
Kettenlöser
Nr. 4002
Unikat: 600er Polaroid Originals
(c) 2021 Makkerrony
Meistens verabrede ich mich mit mir selbst.
die tägliche dosis bild – garantiert menschgemacht

Kettenlöser
Nr. 4002
Unikat: 600er Polaroid Originals
(c) 2021 Makkerrony
Meistens verabrede ich mich mit mir selbst.
Vor etwa vier Monaten hat sich Apple das letzte Mal bei mir gemeldet. Stand der Dinge damals: Techniker werden jetzt das Problem analysieren und mein persönlicher Supporter wird mich auf dem Laufenden halten. Das war Ende November. Es folgt Schweigen. Ich muss warten. Da heute alles so sensibel ist und ich wiederum mega einfühlsam sein soll, traue ich mich wochenlang nicht über das unladbare Booklet nachzudenken. Oder bei Apple nachzufragen. Die haben bestimmt gerade ganz andere wichtige Sorgen, wo hingegen mein Problem einfach zu mickrig ist aus der Welt geschafft zu werden. Nur die Musik-App erinnert mich bei jedem Start, dass der Download wieder nicht geklappt hat. Interne Fragerunde: Wann störe ich die intensivste Arbeit der Techniker mit einer unqualifizierten Rückfrage, ob sich das offensichtlich grandiose Problem jemals lösen lässt? Vor ein paar Tagen bin ich mutig, traue ich mich und bequeme den iTunes-Support-Chat. Ich finde sogar in meinen zahllosen Mails die Servicenummer, unter der mein Problem beim Tech-Giganten Apple geführt ist.
Meine erster Chat-Kumpel ist, nachdem ich ihm meine Sorgen inklusive Zitate aus alten Apple-Mails und meiner Ticketnummer geschrieben habe, ziemlich lange busy. Es herrscht solange Schweigen, dass sich der Chat-Bot von selbst einmischt und in regelmäßigen Abständen meine Geduld lobpreist. Irgendwann ist mein Chat-Partner wieder da, um mich zu fragen, ob ich etwas dagegen habe, an einen Vorgesetzten von ihm weitergeleitet zu werden. Dieser, der Vorgesetzte, werde sich dann Meiner annehmen. Ich verneine nicht und bin mit jedem Tun einverstanden, die mir endlich die bezahlte Ware per Download liefert. Darf ich endlich schreiben oder setzt das Apple zu sehr unter Druck?
Der Vorgesetzte ist eine Vorgesetzte. Das ist jetzt nicht negativ gemeint. Ich möchte nur meiner Gendermission im Lichtbildprophet Rechnung tragen und damit zeigen, wie wertvoll Frauen für unsere Gesellschaft und mein popliges Problem sind. Frau Vorgesetzte ist freundlich, entschuldigt sich und versucht den Einstieg mit ein paar Doofi-Fragen. Doofi-Fragen sind zum Beispiel „neuste Updates installiert“ & Co.. Sie hat offensichtlich ein Gespür dafür, dass mich diese Fragen entsprechend Service-Protokoll am Kunden arg reizen. Vorsorglich schildere ich ihr auch gleich, was für witzige Problemlösungen ich auf Anraten anderer kompetenter Unterstützung des Apple-Support sonst noch probiert habe. Nichts hat sich geändert: Datei ist beschädigt und kann nicht geladen werden. So zumindest sagt das die Fehlermeldung.
„Entschuldigung, Geduld und Warten. Bitte! – UPDATE“ weiterlesen

Drei Seiten und ein Feuer
Nr. 4010
Unikat: 600er Polaroid Originals
(c) 2021 Makkerrony
Der See ist nur ein See. Egal was an seinen Ufern geschehen ist.

Ein Gespenst geht um, das Gespenst des Wartens
Nr. 3717
Unikat: 18 x 24 cm ORWO Fotopapier
(c) 2021 Makkerrony
Modell: ZweifelnHochZwei
Wir sind nicht gleich, das wäre einfach nicht zu ertragen.

the erotic side of the photographic depressionism
Jetzt oder jetzt
Nr. 3884
Unikat: 13 x 18 cm ORWO Fotopapier
(c) 2021 Makkerrony
Modell Ohne Namen
Ich suche Dich als mein Fotomodell!
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Ich glaube die größten Fehler der Kommunikation entstehen durch eine verfälschte Selbstwahrnehmung.