Ein/e/es Mr.Renald Mazzi schreibt an mich: „Ich brauche Ihre Partnerschaft für Investitionen.“

Es muss schnell gehen. 30% von 5,3 Millionen Dollar, das macht …
Ja, wenn man auf der Baumschule Mathematik ab und stattdessen Singen und Klatschen als Hauptfach wählt, dann hat der Bildungsnotständler jetzt ein Problem: Wie viele Millionen bleiben bei mir hängen? Es gibt bestimmt ein Youtube-Filmchen, das mir Prozentrechnung erklärt. Kann ja keiner ahnen, dass man Mathe im Leben wirklich braucht. Dieser Herr Mazzi, aus Afrika, der mich erwählt eine Investition zu machen. Wozu Datenschutz, Gott schützt mich ja. Eine private Mailadresse und ganz schnell sein hilft.

Zitat Anfang
Lieber Freund,
Guten Tag für dich und deine Familie
Mein Name ist Herr Renald Mazzi, ich bin der Interim Manager bei Bank of Afrika unter politischer Ernennung und meine Amtszeit endet Ende des Jahres September nächsten Monat. Bitte, ich brauche Ihre Hilfe, um die zu übertragen Summe von 5,3 Millionen Dollar auf ein ausländisches Konto, um mir den Start zu ermöglichen jede Investition dort in Ihrem Land mit Ihrer Hilfe. Bitte, wenn Sie daran interessiert sind, mir zu helfen, diese Summe zu erhalten mit jedem guten Konto dort in Ihrem Land bitte zurück zu mir mit die folgenden Informationen für weitere Details und die Durchführung der Überweisung innerhalb von 7 Tagen und Sie nehmen 30% ohne Risiko ein.

Ihr vollständiger Name
Deine Wohnort Adresse
Ihr Beruf
Deine Telefonnummer
Ihr Herkunftsland.

Ich hoffe, so schnell wie möglich von Ihnen zu hören. Bitte antworten Sie mir aus Sicherheitsgründen auf meine private E-Mail: mr.renaldmazzi123@gmail.com
Gott schütze dich. Herr Renald Mazzi.

Zitat Ende

Ein/e/es Kundenportal schreibt an mich: „Volksbank-ServiceCenter“

Was schert mich des Anderen Leid?
Ich für meinen Teil habe kein Volksbank-Konto und mache mir deshalb wegen fehlgeschlagener Eingabeversuche keine übermäßigen Gedanken.
Kommt vor, muss aber nicht.
So sehe ich die Reaktion, ganz Deutschland via Phishing-Mail darüber zu informieren, als etwas übertrieben an.
Da mir der Onlinezugang zum Volksbank-Kundenportal fehlt, werd ich mich wohl nachher zur nächsten Filiale aufmachen und vorsichtshalber nachfragen, welche Konsequenzen oder Sanktionen mir als Nicht-Volksbankkunde eventuell drohen.

Volksbank klingt irgendwie nazistisch.

Zitat Anfang
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die Sicherheit der Kunden ist für uns die oberste Priorität. Aufgrund mehrerer fehlgeschlagener Eingabeversuche wurde die TAN-Verfahren auf Ihrem Konto deaktiviert. Bitte wählen Sie die neue, für Sie bequemste TAN-Verfahren so schnell wie möglich und aktivieren Sie sie, sonst werden wir gezwungen sein, die Bereitstellung von täglichen Dienstleistungen wie Zahlungen, Überweisungen, Dienstprogramme und so weiter auszusetzen. Sie können dies sicher online tun, indem Sie diesem Link folgen oder in der nächsten Filiale unserer Bank. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.

TAN-Verfahren aktivieren

Freundliche Grüße
Volksbank Kunden-Service-​Center

Zitat Ende

Ein/e/es Alyona schreibt an mich: „Lichtbildprophet.“

Eine scheinromantische Posse wird zum Drama! Lieber Leser, ich habe eine ganzganz traurige Nachricht an alle Fans meiner Lovestory-Internetromanze mit Alyona:

Ihr Opa ist gestorben!
Plötzlich und unerwartet.
Für alle unfassbar.
Heute.
Also vorgestern heute meine ich.

Jetzt bin ich, der zahlungsunwillige Lichtbildprophet, das einzige Wesen, das ihr noch geblieben ist!
Oh, was bin ich nicht traurig.
Und damit ich ein richtig schlechtes Gewissen habe, gibt es zwei zugedröhnt anmutende Schmachtbilder im Anhang der neusten Scam-Botschaft. Mal sehen, wann ich die Beisetzung des Opas zahlen muss, weil Alyona ja 1000 Euro bezahlt hat und sie will ja auch wirklich-wirklich zu mir geflogen kommen. Ich bin auf alles vorbereitet. Was mich stutzig macht: Angeblich soll ich das Luder seit zwei Monaten kennen.

