223_2019

Zertrümmerin der Zertrümmerer

the erotic side of the photographic depressionism
Zertrümmerin der Zertrümmerer
Nr. 1749
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Die Gefahr unserer Zeit liegt nicht in der Radikalisierung einer Minderheit, befeuert durch soziale Medien und der Verbreitung alternativer Fakten. Das gehört – auch wenn es nicht jedem gefällt – zur Demokratie dazu. Die Gefahr liegt in der schweigenden Masse, die ihren Protest gegen Gewalt und Lügen auf der Couch aussitzt.

222_2019

Hoch zu Tisch

the erotic side of the photographic depressionism
Hoch zu Tisch
Nr. 1729
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Sklave auf einer Galeere – ‚Das ist kein so schlechter Job‘ denkt sich der Homo digitalis.
‚Die ganze Zeit auf den Meeren dieser Welt unterwegs? Dafür zahlt man heute echt viel Kohle.‘

221_2019

Tag kommt

the erotic side of the photographic depressionism
Tag kommt
Nr. 1722
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2019 Makkerrony

Ist es beim Shooting überhaupt noch politisch korrekt das Modell mit ‚Brust raus, Bauch rein‘ anzubrüllen?
Wenn nein: Wie sage ich es ihm dann, dass ihr albernes Weibchengepose nach billigem Webcam-Gehampel aussieht?

220_2019

Sonst wer

Sonst wer
Nr. 1547
Unikat: 13 x 18 cm ORWO Fotopapier
(c) 2018 Makkerrony

Typisch Mensch:
Seine erste Erkenntnis ist das Nacktsein.
Mensch näht sich den Lendenschurz und beginnt sogleich mit der Paarung.
Schön bekloppt.

Warnung: Nur mit geschlossenen Augen lesen und ansehen!

Lieber Nutzer!

Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll.
Aber, es muss raus: Schande über mich!

Die oberste Instanz der Moralapostel hat von mir eine Arbeit mit dem Bann belegt.
Dieser ekelhafte Schund und Schmutz zügellosester Erotik darf nicht in der sauberen Gemeinschaft der Poser und Blender gezeigt werden. Bisher hat sich das ’neue‘, das moralisch saubere tumblr als der Sittenwächter des Internets entpuppt und überall dort Brustwarzen und Schamlippen gesehen, die ich nicht sah.

Nun haben die Vasallen Mark Zuckerberg’s zugeschlagen und einen Post wegen des Verstoßes der Gemeinschaftsrichtlinien entfernt. Die Entscheidung hat natürlich kein Mensch getroffen.
Es war eine Maschine, ein Programm.
Und gegen diese Entscheidung kann ich nicht vorgehen.
Ich bin der fehlenden Fantasie, einem schnöden Algorithmus eines Automaten ausgeliefert.

Nun könnte ich wie ein Rohrspatz auf die schwulen Ex-Auswanderer schimpfen, die arme Indianer abgemurkst haben und überhaupt nur Unfrieden über unsere Erde bringen. Das wird nichts ändern, weil es den schießwütigen Ami’s einfach an Gehirnwindungen fehlt. Eine halbe Windung weniger und sie würden mit den Hühner auf dem Bio-Hof die Körner picken. Vielleicht hat man auf Grundlage der letzten Amokläufe in den USA den weiblichen Bauchnabel als potentielle Gefährdungsquelle ausgemacht? Das würde das hammerharte Vorgehen der Zuckerberg-Moralkriegerprogrammierer natürlich erklären und dennoch kein Verständnis bei mir hervorrufen. Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen.

Ich denke weiter: Heute entscheiden Maschinen, was das positive Nutzererlebnis einer moralisch instabilen Nation (und damit der gesamten Interneterde) trübt und was nicht. Es wird kein Jahrzehnt dauern, da tragen wir statt dem Perso in der Tasche einen Chip unter der Haut und Maschinen entscheiden, ob es für das Nutzererlebnis des gehirnweichen Homo digitalis einen Sinn macht, dass der behinderte, kranke oder emotional schwächelnde Mensch überhaupt weiterleben darf. Vielleicht ist es besser ihn zu einer bunten Mischung Soylent zu verarbeiten. Das hat für den lebenswerten und moralisch korrekten Smombie einen echten Nutzen.

‚… Jahr 2022 … die überleben wollen‘ lässt grüßen!

Ach so … hier ist das subversive und von Instagram bemäkelte NegaPos-Machwerk:

Negapos - Epilog