Zicke WordPress

Gerade flattert der Hilferuf rein, dass meine heutigen Beiträge nicht in wordpress.com-Reader erscheinen.

Sabotage! Ich werde gemobbt, terroristisch angegriffen. Wie soll ich ein berühmter, reicher und megasexy Influencer werden, wenn ich in der Ausübung meiner scheinberuflichen Tätigkeit so behindert werde?

Oder liegt es an meiner Aufdeckung der Urheberschaft an der mittlerweile sehr erfolgreichen Alltagsmaske? Hat ein WordPress-Bot diese Information als Fake eingestuft, an Donald Trump gepetzt und der wiederum hat den weltbekannten Ronaldo Capybara auf Lebenszeit aus den USA verbannt? Selbst das Google ist ratlos und schmucke Youtube-Videos finde ich auch nicht zu dem Thema.

Ich meine die Lösung des Problems gefunden zu haben: Das Internet war noch gar nicht geboren, ich ein Jüngling von 7 Jahren und habe damals zum letzten Mal meinen genialen Lichtbildprophet-Fundstücke-Mausmaler-Makkerony-Muschitoaster-Blog synchronisiert. Mir fehlt total die Erinnerung, was und warum ich synchronisiert habe. Aber es war so bedeutend, dass WordPress heute einen mittelschweren Bock zu schieben scheint. Ich kann nur Sorry sagen, liebes WordPress! Wenigstens bin ich noch Inhaber meiner glorreichen Webseite. Danke!

50 Jahre ohne Synchronisation

Ich habe sie erfunden! Was, das lesen sie später …

Ich bin der wahre Erfinder der Alltagsmaske!
Den Prototypen gibt es exklusiv nur auf Instagram zu sehen. Das ist der Beweis!

Dann kam so ein Vollhonk, stahl mir die Idee und behauptete auch noch, das Selbstgebastelte vor Mund und Nase drapiert schützt vor dem neuartigen Corona – COVID-19 Virus und so.

Das ist alles ein Schwindel!
Ich wollte mich mit meiner genialen Alltagsmaske nur von eurem lieblos-langweiligen Digitalbildchen schützen.
Was dann daraus gemacht wurde, das habe ich so wirklich nicht gewollt.
Schluchz, heul …

Notiz an mich: Ich denke nicht alleine so!

Als ich den Beitrag in meiner Lieblingspostille gelesen habe, fühlte ich mich in meinen eigenen Gedankengängen um das Vermasken der Bevölkerung bestätigt. Es geht mir nicht um den fragwürdigen Einbahnstrassen-Schutz (unentdeckt Infizierter steckt keine Nichtinfizierte an), der damit ‚erzielt‘ werden soll. Es geht mir bei der lieblosen Aktion um die gezielte Verharmlosung anderer, viel wichtiger Kriterien wie die allgemeine Körperhygiene und der Mindestabstand.

Angesichts der Personendichte in öffentlichen Verkehrsmitteln scheint die Pflicht des Maskentragens sinnvoll. Aber auch hier dürfen es selbstgehäkelte Modeaccessoires sein, die nach Versiffen und einem höheren Risiko schreien. Wenn Maskenpflicht, dann bitte richtig: Ich bekomme vor dem Betreten meiner Tram des Vertrauens eine Maske angelegt (oder Hände desinfizieren und selbstangelegt), die ich bei erreichen meines Fahrziels umgehen entsorgen muss. Danach desinfiziere ich wieder meine Hände.

Fertig.

Wenn es zurück in meinen Betonpalast geht, das ganze Spielchen noch einmal.
Das kann man auch im Einkaufsladen so durchziehen.

Eine Frage am Rande: Was ist mit dem Tragen von Einweg-Handschuhen in den Öffis? Wäre das nicht genauso angebracht, fummelt sich unentdeckt Infizierter und Nichtinfizierter doch genug im Gesicht rum?

Geht nicht?
Viel zu aufwendig?
Wer soll das bezahlen?
Zuviel Müll?
Keine ausreichende Zahl Masken?
Keine ausreichenden Mengen Desinfektionsmittel?
Wollt ihr eindämmen oder nur die Leute irgendwie ablenken, damit sie keine peinlichen Fragen stellen?

Baum des Lebens

Alles begann mit einem Baum-Foto, abgestorben und am Wegrand stehend. Ich diskutierte mit dem Fotografen über eine andere Perspektive. Ein paar Monate später fuhr ich nach Maichingen und machte meine Fotos von diesem Baum. Digital, was ich bis heute sehr bedaure. Denn trotz mehrerer Absichtserklärungen meinerseits habe ich es nicht hinbekommen, mich noch einmal auf den Weg zu machen. Mittlerweile könnte, weil Jahre her, der tote Baum Geschichte sein.

Der Baum

Für eine Ausstellung ließ ich den Baum in Schwarzweiß auf Leinwand drucken. Roswitha Skowasch, sie hielt die Eröffnungsrede auf der Vernissage, meinte zu mir, dass für sie dieser Baum sinnbildlich für meine Person steht. Ich kann damit bis heute nichts Richtiges anfangen. Irgendwie habe ich den Bezug zum Alter verloren und kann mittlerweile den dritten Geburt-Tag begehen.

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