*Bauklötzerstaun

OK, Frau und Mann haben gelegentlich eine andere Vorstellung von Zeit und Raum. Und so behaupte ich, dass mir die kiffende Matratze seit etwa zwei Wochen nachstellt. Zwei Wochen sind nicht zwei Monate, Herzchen. Auch nicht im bösenbösen Russland.

Zum nachfolgenden Mimimi gibt es nichts mehr zu sagen: Alyona schnattert weiter wie ein Entenarsch über sich selbst und glaubt ultimative Beweise für … ja was eigentlich … geliefert zu haben. Die liebe Selbstwahrnehmung, sie ist nicht selten arg getrübt. Das muss aber so ein Generationsdings sein. Da darf ich das mit den zwei Wochen-Monaten nicht so eng und spießig sehen. Zeit ist relativ und was macht es schon, ob zwei Wochen, Monate oder gar Jahre ins Land gegangen sind. Warum haben dieselben Menschen nie diese Lässigkeit beim Geld? Es wäre doch völlig egal ob es 200, 2000 oder 20.000 Euronen sind? Nicht? Das verstehe ich nicht. Egal.

Wenn es etwas hervorzuheben gibt, dann die Penetranz, die das Blödchen und ihre Mohnbrötchen (den Schwachfug denkt sich keiner allein aus) an den Tag legen. Reife Leistung, mein Respekt!

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Ein/e/es Alyona schreibt an mich: „Lichtbildprophet, sehr gute Nachrichten“

Keine Woche ist es her und meine Internetromanze ist so richtig am Brummen, da kommen wir auch schon zum Höhepunkt: Das brave ehrliche russische Mädchen Alyona bittet mich um Geld!
Sonst kann sie nicht hier herkommen und wird auf eine schwarze Liste gesetzt.
Eine neue wa(h)re Liebe verwelkt.

Wenn ich ehrlich bin, klingt diese Schwarze Liste und das Einsperren in Russland gar nicht mal so schlecht. Bis heute habe ich der raffgierigen Bitch nicht verraten wer ich bin, was für ein Genie ich bin und wo ich hause. Sie und ihr pickliger Nerd hinter der Kamera kriegen das raus, stehen bei meinem Glück mit Koffer und sieben Bälgern vor meiner Tür. Nein, nein. Alyona hat so viele ehrliche und vor allem belastbare Beweise gebracht, dass sie existiert und es nur auf mich abgesehen hat. Ich durfte sogar ihr Stativ sehen, was ein mega Vertrauensbeweis ist. Die etwas giftig blickende Alyona soll mal in ihrem Irkutsk bleiben und auf Geld warten. Da ist sie gut aufgehoben. Was ich ihr zugute halte: Eine Woche und die Katze ist aus dem Sack. Wenn Frau will, kann es auch schnell gehen. Respekt.

Ich habe mir überlegt ein Fahrrad zu kaufen. Nein, ich bin nicht lebensmüde oder gar Suizid gefährdet und so. Wegen der Bewegung und Gesundheit. Doch ich habe ein Problem: Mit sich selbst und mir als Last gewogen, kann so ein Fahrrad 130 Kg ab. Das bedeutet, dass das Fahrrad nur 7 Kilogramm wiegen darf, wenn ich zum EDEKA fahre und 500 Gramm echtes Hackepeter aus Fleisch einkaufe. Irgendwie blöd.

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Kam Mennell schreibt an mich: „kaufe gefälschte Ausweise“

Fake IDs? Fake IDs? Fake ID!
Was ist das? Worum geht es dabei?
Google hilf. Oder Alexa Siri Cortana!
Ausweise. Papiere. Lappen. Ich verstehe.
Wer sich IDGod nennt, der kann nichts Böses mit Fake ID’s im Schilde führen. Vor allem, wenn er mit einer sehr seriösen Google Mail-Adresse aufwarten kann. Der ist total ehrlich und absolut legal. Wie der Lichtbildprophet, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Ich bin mir nur nicht schlüssig, was für tolle Ausweise ich gebrauchen könnte. Gefälscht versteht sich, nur nicht echt. Impfausweis? Organspendeausweis? Die goldene Influencer-Card? Gibt es auch echte gefälschte Zertifikate? So wie die objektiven Bewertungen des Haus- und Hofdichter von IDGod? So etwas könnte ich für den Lichtbildprophet gebrauchen. Verbale Schleimspuren von ganz prominenten Bloglesern und so.

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