War, bin oder werd ich sicher sein?

Es ist der Morgen des Zwanzigsten Dezember 2016. Ich habe meine Pillen eingeworfen, der Kaffee steht neben mir und das iPad versucht*, die Mails der Nacht zu laden: Nichts, noch nicht einmal Spam!

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Danke 2016 – Ein Jahresrückblick

Der Mensch neigt dazu, für ihn negative Erfahrungen aus dem Gedächtnis zu tilgen und mit gewissem Abstand zu verklären. Mit Brachialgewalt will Mensch ein positivistischer Schöngeist höherer Ordnung sein. So können im Laufe der Zeit Pleiten, Pech und Pannen zu heroischen Einzeltaten mutieren oder eine lebenslange Hemmschwelle bilden. Wer gibt schon gerne zu, einen Fehler begangen oder verloren zu haben. Dabei kann durchaus – so ist meine Erfahrung – in der Niederlage ein Erfolg für die weitere Zukunft liegen.

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Das Held

In den letzten Monaten bestand ein kleiner Teil meines Lebens darin, zwecks Freizeitgestaltung die volle Palette des Kabel TV-Angebots auszuschöpfen. Von Hartz IV-TV über Shopping bis hin zu Dokumentationen wird vieles und doch irgendwie nichts geboten. Wenn mir relativ schnell etwas aufgefallen ist, dann die Wiederholrate, mit der TV-Sender von Öffentlichrechtlich bis Privat arbeiten.

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Benimmregeln

Gelegentlich verirren sich neben dem geliebten Spam notgeiler Russenbräute auch Nachrichten an mich, die den Anschein erwecken, sie sein wirklich an mich persönlich gerichtet. Also es bedarf einer gewissen Kenntnis, formuliert man in der Form einen Inhalt an mich aus. Dazu gehört zum Beispiel Modell stehen oder das Offene Atelier.

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Über meine Gutschlecht-Stärke im Bild und Wort

… oder: Wie der Gedanke, sich experimentell dem Lichtbild zuzuwenden mein Leben verändert hat, ich sogar zum Lichtbildpropheten wurde!

Mythos, Hörensagen oder was auch immer: Zwei Dinge geistern mir beim Bruch mit der modernen Fotografie im Kopf herum. Da ist zuerst die schmerzliche Erkenntnis, wie fehlbar und hochgradig unvollkommen der Mensch ist. All sein Beteuern von Stärke, Liebe, Treue und auf Immer und Ewig ist so etwas vom Arsch. Was Mensch kann ist ein perfektionistischer Egoist sein, genauso wie seine Fähigkeit, den idealen Terrorzwerg zu geben, geht es um seine Sicht auf die Welt. Das Mensch, der unangefochtene Führer, dem jedes Mittel Recht ist. Meine Konsequenz: Ich möchte in meinen Bildern düster und unpräzise sein. Die Digitalfotografie macht es mir schwer. Gutunscharf fotografiert werden will gekonnt sein. Doch wie soll ich es anstellen, wird die mir verkaufte Technik vom Fanatismus höchster Schärfe getrieben.

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