Der Fotografische Depressionismus

Was ist der Fotografische Depressionismus?

Für uns Menschen braucht alles eine Schublade. Ich gebe sie euch: Was hier zu sehen ist, passt in keine eurer Schubladen. Also muss etwas Neugeschöpftes her. Es war bereits von einer ‚modernen‘ Form des ‚Pictorialismus‘ die Rede. Ich kann mich nicht allein auf gestreutes Licht, Unschärfe und fehlende Details reduzieren lassen. Ich bin am Gegen-Detail interessiert. Es geht um das Was neben euren Regeln. Was ich tue, nicht alles soll sofort ersehbar, dafür erdenkbar sein. Der Betrachter soll sich mühen wie ich mich gemüht habe, ein Bild so zu schaffen. Ich spiele ein analoges Versteckspiel in einer übermächtig digitalen Klarheit. Je weiter die Dinge unklar sind, umso mehr bedarf es meiner Fantasie, meiner geistigen Kreativität. Und sie ist es, die uns Menschen von den Maschinen und Programmen unterscheidet!

Das soll Fotografischer Depressionismus sein!

Und wer den den ‚Fotografischen Depressionismus‘ erfunden? Nicht die Schweizer, der Lichtbildprophet war’s!

Weltaflex

Als Lichtbildprophet und Lichtbildprophet lebe ich ja – leider – nicht auf (m)einem eigenen Planet. Ich mussdürfen (richtig gelesen, ich bin der mussdürfen-Erfinder) mich unter das gemeine Fotovolk mischen. Da das in der Regel extremst technikverliebt und wenig am Bild interessiert ist, bekomme ich gesagt, was es so für wirklich gute Kameras gibt. Rolleiflex zum Beispiel. Super Kamera, Riesen Kamera, Wahnsinns Kamera. Schaue ich mir an, wer eine solche Megakamera besitzt und was er damit veranstaltet, ist wieder der Beweis erbracht, dass nicht allein eine Kamera gute Bilder macht. Steinigt und kreuzigt mich ihr lautstarken Großmeister der emotional-emotionslosen Fotografie.

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Ja ist denn der Dolce Gusto Cappuccino Notstand bei Amazon ausgebrochen? – Update

Ich liebe Cappuccino. Am liebsten den in einer netten Cafeteria, optimalst (richtig, optimalst) von einem italienischstämmigen Einheimischen gebraut. Da aus unterschiedlichen Gründen der Genuss in dieser Form jedoch eher selten vorkommt, bevorzuge ich die Dolce Gusto-Variante.

Oh, oh.

Ich ahne die dunklen Wolken, die jetzt aufziehen: Material und Ressourcenverschwendung, Müllberge und ökologische Katastrophe, teuer und tierisch unfair dem armen Kaffeebauer gegenüber. Steinigt mich ihr Klugscheißer und Besserwisser, ihr oberschlauen im Glashaussitzer. Andere Instantvarianten a la Krüger & Co. haben noch mehr Zucker bei viel weniger Geschmack.

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Suchen, finden und Manipulation

Ich suche nach einem Begriff, selbstverständlich mit Google. Microsoft und Edge wollen, dass ich Bing nehme. Doch was mir hier gezeigt wird, trifft selten meinen Nerv. Selbst wenn mein erstes Ich das zweite Ich, den Lichtbildprophet, sucht, lässt mich Bing so klein und unbedeutend erscheinen. Google hat mich eindeutig mit mehr Treffern besser auf den Schirm. Die Kehrseite der Medaille: Das Suchergebnis bei Google besteht ausschließlich aus Werbung. Kein Link ohne den Anzeige-Hinweis. Gefühlt ist mir das bisher noch nicht untergekommen.

Zwischen den Feiertagen. Wie gehabt sitze ich vor meinem iMac und möchte mich bei Google und den Ex-‚webmaster tools‘ einklinken. Die Datenkrake verweigert mir den Zugriff, weil mein Verhalten verdächtig sei und man bei Google – selbstverständlich NUR zu meiner eigenen Sicherheit – alles zum Schutze meiner Persönlichkeit unternimmt. Ich muss mich irgendwie zusätzlich identifizieren und den Zugriff von einem – für Google – unbekannten Gerät legitimieren!

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Wider dummen Maschinen

Computer und Programme ‚lernen‘ dazu,
beeinflussen das, was ich sehe,
zeigen nur das, was ich sehen sollte.

Dieses Verhalten finde ich bedenklich,
denn schon heute funktionieren
Facebook, Instagram oder Google Suche nach dem Prinzip.

Mir fällt es immer schwerer einzuschätzen,
ist das Ergebnis, ist die Zeitleiste
frei von irgendeiner Manipulation.

Indem ich die Struktur meiner Bilder aufbreche,
indem ich mit Effekten und Störungen manipuliere,
widersetze ich mich dem Tun dummer Maschinen.

Ich bin ein Mensch und möchte keine Beute einer Maschine sein!