinem Atelier und ich benutzte sie dann auch.

„Direkt Positiv Denken“ weiterlesen

Aceton Transferdruck

Irgendwie klebt diese relativ simple ‚Drucktechnik‘ wie Kaugummi in meinem Gehirn. Ich erinnere mich an meinen Übergang von der Kindheit zur Jugend. Aus Zeitschriften (eher Ost, seltener West) werden bunte Bilder aller Art – von Stars bis Nackt – ausgeschnitten, auf ein weißes Blatt Papier gelegt und das Ganze mit Fleckenwasser beträufelt. Durch etwas Druck übertragen sich die Farbpartikel des Zeitschriftendrucks auf das weiße Papier. Fertig ist der – unspektakuläre – Acetondruck.

„Aceton Transferdruck“ weiterlesen

‚Normale‘ Aufnahmen mit Joterman’s Lumenbox

Es ist schon eine Weile her, dass ich mir eine neue Alte zugelegt habe. An meine letzte jungfräuliche Neue kann ich mich noch erinnern. Es war die Impossible I-1. Mittlerweile ist das ‚The Impossible Project‘ namentlich Geschichte und schimpft sich wie der Urvater der Sofortbildfotografie ‚Polaroid‘. Unter neuem alten Namen hat man die OneStep 2 auf den Markt geworfen, die äußerlich mehr einer klassischen Polaroid gleicht. Genug Sofortbild, es geht ja eher um Joterman’s Lumenbox.

„‚Normale‘ Aufnahmen mit Joterman’s Lumenbox“ weiterlesen

Vierundwas?

Wieder ein Jahr rum. Ein Jahr mit Bangen und Hoffen, erste Gewissheit und drittem Geburt-Tag. Voller Ungeduld ein Kampf zurück ins Leben. Was nicht funktioniert ist das Vergessen. Vor Kurzem spielt der Körper verrückt, so als sei Chemo-Time. Und wie in Echt ist zur Mittagszeit mit einem Mal alles vorbei. Ich bin körperlich und seelisch fertig. Der Kopf, das Hirn, dein unbekanntes Wesen.

„Vierundwas?“ weiterlesen

Fatman-Mischung ‚Black Hole‘

Ich hatte bereits das Geheimnis gelüftet, bei der Papierentwicklung einen eigenwilligen Weg zu gehen. Beim Negativ bin ich relativ konservativ und arbeite fast ausschließlich mit einem Rodinal-Derivat. Insbesondere sein Hang zum Korn im fetten Ansatz als auch die Kantenschärfe bei hohen Verdünnungen haben es mir angetan. Zumindest bei der Papierentwicklung hat sich eine kleine Änderung ergeben.

„Fatman-Mischung ‚Black Hole‘“ weiterlesen